Maxi Yacht Rolex Cup: Traumyachten auf dem Traumrevier – Zwei deutsche Maxis vorne

Tradition siegt gegen Moderne

Die deutschen Yachten “Topaz” und “Momo” haben beim Maxi Yacht Rolex Cup vor Porto Cervo Siege eingefahren.

Die fünf Renntage der 29. Auflage des Maxi Yacht Rolex Cup beim Yacht Club Costa Smeralda (YCCS) sind mit spektakulären Segelbedingungen zu ende gegangen. Nach anfangs wechselhaften eher leichten Bedingungen wehte es mit 20 Knoten im Traumrevier vor Sardiniens Küste.

Die Supermaxi-Klasse mit Yachten von mehr als 30,5 Metern Länge stellte eine Ansammlung von Tradition und Moderne dar. Die klassischen Linien der drei J-Class Yachten – Topaz, Svea und Velsheda – gezeichnet in den 30er Jahren traten gegen die riesigen “My Song” und “Viriella” an, die Beispiele für das Design-Denken des 21. Jahrhunderts sind. Die Tradition setzte sich schließlich durch.

Die deutsche J Class “Topaz” von oben. © Rolex / Studio Borlenghi

© Rolex / Studio Borlenghi

Beide Typen sind auf einem Rennkurs eigentlich nicht zu vergleichen. Aber die Organisatoren versuchten es dennoch mit einer Handicap-Formel. Berechnet lagen die J-Class Yachten schließlich vorne, aber wichtiger für die deutsche “Topaz” mit dem America’s Cup Steuermann Peter Holmberg von den Virgin Islands, war der gewonnene Dreikampf gegen die gleichen Schwestern. “Topaz” konnte schließlich einen Punkt Vorsprung behaupten, nachdem sie in der vergangenen vollen Premieren-Saison noch nicht so stark gegen die Klassen-Konkurrenz ausgesehen hatte.

Nacho Postigo, der erfahrene spanische Navigator auf “Topaz”, würdigte die Leistung der Crew: “Bei Booten, die so ähnlich in der Geschwindigkeit sind, geht es um Präzision. Präzision im Vorfeld, um sicherzustellen, dass Sie mit voller Geschwindigkeit pünktlich am Start sind, und dann Präzision bei den Manövern. Die Taktik muss passen besonders beim Antizipieren der Situationen, und auch die Navigation muss so nah wie möglich an den Felsen vorbeiführen, ohne sie zu treffen.”

“Momo” siegt in der Maxi 72 Klasse. © Rolex / Studio Borlenghi

Das klappte auch besonders gut an Bord der “Momo” von Dieter Schön, der von seinem Taktiker Markus Wieser souverän zum Sieg geführt wurde. Trotz nur sechs Booten im Feld zählte dieser Triumph als Weltmeisterschaft-Titel. “Momo” gewann sechs von sieben Rennen und musste nur einmal “Cannonball” den Vortritt lassen, als sie an der Luvtonne von Konkurrent “Proteus” ausgebremst wurde.

Ergebnisse vom Maxi Yacht Rolex Cup

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