MAIOR Kiel: Im ORC WM Jahr werden die Karten neu gemischt

Neue Hackordnung

Die ORC Weltmeisterschaft im August vor Kiel wirft ihren Schatten voraus. 51 ORC Yachten starteten bei der MAIOR Regatta neben den Einheitsklassen. Insgesamt waren es fast 100 Yachten, so viele wie noch nie.

ORC II Maior

Start der ORC II Gruppe. Mit 23 Yachten die größte Flotte. © Sven Jürgensen

Dabei standen die drei ORC Klassen im Blickpunkt. Es sollte sich zeigen, wer die beste Ausgangslage im Hinblick auf die WM hat. Dabei war die Aussagekraft der Ergebnisse in der größten Klasse ORC I im internationalen Vergleich noch am schwierigsten. Denn acht Yachten stellten deutlich das kleinste Feld.

Aber an der Spitze war mit besonderer Spannung der Auftritt der neuen “Silva Neo” einer heißen GP 42 erwartet worden, das von einem Junioren Team mit Dennis Gehrlein (26) am Steuer bewegt wird. Es lieferte sich einen guten Kampf mit der “One4All”, der vom Sailing Team Germany initiierten Ausbildungs- und Sichtungsplattform für Talente im Bigboat Bereich.

Silva Neo ORC I

Die GP 42 “Silva Neo” überzeugte bei ihrer Premiere mit Rang zwei. © Sven Jürgensen

Der erfahrene Steuermann Kai Mares führte die ex “Rubin” (JV49) mit fünf Siegen in sieben Rennen aber schließlich zu einem ungefährdeten Erfolg vor der “Silva Neo”. Beiden Teams gelang es, die ambitionierte Farr 400 aus Norwegen auf Rang drei zu verweisen.

In der ORC II Klasse gingen mit 23 Yachten die meisten Teams an den Start. Hier freute sich die Szene auf die ersten Ergebnisse von “El Pocko” der Puma 42, die Nils Heyde und Thomas Jungblut im August auf Mallorca ersteigert und danach mit einem Team von Enthusiasten aufgemöbelt haben. Am 1. Mai wurde das kastenförmige Schiff getauft und direkt danach folgten die Plätze 3/1/1/1.

Eine echter Überflieger also? Ganz so einfach war es dann doch nicht. Es folgte einmal die volle Punktzahl 24 und die Plätze 10,5/16. Understatement? Die Konkurrenz in Sicherheit wiegen? Platz sechs am Ende zeigte sicher nicht das gesamte Potenzial.

El Pocko

“El Pocko” mit starkem Start und schwächerem Abschluss. © Sven Jürgensen

An der Spitze der Klasse lag schließlich die stark gesegelte dänische Elan 410 von John Jensen vor den bewährten Spitzenschiffen “Sporthotel” (Dehler 38C, Karl Dehler) und “Veolia” (XP38, Torsten Bastiansen).

In ORC III wurde die Hackordnung mit den X332 an der Spitze durch die Salona 37 RK “Solconia” vom Hamburger Segel Club mit dem zweimaligen Deutschen Meister Steuermann Max Gurgel durcheinander gewirbelt. Die ehemalige “RubiX” Crew erreichte auf Anhieb Rang zwei unter den 20 Yachten. Die Hamburger mussten sich dabei intensiv mit der dänischen X37 “Hansen” auseinandersetzen, die schließlich durch zwei volle Punktzahlen auf Platz vier zurückgeworfen wurde. Es siegte die “Sportsfreund” (X-332 SPORT) mit Axel Seehafer am Steuer. Der deutsche Meister Knut Freudenberg landete mit seiner First 36.7 “Halbtrocken” auf Rang drei.

Tutima Yacht

Das Tutima Frauenteam beim “Löffelchen”-Leichtwindtrimm. © Sven Jürgensen

Bei den One Design Klassen gewann Bundesliga Relegationssieger Martin Menzner wie gewohnt die J/80 Konkurrenz wenn auch nur einen Punkt vor Sven Vagt im Feld von 21 Booten. Bei den 14 Platu lag am Ende das Team von Gordon Nickel vor dem von Christian Soyka.

Ergebnisse ORC

Ergebnisse One Design

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „MAIOR Kiel: Im ORC WM Jahr werden die Karten neu gemischt“

  1. avatar stefan sagt:

    …soso, Rekordbeteiligung!

    …umso trauriger ist es, das der KYC zu wenig Geld hat um eine angemessene Regatta auszurichten. Stattdessen mussten einzelne Klassen stundenlang auf den Start ihrer zweiten Wettfahrt warten. Auch das experimentieren mit exotischen Kursen sorgte nicht grade für Freude.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 10

  2. avatar Kluchschieter sagt:

    Also wenns was zu beanstanden gab, dann die Auswertung die zumindest in ORC III/IV etwas hakte, aber was an diesen Kursen war denn exotisch? 5 Startgruppen, 2 davon outer loop….

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 5

  3. avatar skunstmann sagt:

    Moin,
    die Entscheidung, alle Boote auf einem Kurs zusammenzufassen wurde keineswegs aus Budgetgründen getroffen. In einem Jahr mit einer Weltmeisterschaft kämpft jeder einzelne Ehrenamtler mit seinem Urlaub – 10 /11 Tage sind allein mit Kieler Woche und ORC WM verplant, und die Familien müssen auch noch irgendwo bleiben.
    Dem Race Team war durchaus klar, dass der Mix von kleinen One-Designs und ORC, insbesondere hinsichtlich der unterschiedlichen Target-Times, nicht optimal ist, aber wir werden für zukünftige Veranstaltung sicher eine vernünftige Lösung mit den Klassen finden. Rechtzeitige Meldungen der One-Designs in ausreichender Stärke könnte sicher ein großer Hebel sein, um von vornherein Zusagen bezüglich des Vorhandenseins einer eigenen Race-Area machen zu können, damit auch die Teams in ausreichender Stärke vorhanden sind.
    Ich bitte noch einmal um Verständnis – unser Sport ist auf Ehrenamt angewiesen, und dazu gehört sparsamer Umgang mit personellen Ressourcen.
    Viele Grüße
    Stefan Kunstmann

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