Mini Transat: Rekordbeteiligung mit 90 Booten – Bogacki und Witzmann am Start

Im kleinen Boot über den Teich

In weniger als drei Wochen starten am 22. September um 14:15 Uhr 90 Segler bei der 22. Ausgabe der Mini-Transat La Boulangère. Sie segeln zuerst von in La Rochelle in Richtung Las Palmas auf Gran Canaria und setzten dann am 2. November mit der zweiten Etappe das Rennen in die Karibik nach Le Marin auf Martinique fort.

90 Einhandsegler aus 13 Nationen werden die Herausforderung mit ihren 6,50 Meter kleinen Yachten in Angriff nehmen. Darunter befinden sich nur 12 Skipper, die bereits Erfahrung auf der Strecke haben, der Rest ist zum ersten Mal dabei. Acht Frauen sind am Start.

Morten Bogacki

Morten Bogacki bei seinem 1000-Seemeilen-Qualifier.© Jacques Vapillon

Der bisherige Teilnehmer-Rekord wurde 2007 mit 89 Skippern aufgestellt. Nun ist es einer mehr. Die größte Anzahl wurde möglich, weil die Organisatoren das Feld erweitert haben. Ansonsten ist im Hinblick auf die Sicherheit der Spielraum begrenzt.

Wie gewohnt ist das Feld in Prototypen und Serienyachten aufgeteilt. Die Protos sind mit einem Neigekiel ausgerüstet und weisen weitere Design-Merkmale entsprechend einer offenen Regel-Interpretation auf. Zwei Schiffe sind mit Tragflächen ausgerüstet. Die 68 Serienboote dagegen müssen deutlich strengere Vorgaben erfüllen.

Morten Bogacki. © Ralf Abratis

Die Regatta bringt seit 1977 alle zwei Jahre Segler unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Hintergründen zusammen. In diesem Jahr ist die jüngste Skipperin 18 Jahre jung (Violette Dorange) und der älteste Skipper 64 Jahre alt (Georges Kick).

Aus Deutschland sind zwei Segler am Start. Bei den Prototypen bewegt Morten Bogacki “Lilienthal”, mit dem Jörg Riechers bei der Mini Transat 2017 auf Rang zwei segelte. Der ehemalige 470er-  505er-Segler und angehende Arzt übernahm das Boot Anfang 2019 und belegte bei den letzten fünf Regatten die Plätze vier bis sechs. Wenn alles optimal läuft, hat er eine Chance, auf das Podium vorzustoßen.

witzmann, drachen

Hendrik Witzmann siegt mit Markus Koy und Henrique Anjos 2016 beim Grand Prix Guyader in Frankreich. © Ricardo Pinto

Hendrik Witzmann

Hendrik Witzmann. © minitransat

In der Serienklasse ist Hendrik Witzmann dabei. Er startet zwar offiziell unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate, wo er auch arbeitet, ist aber ein Ur-Berliner. Der ex Match-Racer, Soling-Segler und Drachen-Spezialist (EM-Vize 2015) wollte eigentlich schon 2017 beim Mini-Transat starten (SR-Interview). Er musste dann aber kurzfristig wegen beruflicher Verpflichtungen absagen.

Diesmal ist er besser vorbereitet und will mit seinem Pogo 3 von 2016 die Top Ten angreifen – und im Idealfall sogar die ersten fünf anpeilen. Sein bester Einhand-Platz war 2019 Rang acht bei der Marie-Agnès Péron Trophy im Feld von 50 Startern.

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *