Match Race: Boris Herrmann und Felix Oehme gewinnen gemeinsam

Doppelschlag

Doppelmatchrace am Plöner See:

Felix Oehme und Boris Herrmann siegen vereint. Steuermann Oehme gewinnt mit dem NRV Match Race Team bei zwei internationalen Grade 3 Match Races hintereinander beim Plöner Segler Verein.

Heizköper Match Race

Fischers Fritze… beim Luvkampf. © Heizkörper Sailing

Als Boris Herrmann und Felix Oehme 2008/09 das Portimão Global Ocean Race um die Welt mit der Class 40 “Beluga Racer” gewannen, war das einer der größten deutschen Offshore Erfolge überhaupt. Seitdem gingen sie seglerisch meist getrennte Wege.

Herrmann, der ehemalige Deutsche Meister im 505er, versuchte im Profi Hochsee-Sport Fuß zu fassen, Oehme entdeckte die Disziplin des Segelduells auf Mini Kursen unter Land. Krasser kann ein Gegensatz kaum sein.

Nun waren sie wieder einmal zusammen erfolgreich. Eben nicht ganz so weit draußen auf dem Meer, sondern beim Match Race am Plöner See. Herrmann, der inzwischen in Hamburg lebt, sprang als Crew bei seinem alten Kumpel ein.

Teams aus fünf Nationen

Heizköper Match Race

Wendeduell mit den Hunter 707 Booten. © Heizkörper Sailing

Erstmalig hatte Lars Hückstädt, Skipper und Team-Manager vom Heizkörper Sailing Team am Plöner Segler Verein von 1908, zwei international hochwertige Match Races mit der Einstufung Grade 3 an den See geholt, so dass jeweils zehn eingeladene Teams aus fünf Nationen zweimal um wichtige Weltranglistenpunkte segeln konnten.

Hückstädt hatte sich vor fünf Jahren in die Disziplin des gepflegten Segelzweikampfes verguckt und spontan zwei Hunter 707 Viermann Kielyachten nach Plön geholt, um damit einen regelmäßigen Segelbetrieb aufzunehmen.

Zweiter Zusammenschnitt von den Rennen:

Die Resonanz unter den Junioren des Vereins und die Unterstützung des Clubs war hervorragend und so kamen ein Jahr später noch zwei weitere Boote dazu. Seitdem kann Hückstädt auch Events ausrichten und stellte 2012 das Material für die Deutsche Meisterschaft in Travemünde.

Nach einigen hochrangigen Wochenendregatten mit dem ISAF Grade 3 und 4, für deren Vergabe jeweils strenge Auflagen bezüglich internationaler Teilnehmer und Schiedsrichter erfüllt sein müssen, stellte sich das Team des Plöner Segler Vereins von 1908 nun der Herausforderung, über den 1. Mai ein Zweifach-Match anzubieten. Umpire aus den USA, Holland und Deutschland wachten über die Einhaltung der Regeln.

After Sail Beer

Der Vorteil für internationale Crews: Der Aufwand für das Sammeln von Weltranglistenpunkten wird halbiert. So meldete der Pole Patryk Zbroya mit dem Worldranking 33 und der Italiener Armando Miele (Ranking: 49) mit der längsten Anreise. Weitere ausländische Teams kamen aus Dänemark und den Niederlanden.

Heizköper Match Race

Der topgesetzte Pole Patrick Zbroja konnte in Plön nur 4. und 5. werden. © Heizkörper Sailing

In bester Form an diesem Wochenende war das NRV Match Race Team um Felix Oehme unter anderem mit Florian Weser, Niklas und Felix von Meyerinck. Nach den zwei Siegen sagt Oehme: “Unser Plan ist voll aufgegangen. Die guten Manöver und beste Amwindgeschwindigkeit machten die Taktik zu einer übersichtlichen Angelegenheit.”

Neben der Seglerischen Umsetzung war es den Plöner Organisatoren auch wichtig, für das leibliche Wohl der Teilnehmer zu sorgen, neben dem morgendlichen Frühstück (Brunch für die wartenden Teams), war für jeden Abend Programm mit Essen und Getränken eingeplant, neben der Burgernnight wurde auch ein After-Sail Beer im Restaurant Seeprinz verzehrt. Von dem Restaurant auf dem Wasser waren die Rennen an den 4 Tagen perfekt zu beobachten.

“Es ist zwar für Match Race Regatten nicht üblich, dass an jedem Tag ein Program stattfindet, aber das ist mein persönlicher Standard”, sagte Lars Hückstädt zur Event Organisation. ” Es gehört eben zum Segeln, neben den harten Kämpfen auf dem Wasser, genau so dazu sich am Abend gemeinsam bei ein paar Bierchen zu unterhalten. Die Internationalen Kontakte sind dabei echt toll!”

Ein weiterer Schritt für das Team war die Gestaltung von Medien. Neben den üblichen Fotos wurden Media Rennen von allen Teams aufgenommen, die noch zu einem Kurzfilm geschnitten werden. Zwei Teammitglieder, waren für diese Aufgabe Vollzeit verantwortlich. ” Leider noch nicht genug “, stellt Maxi Hucke (Chief Media) fest. “Bei dem nächsten Event werden wir da noch etwas dran arbeiten müssen um eine besser Qualität zu bieten und vor allem um schneller Online zu sein.”

Ergebnisse Heizkörper Double Header Match Race

Eventseite Heizkörper Sailing Team

Rennen Hückstädt (GER) vs Zbroja (POL):

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