Marseille 2024: Offshore-Kurs rund Korsika

"Größtes Segel-Spektakel aller Zeiten"

Die Franzosen bereiten sich schon enthusiastisch auf die Olympischen Spiele 2024 vor. Dabei soll dem Segelsport in Marseille eine besondere Bühne geschaffen werden.

Es wird wohl nie bekannt werden, ob, und wenn ja, in welcher Form, die französischen Olympia-Organisatoren Druck auf die Entscheidung bezüglich der neuen Olympia-Offshore-Klasse für 2024 ausgeübt haben. Aber sicher ist es, dass ihnen die neue Disziplin mächtig in die Karten spielt.

Marseille MuCEM, Segeln Olympia

Vor dem Nationalmuseeum von Marseille MuCEM sollen die Segelspiele 2024 stattfinden

Das wird deutlich, wenn man den jüngsten Verlautbarungen der Veranstalter in Marseille folgt. Sie kündigen relativ wenig bescheiden an, mehr oder weniger die größte, beste und spektakulärste Segelregatta in der Geschichte der Olympischen Spiele ausrichten zu wollen.

Dabei beziehen sie die Pläne insbesondere auf die Offshore-Disziplin. In einer gemeinsamen Bekanntmachung der Stadt Marseille und der Region Aix-Marseille-Provence werden konkretere Pläne definiert.

Um das nationale Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MuCEM) im alten Hafen von Marseille solle ein echtes Olympiadorf entstehen. Direkt davor erfolge der Start zum doublehanded-mixed-Event. Er führe rund Korsika und ende nach rund fünf Tagen wieder direkt beim Museum.

Sail GP Marseille

Der Rennkurs des SailGP vor Marseille. Hier sollen auch die Olympia-Klassen um die Wette segeln. © SailGP

Vorerst sei das nur eine Idee, die dem Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 2024 vorgetragen wurde. Aber es deutet viel darauf hin, dass es auch so kommen wird. Auch der SailGP mit den ultraschnellen ehemaligen America’s Cup Katamaranen F50 wird im Herbst 2019 in diesem Bereich stattfinden.

Wenn die Organisatoren ihre Pläne verwirklichen, könnte es wirklich so kommen, dass die Segelspiele eine Aufwertung erfahren. Durch das Langstreckenrennen dürften sich mehr Franzosen für Olympia interessieren als zuvor. Die Aufmerksamkeit für diesen Bereich des Segelports ist in Frankreich traditionell deutlich größer als für Segel-Olympia. Und die Fangruppen überschneiden sich kaum.

 

 

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