Laser Worlds Oman: Robert Scheidt überragend, Philipp Buhl schiebt sich unter Top fünf

"Wie in alten Zeiten"

Philipp Buhl

Philipp Buhl arbeitet sich auf Rang fünf vor. © Mark Lloyd

Philipp Buhl hat sich am dritten Tag der Laser WM im Oman nach drei Tagesrennen auf einen den fünften Platz im 126 Boote Feld vorgeschoben. Bei frischem Wind bis zu vier Beaufort zeigte er seine starke Physis mit den Plätzen 4/2 und lag schon auf dem Bronzeplatz.

Dann ärgerte er sich aber über den zwölften Rang im sechsten Rennen. Nach einem schwachen Start rundete er die Luvtonne Bereich von Platz 40 und holte dann bis auf den zwölften Platz auf.

Damit hat sich zu den Top vier schon eine kleine Lücke von acht Punkten aufgetan. Besonders der Altmeister Robert Scheidt (40) lieferte mit 1/2/1 einen überragenden Tag ab. Der Brasilianer zeigte, dass er seit der klaren Niederlage gegen Buhl im Kieler Woche Finale bei starkem Wind, nun physisch deutlich zugelegt hat.

Aber auch der Weltranglisten Zweite Tonci Stipanović (CRO), der starke Schwede Jesper Stalheim und der Zypriote Pavlos Kontides, Olympia-Silber-Gewinner in Weymouth, können auf Scheidts Niveau mithalten. Zwei Quali-Rennen noch, dann geht die WM erst richtig los, wenn alle Favoriten in der Goldgruppe gegeneinander segeln.

Laser Worlds Oman

Das Laser Feld bei Traumbedingungen im Oman. In der Qualifikation werden täglich zwei Gruppen mit je 63 Booten neu gemixt. © Mark Lloyd

Die Pressemitteilung:

Robert Scheidt hat bei der Laser Weltmeisterschaft im Oman die Führung übernommen. Mit einem fast makellosen Ergebnis – zwei Wettfahrtsiegen und einem zweiten Rang – beeindruckte der 40-jährige Doppel-Olympiasieger am Dienstag in der Bucht von Massannah seine Konkurrenz und sich selbst. Philipp Buhl rückte im Feld der 126 Segler aus 50 Nationen mit starker Gesamtleistung auf Platz fünf vor.

„Es war wie in der guten alten Zeit“, freute sich Robert Scheidt nach dem Härtetest in traumhaften Segelbedingungen. Die Wettfahrtleitung hatte am Dienstag zunächst die am Vortag ausgefallene Wettfahrt nachgeholt und anschließend auch die Rennen fünf und sechs angesetzt.

„Ich war mir nicht sicher, wie ich diesen anstrengenden Tag bestehen würde“, sagte der brasilianische Segelstar und fünfmalige olympische Medaillengewinner am Abend in der Al-Massannah Sports City, „ich bin froh, dass ich so konstante Ergebnisse ersegeln konnte. Bis zum Ende der Serie ist noch ein langer Weg. Aber ein Tag wie dieser macht mich glücklich.“

Philipp Buhl

Buhl haderte mit seinem letzten Start, kämpfte sich von ganz hinten aber noch auf Platz 12 vor. © Mark Lloyd

Auch Europameister Tonci Stipanovic kehrte mit einem zufriedenen Lächeln in die moderne Marina am Golf von Oman zurück. Der 27-jährige Kroate erkämpfte am Dienstag in frischen Winden um zwölf bis 15 Knoten die Ränge fünf, drei und zwei, liegt mit insgesamt zwölf Punkten hinter Robert Scheidt (9 Punkte) auf Platz zwei.

„Eigentlich mag ich leichte Winde lieber, aber nach dem heutigen Tag fühle ich mich auch in diesen Bedingungen sehr gut“, sagte Stipanovic, „ich hatte im ersten und dritten Rennen des Tages nicht so gute Starts, musste fast das ganze Feld passieren lassen. Dann aber habe ich die Dreher gut genommen und schnell aufgeholt. Ich glaube daran, dass Robert Scheidt schlagbar ist. Ich habe ihn in diesem Jahr auch bei der Europameisterschaft besiegt. Aber er ist mit 40 Jahren wirklich sehr gut in Form.“

Glücklich über die frischen Winde und seine Leistungen war nach dem dritten WM-Tag auch Jesper Stalheim. Der 25-jährige Schwede liegt nach bislang sechs Vorrundenrennen hinter Scheidt und Stipanovic mit 14 Punkten auf Platz drei und sagte: „Momentan herrschen hier meine Lieblingsbedingungen. Sobald wir hängen können, ist es gut für mich. Unter solchen Bedingungen kann und will ich um eine Medaille kämpfen. Wenn die Winde nachlassen, dann wird es schwerer für mich.“

Über die herausragenden Leistungen von Robert Scheidt sagte Stalheim: „Er ist nicht unschlagbar und auch gar nicht so rasend schnell beim Geradeausfahren. Aber eben insgesamt ein sehr, sehr guter Segler.“ Stalheim lobte das Revier der Gastgeber in der Omanischen See: „Das Segeln hier ist super, super gut! Und die Marina ist für eine Weltmeisterschaft perfekt geeignet.“

Laser Worlds Oman

Der beste Omani Hussain Al Jabri kämpft sich durch die Welle. Er ist 115.. © Mark Lloyd

Hinter dem viertplatzierten Zyprioten Pavlos Kontides (14 Punkte) rückte der Sonthofener Sportsoldat Philipp Buhl (22 Punkte) in die Top Fünf vor. Mit zwei herausragenden Ergebnissen (4, 2) und einem zwölften Rang zeigte der 23-Jährige am dritten WM-Tag erneut Weltklasseleistungen.

Trotzdem war der Hoffnungsträger des deutschen olympischen Segelsports und der Nationalmannschaft Audi Sailing Team Germany nicht ganz zufrieden mit seinen Ergebnissen: „Die Platzierungen waren zwar gut, meine Starts aber leider schlecht. Darüber ärgere ich mich, denn es wäre heute mehr drin gewesen. Das muss ich morgen besser machen.“

Die 39. Titelkämpfe in der olympischen Laserklasse werden am Mittwoch mit den letzten beiden Qualifikationsrennen fortgesetzt. Am Donnerstag beginnt die dreitägige Finalrunde mit jeweils zwei rund einstündigen Rennen pro Tag. Dann segeln die besten 63 Segler in der Goldflotte um den WM-Titel, die anderen in der Silberflotte um die Platzierungen. Die erste jemals im Oman ausgetragene Segelweltmeisterschaft endet am 23. November mit der Siegerehrung.

Ergebnisse Laser WM 2013

Event Website Laser WM 2013

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Laser Worlds Oman: Robert Scheidt überragend, Philipp Buhl schiebt sich unter Top fünf“

  1. avatar Ballbreaker sagt:

    @ Carsten:

    Du warst jetzt nochmal warum nicht dabei?

    Ich mein der Scheidt ist mittlerweile doch auch schon biblische 40!

    😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

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