Mare Racing Team: Jörg Riechers Open 60 kollidiert mit Fisch-Trawler

"Geräusch von berstendem Karbon"

Jörg Riechers neuer Open 60 “Mare” ist bei einer Trainingsregatta in der Nacht schwer kollidiert. Der Fischer beging Fahrerflucht und wird jetzt gesucht.

Open 60 Mare

“Mare” mit dem ausladenden Outrigger, der den drehbaren Profilmast als Decksaling hält. © Breschi

Oft wird gesagt, dass Segeln ein gefährlicher Sport ist. Was er nicht ist, wenn man weiß wo die Grenzen liegen. Gefährlich wird es, wenn man auf unverantwortlich handelnde Menschen trifft, so wie wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Wir segelten die Regatta Armen Race, eine unserer Trainingsregatten im Open 60. Die Bedingungen waren ideal für ein Training, gute 5 bis 6 Windstärken und Wellen um 2 Meter. Wir waren gerade kurz davor, die Ile de Groix vor Lorient zu runden und bereiteten den Gennaker für den Reachgang zur Ile de Yeu vor.

Fischer, die sich nicht an Regeln halten

Alles schien perfekt zu sein, mein Co Skipper Sebastien Audigane und das Technikteam, welches mit an Bord war, und ich waren super zufrieden mit dem Boot und unseren Manövern. Noch 2 Meilen bis zur Nordspitze der Ile de Groix.

Mare Open 60

Die große “Mare” beim Training mit dem Kiel nach Luv geneigt. © Rousseau

Wir befanden uns schon fast am Fuß der Klippen, segelten auf Backbord Bug und hatten regelmäßig gecheckt, ob nicht irgendwelche Boote unseren Kurs kreuzten. Es war klar, dass es hier viele Fischer gibt, die sich nie an Regeln halten.

Dann kam die Sekunde, die alles veränderte. Unser Preparateur Antoine meinte, ein Geräsch zu hören. Er checkte in Lee, was es sein könnte. Dann kam der Schrei “WENDE!!! WENDE!!!” Ich riss das Steuer herum. Dabei offenbarte sich mir das Grauen: Ich sah das beleuchte Arbeitsdeck eines Fischerbootes. Unser Outrigger bohrte sich in sein Fanggeschirr.

Dann kam das unverwechselbare Geräusch von berstendem Karbon. Der Outrigger bog sich nach achtern. Ich war sicher, dass er brechen würde. Der Mast wäre sofort von oben gekommen. Der Outrigger hält den Mast wie eine Saling bei normalen Masten.

Chaos an Deck

Das Boot war mittlerweile gewendet. An Deck herrschte Chaos. Wir waren uns immer noch sicher, dass der Mast in Sekunden brechen würde. Alle starrten nach oben und warteten auf den ohrenbetäubenden Knall von brechendem Karbon.

Aber es passierte nicht. Wie durch ein Wunder brach der Outrigger nur in seiner Aufhängung. Un er wurde durch das lose Backstag auf der neuen Luvseite wieder in seine Positon gezwungen.

Wir bargen sofort alle Segel und sicherten den Mast mit Fallen, da wir immer noch nicht klar war, ob der Outrigger nicht doch noch nachgibt. Wir checkten sofort den Rumpf. Aber zum Glück fanden wir nur Kratzer und Farbspuren des Fischerboots. Der Fischer hat nicht eine Sekunde seine Fahrt reduziert und ist in die Nacht verschwunden.

Auf dem Weg unter Motor nach Lorient war eine eigenartige Stimmung an Bord. Einerseits waren wir überglücklich, den Mast nicht verloren zu haben. Aber jeder von uns wusste, was passiert wäre wenn wir nur eine Sekunde später gewendet wären. Der Fischer hätte uns mit voller Fahrt zwischen Bug und Wanten mit einem Aufprallwinkel von 60 Grad getroffen. Das hätte das Ende des Bootes bedeutet. Unsere Leben wären in Gefahr gewesen.

Verletzte und Tote in Kauf genommen

Wir wissen, dass Fischer oft etwas locker mit den Regeln auf dem Wasser umgehen, aber diese Aktion ist unverzeihlich. Er war ohne Positionslampen unterwegs, hatte kein AIS eingeschaltet und hat wohl auch keinen Ausguck gehalten. Soweit hat er nicht korrekt gehandelt – aber Okay, das kann man vielleicht noch akzeptieren. Auch dass es einen Unfall gab. ABER nach der Kollision weiterzufahren, ist niemals zu vergeben. Der Fischer hat Verletzte und Tote in Kauf genommen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Wir haben den Fischer angezeigt. Er ist immer noch flüchtig. Wir versuchen, zusammen mit dem Behörden, ihn zu identifieziren. Vom französischen Gesetz her hat der Fischer mit seiner unterlassenen Hilfeleistung ein Akt der Piraterie begangen, worauf in Frankreich als Höchststafte Lebenslänglich steht. Die Chancen den Fischer zu finden, sind leider nicht sehr hoch.

Auf uns kommt jetzt wieder viel Arbeit zu. Wir haben schon angefangen, das Boot zu demontieren. Am Montag wird der Mast aus dem Boot genommen und am Mittwoch per Ultraschall untersucht. Auch das Boot wird komplet duchgecheckt.

Cowboys der Meere

Glücklicherweise stellt uns Jeremie Beyou für diese Saison einen seiner Outrigger zur Verfügung – eine sehr nette Geste. Allerdings müssen wir das Oberwant sowie das Outriggerwant komplett ersetzten, da sie bei der Kollision schwer beschädigt wurden. Wenn alles gut geht, ist der Open 60 in zwei Wochen wieder einsatzbereit.

Als Lehre aus diesem Vorfall haben wir beschlossen, alle Nachttrainings im Open 60 in die äußere Biskaya zu verlegen, wo es weiniger Fischgründe und somit auch weniger Fischer gibt.

Und ich hoffe, dass Fischer irgendwann begreifen, dass sie nicht die Cowboys der Meere sind. Sie sollen sich verdammt noch mal wie alle anderen an die Regeln halten. Alle kritisieren immer die Segler. Aber es sind die Segler die sich zu 98% absolut vorbildlich auf dem Meer verhalten, es nicht verschmutzen und die Regeln akzeptieren.

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20 Kommentare zu „Mare Racing Team: Jörg Riechers Open 60 kollidiert mit Fisch-Trawler“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Und was ist mit Eurem Ausguck? Du sagst, Du sahst ein voll erleuchtetes Arbeitsdeck? Und Du bist Dir sicher, er hätte keine Navibeleuchtung geführt? Und das habt Ihr erst gesehen, als es zu spät war? Kann Deinen Frust über den Bruch verstehen, aber das paßt für mich irgendwie nicht zusammen.

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  2. avatar Jan sagt:

    Ziemliches Armutszeugnis dieser Beitrag. Wer war denn ausweichpflichtig? Die Antwort ist ja nicht schwer. AIS ist nicht verpflichtend und selbst wenn der Fischer Ausguck gegangen wäre, hätte eine Chance mit ausgebrachtem Fanggerät für ein Manöver des letzten Augenblicks gehabt? Wo war denn der gute Ausguck der Segler, wo das aktive und beobachtete Radargerät? Und zu guter Letzt, wer ist bei diesem Vergleich wohl der Cowboy der Meere und sollte sich an die Regeln halten?

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  3. avatar eku sagt:

    Zitat:
    Alle kritisieren immer die Segler. Aber es sind die Segler die sich zu 98% absolut vorbildlich auf dem Meer verhalten, es nicht verschmutzen und die Regeln akzeptieren.
    Stimmt! Fürs erste, stimme dir voll zu! Echt Schi…de. Kann den Frust total gut verstehen!
    Die funzeln da rum, weils ihr Job ist, der besch… bezahlt wird, und sche… was auf alle anderen. Ist mir auch schon oft genug passiert und das anschließende Gefühl war beschissen genug. Ist eben egal ob ne (kleine)Yacht 50 oder 2000 Meilen von Rettung entfernt auf Tiefe gehen muss.
    Bitte Jörg: nimms als Warnung und als Wink mit den Zaunpfahl. Alexandro ist nicht letzter der letzten VD geworden, sondern 11. von 20.

    Wünsche dir/euch alles gute – aber leider haben meine Vorkommentatoren nicht ganz Unrecht ….
    Liebe Grüße eku (unbekannterweise …)

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    • avatar blubb sagt:

      habt ihr vielleicht mal daran gedacht, dass so ein open60 bei 6bf nicht mit 5kn dümpelt……Dass man bei 2 Meter Wellengang in einer tiefdunklen Nacht auch keinen Fischer allein mit Deckbeleuchtung sehen kann?
      Oder fahrt ihr nachts nur mit Innenbeleuchtung auf der Straße?

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      • avatar Ketzer sagt:

        Ich sehe eher den, der schneller fährt als er sicher vorausschauen kann als den fahrlässigen Cowboy. Zumal ja bekannt war, dass es da viele Fischer gibt.

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  4. avatar Kluchschieter sagt:

    Irgendwie wird hier gerade extrem nur in eine Richting gekeilt.

    Ich finde ja auch dass zu einer Kollision immer mindestens zwei gehören, und die Decksbeleuchtung eines Fischers kann man meistens früher sehen als die Positionslampen selber, aber Leute, wir waren nicht an Bord.
    Ich stimme ausdrücklich zu daß sich Jörg zum Tema Ausguck halten durchaus etwas mehr auch an die eigene Nase hätte fassen können. Den crash selber relativiert er ja auch noch ein wenig. Ds mit den Cowboys hätte auch nicht sein müssen.

    Dass der Fischer stumpf weiter gefahren ist kann aber wirklich nicht akzeptiert werden. Diesem Teil der Geschichte kann ich nur zustimmen.

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  5. avatar Wilfried sagt:

    ich kann die Situation nicht wirklich beurteilen, aber ein fischender Trawler wäre ein Wegerechtsboot und unterhalb einer gewissen Größe auch nicht ausrüstungspflichtig mit AIS. Bleibt also nur die Diskussion um die Beleuchtung oder ob er überhaupt die Netze im Wasser hatte. Es scheint aber ja nach der eigenen Schilderung kein ausreichender Ausguck nach Lee gemacht worden zu sein. Insofern neige ich bei aller Hochachtung für die Leistungen von Jörg Riechers auch dazu ihm die Schuld zu geben.

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  6. avatar Robert sagt:

    Auch ich habe immer ein uneindeutiges Gefühl im Bauch, wenn man wieder von einem Zusammenstoß zwischen einem Fischer und den Männern und Frauen in ihren Carbon-Racern ließt. Mit diesen Raketen durch Fischgründe… naja, da müssen alle extrem gut aufpassen. Vielleicht so gut, wie es nachts gar nicht zu gewährleisten ist. Von daher kann ich die skeptischen Kommentare recht gut verstehen. Man muss aber auch noch bedenken, dass der Fischer nach einer Kollision den Unfallort verlassen hat. Das ist für mich unterm Strich die größte Verfehlung in einem Haufen von einigen, nicht optimalen Umständen in diesem Fall.

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  7. avatar Jörg sagt:

    Zu einer Kollision gehören immer zwei….
    Deswegen sollte man sich, so ungut der Verhalten des Fischers nach der Kollision war, auch an der eigenen Nase fassen.
    Und zum Thema Wegerecht empfiehlt sich manchmal auch ein Blick in die KVO bzw. entsprechende nationale Vorschriften. Nicht immer sind Segler Vorfahrtsberechtigt. Trawlende Fischer oder sonstige manövrierbehinderte Fahrzeuge sind nicht ausweichpflichtig.
    Und gerade bei Fischern mit angeschaltener Decksbeleuchtung sind die Positionslateren extrem schwer zu erkennen.

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  8. avatar Insider sagt:

    Arbeite bei der holländischen Küstenwache und wir sind in der Lage Radarbilder zurück zu gucken. Warum hat das Segelboot nach der Kollision auf Kanal 16 den Fischer nicht gerufen? Warum nicht versucht direkt die Küstenwache von Frankreich zu erreichen über Kanal 16 oder Satellitentelefon? Dann wüsste man sehr schnell wer das Fischerboot ist. Mit den Informationen aus diesem Artikel kann keiner ein klares Urteil geben über wer Schuld hat an der Kollision.

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  9. avatar Bretonischer Fischer sagt:

    Es war pechschwarze Nacht. Wir tuckerten mit 4 kn gegen die Seen an, hatten gerade das Rigg zum zweiten Run ausgebracht, als Jean-Ives mich fragte, ob ich etwas gehört hätte. Außer den Wellen, die gegen die Bordwand krachten, war jedoch alles ruhig, das gesamte Geschirr war draußen, also sind wir weiter gefahren…

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  10. avatar Olli sagt:

    An einem Weihnachtsbaum von einem Fischerboot, daß mit eingeschalteter Decksbeleuchtung fährt, sind die Posilampen mitunter schwer auseinanderzuhalten. Ändert nichts an der Tatsache, daß der Weihnachtsbaum als solcher tadellos zu erkennen ist. Bei dieser Kollision haben also beide Partner gepennt.
    Merkwürdig finde ich die Frage nach dem AIS. Die kam schon mal von Herrn Riechers bei der Bewertung der Kollisionen mit Fischern während der Vendee. Aber so praktisch das AIS sein mag, es ist kein Kollisionsverhütungs- sondern ein Identifizierungssystem. Wie der Name auch sagt. Zum Verhindern von Kollisionen ist das Radar – zumal vorhanden – unerläßlich. Und ein modernes Radargerät in True Motion – relative Trails Einstellung und ARPA Funktion ist Gold wert. Das mit Alarmring rechtfertigt schon fast das Schlafen des Einhandseglers vor dem Seeamt.
    Die nächste Frage ist, wie fuhr der Fischer. Wenn er auf dem Weg nach Hause vom Fanggrund war, dann ist es zweifelsohne eine Sauerei, daß er nicht Ausguck gegangen und überhaupt vorher nicht ausgewichen ist. Wenn er aber fischte, dann hatte die Besatzung einerseits ordentlich zu tun und fuhr andererseits mit höchstens vier Knoten. Was soll man da gegenüber einem heranrauschenden IMOCA noch an Manöver des letzten Augenblicks fahren? Und wer ist dabei dann der Cowboy???

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  11. avatar boatsailing sagt:

    Jörg, du schreibst sehr wenig über euer Wachsystem und ob jemand Radar und Ausguck gegangen ist. Mit euren Speeds in einem befahrenen Fischereigebiet, sicher mindestens zu zweit, beim Training. War die Sicht schlecht oder warum kollidiert ihr sonst?

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  12. avatar Pete sagt:

    Na das sind ja Kommentare hier…
    Also erstens denke ich mal nicht, das der Fischer beim fischen war, sonst wäre nach der Wende kaum was passiert, Jörg hätte auch nichts von ‘mit voller Fahrt getroffen’ geschrieben, und der Fischer wäre so langsam gewesen, dass man ihn auch noch identifizieren hätte können.
    Ich bin selbst schon zwei mal fast von einem Fischer auf Autopilot über den Haufen gefahren worden, einmal in der Biscaya am helligsten Tag bei guter Sicht – der war schön auf Autopilot mit Wind von hinten – als klar war das er nicht ausweicht durfte ich dann schnell bis fast in den Wind anluven, bei ziemlich viel Wind und Welle ein echter Spass und gut fürs Material…
    Das war bei Jörg wohl eher so wie in dem Video der ‘von Humboldt’ das hier vor nicht alzu langer Zeit verlinkt war – ne klar da hatte der Fischer ja bestimmt auch Wegerecht –
    Nur weil die Dreiecke das sie fischen selbst im Hafen immer oben sind, heisst nicht, dass sie mit 10-12kn beim ‘rein und rausfahren allen anderen gegenüber Wegerecht haben.
    Wenn der zwar die normale Decksbeleuchtung, aber nicht die ganzen Arbeits-Flutlichter an hat, sieht man von dem bei etwas Welle kaum was, zumal deren Büge in der Gegend ziemlich hoch sind und das Licht locker verdecken. Als ‘Weihnachtsbaum’ fahren die nicht zu und nur selten von den Fanggründen.
    Ich habe ja auch Sympathie mit Fischern für ihr schlechtes Gehalt bei harter Arbeit, aber das heisst nicht das sie sich auf dem Wasser benehmen können als währen sie alleine, und leider tun sie das ziemlich oft.

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  13. avatar Olli sagt:

    OK, die Fischer strapazieren recht oft Ihre Kurshaltepflicht, aber im Falle von Seglern wird leider recht oft Benehmen, als wären sie allein in einer unheiligen Allianz mit nautischer Unkenntnis gepaart. Ob das im Falle von Mare Racing der Fall ist, weiß ich nicht, aber der Bericht deutet durchaus darauf hin.
    Zumindest lese ich nur von nicht empfangenem AIS Signal und nichts von nicht sichtbarem Radarziel. Und weitere Fragen tun sich auf: wenn da ein nicht beleuchteter Fischer durch die Gegend fährt, dann stellt der ja eine Gefahr für alle dar. Das sollte zumindest mit einer Securitémeldung bedacht werden. Kann auch nach der Sicherung des Riggs erfolgen…
    Aber es bleibt die Frage: wer ist der Cowboy?

