Mini Class: Jörg Riechers kämpft um das Podium – Plattbug “Lilienthal” funktioniert

Erster Härtetest

Jörg Riechers mit seinem neuen Plattbug. © Christophe Breschi

Jörg Riechers ist mit seinem Back-to-the-Roots-Projekt in der Mini 6.50 Klasse gut in Fahrt. Bilder vom ersten härteren Einsatz seines in Tunesien gebauten Plattbug Minis.

Der Hamburger Einhandsegler ist zu seinen Mini-Wurzeln zurückgekehrt. © Christophe Breschi

Bei der Trophee MAP, einer der wichtigsten Einhandregatten der Mini Class 6.50, trifft der Hamburger Jörg Riechers mit seinem neuen Boot erstmals auf die französische Elite der Szene. Die 220 Meilen Regatta vor der bretonischen Küste ist besonders im Mini-Transat-Jahr eine Pflicht-Veranstaltung für ernstgemeinte Angriffe auf den Titel bei der prestigereichen Atlantik-Regatta.

Insofern testet der Hamburger seine neue Konstruktion gegen die härteste Konkurrenz der Klasse. Und es läuft gut. 50 Meilen vor dem Ziel hat der 48-Jährige gute Chancen, auf Anhieb das Treppchen zu erklimmen.

Er liegt nahezu gleichauf mit den Plätzen drei und fünf. Sein Plattbug-Mini “Lilienthal” segelt auf Anhieb im Kreis der Besten mit. Das Design des Franzosen Etienne Bertrand, der ihm auch schon die schnelle “Mare” gezeichnet hatte, hält viel von dem, was es versprochen hatte.

Dabei ist das Potenzial des Neubaus so kurz nach dem Stapellauf längst nicht ausgeschöpft. So will Riechers noch Tragflächen installieren, die aber durch Regelbeschränkungen schwer in Fahrt zu bringen sind. Der Experimental-Mini “Arkema” mit Flügeln unter und auf dem Rumpf  segelt zurzeit auf Rang neun wenig beeindruckend. Und der Schweizer Simon Koster hat sie bei seiner “Eight Cube” erst einmal wieder abgebaut.

Das Feld bei der Trophee MAP. Riechers kämpft um das Podium.

Das Maß der Dinge ist aber auch bei der Trophee MAP der Franzose Ian Lipinski (36), der seit 2015 in 12 Rennen ungeschlagen ist. Der Mini Transat-Sieger in der Serienklasse stieg 2016 bei den Prototypen ein, kaufte das schnellste Boot der Szene, den Plattbug von David Raison, und verliert seitdem nicht mehr. Auch diesmal liegt er an der Spitze der Flotte von insgesamt 55 gestarteten Boote (15 Protos)

Tracker Trophee MAP

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Mini Class: Jörg Riechers kämpft um das Podium – Plattbug “Lilienthal” funktioniert“

  1. avatar Breizh sagt:

    Scheint für Jörg ja ganz gut gelaufen zu sein. Soweit man die MAP Internetseite versteht (alles etwas unübersichtlich/chaotisch, wie die Miniisten), reichte es wohl zu einem Podiumsplatz. Gratulation. Da ist einer wieder in seinem Element! Freut mich für ihn.
    Lipinski wieder mit einem Sieg. Er dominiert die Mini Szene gerade. Bin gespannt, wie sich seine Karriere weiterentwickelt. Er segelt ja schon eine ganze Weile Mini.
    Nach einer ordentlichen Mütze Schlaf wünsche ich guten Appetit bei eine

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