Mastbruch: James Spithill havariert mit Trimaran vor Australien

"Wie bei Fluch der Karibik"

spithill, mastbruch

Das Notrigg des ORMA 60 Katamarans “Team Australia”. AC Skipper James Spithill (mit Kappe) hat mitgebastelt. © Team Australia

America’s Cup Sieger Skipper James Spithill erlebte keinen guten Beginn des neuen Jahres als ihm auf dem 60 Fuß Trimaran “Team Australia” der Mast brach.

James Spithill

Da war noch alles in Ordnung. Oracle Skipper James Spithill beim Neujahrssegeln bevor die Palme von oben kommt. © Team Australia

Bei dem 226 Meilen langen Rennen von Pittwater bei Sydney nach Coffs Harbour im Norden hat Oracle Team USA Skipper James Spithill seinen zweiten Dämpfer kurz nacheinander erlebt. Zuerst konnte er beim Sydney Hobart Rennen an Bord des neuen High-Tech Racers “Comanche” nicht den erhofften Sieg einfahren, nun erlebte er auch noch einen Mastbruch.

Beim Weihnachtsurlaub in der australischen Heimat war Spithill auf den ORMA 60 Trimaran “Team Australia” gestiegen, um mit Sean Langman die Pittwater – Coffs Harbour Regatta zu gewinnen. Das schnellste Schiff des Feldes lag komfortabel in Führung, als das Rigg von oben kam.

“Es war ein Schock”

Skipper Langman, der zuletzt sehr nah dran war, mit der kleinsten Yacht das Sydney Hobart Race berechnet zu gewinnen, berichtet: “Es war ein Schock, da wir nichts besonderes gemacht haben. Es begann gerade, gut zu laufen. Dann brach ein brandneuer Beschlag bei relativ leichtem Wind. Ich bin sehr enttäuscht.”

Zum Zeitpunkt des Unglücks stand Spithill am Steuer. Er erzählt: “Ich saß Seite an Seite mit Sean und dachten, wie gut es gerade läuft bei flachem Wasser. Bei diesen Bedingungen sind diese ORMA 60s echte Maschinen. Aber niemand der acht Mann an Bord wurde verletzt.”

Mastbruch

Der markierte Mast soll später geborgen werden. © Team Australia

Langman, der einmal angekündigt hatte, das Sydney Hobart Rennen mit einem eigenen 100 Fußer Neubau bestreiten zu wollen, preist dennoch die Erfahrung, mit Spithill gesegelt zu sein.

“Sehr cool, mit dem besten Segler der Welt zu segeln. Wir haben vor dem Mastbruch einige sehr besondere Momente erlebt. Am ersten Nachmittag durchnässte dicker Nebel unsere Klamotten und wie bei einer Szene aus Fluch der Karibik hörten wir erst die unheimlichen Geräusche der Schoten des 80 Fußers ‘Beau Geste”, dann tauchte das Schiff plötzlich eine Bootslänge neben uns auf. Das war unglaublich.”

Nach dem Bruch des Riggs, löste die Crew die Segel vom Mast, und ließ das Profil an Markierungsbojen treiben. Ein Flugzeug soll es suchen und die Daten einem Bergungsboot übermitteln. Der Trimaran machte sich schließlich per Notrigg auf nach Port Stephens, wo Langman die Reparaturen in einer Werft ausführen lassen will.

 

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Carsten Kemmling

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