Moth Euro Cup Wittensee: Schweizer Sieger – Erfahrungsbericht vom SegelReporter

"Big, big fun!"

2. Tag am Wittensee:

1. Tag am Wittensee

Die internationale Moth Flotte hat auf ihrer Europa Tour am Wittensee  gestoppt. Ein Schweizer gewann, SegelReporter Andreas John hat es sich auch gegeben, und bald kommt Phillip Buhl.

Moth Wittensee

Laser Champ Phillip Buhl mit seiner neuen Motte. © Carlo Mäge

27 Moth Piloten aus sechs Nationen sind beim fünften Act des Moth Euro Cup zwischen Rendsburg und Eckernförde auf dem Wittensee um die Tonnen gerast. Dafür hat Andreas John seine Motte wieder aus der Garage geholt und in den vergangenen Wochen auf der Elbe trainiert. Vor vier Jahren hatte er sich erstmals auf den Flieger gewagt.

Sein Fazit: “Leider war es erschreckend, wie wenig ich von meinen Übungsstunden unter klinischen Bedingungen dann tatsächlich im Wettkampf umsetzen konnte. Die Foilwenden, die inzwischen eigentlich funktionierten, klappten während der Regatta kaum, danach dann aber durchaus.

Moth Wittensee

Beste Moth-Bedingungen beim Euro Cup in Schleswig Holstein. © Martina Orsini

Es war tierisch böig und ich habe wieder sehr viel wieder gelernt. Besonders die Starts bei 5 Windstärken sind wie Krieg. Ich habe noch nicht den Mut, da einfach drauf zu halten. Einmal gab es eine Lücke und dann war ich am ersten Fass auc vorne dabei. Aber die Jungs geben dann schon noch mehr Gas downwind. Ich hatte immerhin 24,6 Knoten auf der Uhr, die Topleute aber über 27, wie sie sagten.

Dennoch macht es riesigen Spaß, das Segeln und Fliegen unter Regattabedingungen neu zu lernen. Die Komplexität ist einfach enorm aber BIG BIG FUN.” Am Ende wurde es Platz 15.

Moth Wittensee

Highspeed Wettkampf auf dem Wittensee. Der Großbaum des Franzosen (r.) setzt niedriger über dem Deck an. © Martina Orsini

Insgesamt waren 13 deutsche Boote waren am Start. Bester deutscher Segler war Maximilian Mäge auf Rang sechs vor dem Moth Urgestein Sven Kloppenburg. Der Schweizer Chris Rast, Olympia-Sechster im 49er 2008, gewann die vierte von fünf Eurocup Regatten und nahm den Siegerscheck von 1000 Euro in Empfang.

Besonders interessant war die Teilnahme des Franzosen Benoit Marie, der noch im vergangenen Jahr das Mini Transat Rennen über den Atlantik gewonnen hat. Marie segelt erst seit dem Frühjahr mit der Moth, hat aber schon intensiv an Veränderungen gearbeitet. Am Wittensee zeigte er einen kürzeren Mast und seitlich kippbares Rigg. Er segelte auf Rang neun.

Moth Wittensee

Kippmast. Mini Transat Sieger Benoît Marie kippt seinen Mast nach Lee und das Boot nach Luv. © Martina Orsini

Am Ende der Regatta sorgte der Auftritt von Laser Champ Phillip Buhl in der Szene für Aufsehen. Er packte die Mach II Motte des Briten Niel Baker (8. am Wittensee) auf das Autodach und fuhr damit nach Kiel. Auch Kumpel Erik Heil wird ein großes Interesse an dem Spielgerät nachgesagt. Sinn könnte es machen für die Olympia-Ambitionien. Jedenfalls gehört die 49er Konkurrenz aus Australien und Neuseeland auch zu den besten Moth Seglern der Welt.

Moth Ergebnisse

Deutsche Moth Klassenvereinigung

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Carsten Kemmling

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