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  14. avatar Chriggel sagt:

    Wer von Euch Experten hat mit einem Sportboot-Radar bei zwei Meter Welle eigentlich schon einmal gearbeitet? Nach den obigen Aussagen anscheinend keiner…

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    • avatar Olli sagt:

      Doch Chriggel, das weißt Du auch. Ob Sportschiffahrt oder 20KW aus 1,80m Schlitzstrahler, der Fischer hat genug Reflexionsfläche, daß man ihn bei nur 2m (lassen wir es auch drei gewesen sein) zumindest auf eine Meile sieht. Wenn dann der Alarm piepst, bliebe genung Zeit, die Situation zu bewerten (es handelt sich ja nur um ein einzelnes Ziel) und zu handeln.

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    • avatar Wilfried sagt:

      nebenbei reden wir auch nicht von einem 9 Meter Boot sondern von einem Open 60. Da ist 2m Welle nicht besonders hoch.

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  15. avatar Paul M. sagt:

    Ich denke das Mare Racing nicht ganz Unschuldig ist und der Ausguck nicht richtig besetzt war.
    Ein beleuchtetes Deck sollte auf jeden Fall gut und weit zu sehen sein. Allerdings wird nichts über die Sicht berichtet.
    Das fehlende AIS Signal kann nun wirklich nicht als Ursache für die Kollision herangezogen werden.
    Der Fischer hatte mit ziemlicher Sicherheit sein Radargerät in Betrieb, da müsste doch eigentlich der Radarwarner von Mare Racing Alarm gegeben haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Open 60 ohne solch ein Gerät unterwegs sind.
    Eine endgültige Meinung kann ich mir leider nicht bilden, dazu fehlen die Aussagen des Fischers der wohl nicht gefunden wird.
    Der Artikel von Jörg Riechers ist leider nicht sehr Hilfreich und enthält viele Ungereimtheiten.
    Zum Glück sind ja keine Personen zu Schaden gekommen.
    Der Artikel von

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  16. avatar Pete sagt:

    Die meisten hier scheinen ja der Meinung zu sein, dass das Schiff das mit Mare Kollidiert ist gerade beim Fischen war, kann mir mal jemand erklären woher die info kommt und wieso Jörg dann auf die Idee kommen soll den Fischer für schuldig zu halten?
    Wenn der andere nicht am fischen war, ist er ein ganz normales Fahrzeug unter Motor, und das ist nun mal ausweichpflichtig nach den COLREGs. Man kann Mare jetzt zwar vorwerfen, dass sie nicht richtig Ausguck gegangen sind (wobei sie ja mit Sicherheit nach fischenden Fischern ausschau gehalten haben – denen muss man ja ausweichen, aber sie sind auch so langsam dass das kein Problem ist, und ‘outlook by hearing’ haben sie ja auch gemacht, nur hört man den anderen eben erst spät).
    Als offensichtlich war das eine Kollision bevorsteht, hat Mare sofort gewendet um die Kollision zu vermeiden bzw. abzumildern, was ja auch funktioniert hat.
    Wenn sie eher gewendet hätten, würden hier jetzt alle sagen, dass sie sich nicht an ihre Kurshaltepflicht gehalten hätten und selbst Schuld sind, schliesslich soll man nach COLREG seinen Kurs halten bis klar ist dass der andere nicht ausweicht.
    Das Schiff unter Motor hat dagegen gar nichts gemacht, obwohl es ausweichpflichtig war.
    Wenn der das Radar angehabt hätte, hätte er das Segelschiff ja sehen müssen. So ein 60 Fuss Segelschiff ist ja nicht gerade klein und macht sich mit dem Mast ja auch nicht unsichtbar. Das Jörg wohl das AIS an hatte, lasse ich mal aussen vor.
    Falls (ich weiss es nicht, Jörg sagt es war so) jemand nachts nicht die Lichter führt die anderen signalisieren dass er fischt, wie können andere dann wissen das sie Ausweichpflichtig sind? Soll heissen selbst falls der andere gefischt haben sollte (was ich nach der Beschreibung nicht glaube), sollte er doch wenigstens sicherstellen das die weissen und das grüne oder rote rundum Licht ganz oben auch zu sehen sind. Meist ist das der Fall, hier offensichtlich nicht.

    @Olli ja ich habe in minem ersten Kommentar aus versehen Wegerrecht geschrieben – my bad. Aber man kann auch seine Kurshaltepflicht nur strapazieren wenn man sie hat, und wenn man nicht fischt ist das einzige was man gegenüber einem Segler strapazieren kann die Ausweichpflicht.

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