RC44 Tour

Markus Wieser dominiert mit seinem „Team Dubai“ das RC44 Match Race

„Sea Dubai“ wird von „Artemis“ mit Star-Steuermann Terry Hutchinson angegriffen, verliert aber. © Nico Martinez / RC44 Class.

Markus Wieser feierte seinen bisher größten Erfolg in der RC44 Klasse. Er beherrschte die acht Match-Race-Konkurrenten nach Belieben und musste nur im letzten Rennen eine Niederlage gegen den jungen Weltmeister Adam Minoprio hinnehmen, der als kommender BMW Oracle Steuermann gehandelt wird.

Mit 8:1 Siegen lag Wiesers Team deutlich vor „No Way Back“ mit dem Team-New-Zealand-Strategen Ray Davies (5:3) und vor dem potenziellen neuen schwedischen America´s Cup Team „Artemis“, wo der ex Team-New-Zealand-Taktiker Terry Hutchinson (5:3) am Steuer steht.
Wiesers Großschottrimmer und Stratege Hartwell Jordan, der 2000 für die USA bei Olympia in der Soling startete, berichtet: “Wir haben uns auf die Grundlagen konzentriert. Nach dem ersten erfolgreichen Tag haben wir nichts verändert sondern sind bewusst mit Spaß gesegelt, ohne uns unnötigen Druck aufzubürden.“

Die RC44-Flotte bei ihrem ersten Tour-Stop 2010 in Dubai. © Nico Martinez / RC44 Class.

Das hört sich einfach an, eine schlüssige Erklärung für den überraschenden Erfolg ist es nicht. Vielmehr dürfte systematisches Wintertraining und für Markus Wieser die Rückkehr seines Freundes und Vertrauten Eberhard Magg eine große Rolle spielen. Wieser ist die Homogenität im Team wichtig. Er hatte sehr darauf gedrungen, dass Magg auf sein Schiff zurückkehrt.

Mit dem Mann vom Bodensee hat der Bayer seine größten Erfolge in der internationalen Match-Race-Szene gefeiert. Dort trat er in den vergangenen Jahren nur noch sporadisch auf und fiel in der Weltrangliste weit zurück.

Die freundschaftlichen Beziehungen zu Magg wurden auf eine harte Probe gestellt, als Wieser beim United Internet Team Germany scheiterte. Magg hatte als Technik-Chef eine führende Position im ersten deutschen Cup-Team inne, wurde aber später selber ausgebootet.

Nach der Match-Race-Serie wird die Regatta mit den 44 Fuß langen Kohlefaserschiffen traditionell im Fleetrace fortgesetzt. Dabei dürfen keine Profis steuern. Für „Sea Dubai“ wird sich zeigen, wie der neue Steuermann Raimond Tonelli funktioniert.

Klassenseite: www.rc44.com

Match-Race-Ergebnis:

1) Team Sea Dubai (Markus Wieser), 8/1, 8 points
2) Team No Way Back (Pieter Heerema / Ray Davies), 5/3, 5 points
3) Artemis (Terry Hutchinson), 5/3, 5 points
4) CEEREF (Rod Davis), 4/5, 4 points
5) BMW ORACLE Racing (Adam Minoprio), 4/5, 4 points
6) Team Islas Canarias Puerto Calero (José Maria Ponce), 3/6, 3 points
7) Team Aqua (Cameron Appleton), 3/6, 3 points
8) Katusha (Paul Cayard), 3/6, 3 points
9) Team Austria (Christian Binder), 2/7, 2 points Carsten Kemmling

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Andreas John

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