Moth Worlds: Oracle und Artemis vor Neuseeland – Spektakuläres Finish bei den Flügel-Motten

Chance zur Revanche

Ein Video zeigt, wie eng es bei der Moth WM am Gardasee bei den bisher 205 gestarteten Booten zugeht. Die America’s Cup-Profis dominieren. Einem Geschlagenen könnte die Revanche glücken.

Tom Slingsby war beim America’s Cup in Bermuda neben Jimmy Spithill das Gesicht der  Niederlage beim Oracle Team USA. Der Taktiker leistete sich zwar keine großen Schnitzer, und dennoch blieb er gegen die Neuseeländer chancenlos.

Nun scheint der Laser-Olympiasieger von 2012 willens, die Chance zur Revanche zu nutzen. Bei der Moth WM treten die besten America’s Cup Segler mit nahezu gleichen Waffen gegeneinander an und können ihren Marktwert für zukünftige Cup Projekte definieren.

Peter Burling bereitet die Halse vor. © Martina Orsini

Sein Segel ist mit einem Stück Tuch bis auf das Trampolin verlängert. © Martina Orsini

Slingsby hat die ersten beiden Rennen in seiner Gruppe gewonnen, und dabei deutlich gemacht, dass er bei der Titelvergabe mitsprechen will. Dabei wird es für ihn eine Genugtuung sein, dass er nicht wieder permanent das Heck von Peter Burling sehen muss, der aber mit den Plätzen 2/3 aber durchaus auf Augenhöhe segelt.

Paul Goodison ltaucht frühzeitig vor der Halse nach Lee ab, um der Fliehkraft entgegen zu wirken. © Martina Orsini

… Danach klappt er mit einem Ruck am Baum die Latten auf die neue Lee-Seite. © Martina Orsini

Slingsbys größte Herausforderung kommt aber offenbar von einem alten Widersacher, dem britischen ex Laser-Kollegen Paul Goodison. Der holte 2008 olympisches Laser-Gold und erinnert Slingsby an seine größte Niederlage dort in China, als der Top-Favorit nur 22. wurde. Auch der Artemis-B-Boot-Mann möchte beweisen, dass er immer noch zu den Besten gehört und startete mit zwei Rennsiegen im direkten Duell mit Burling.

Burling und Goodison im Zweikampf. © Martina Orsini

Ex Weltmeister und Artemis-Steuermann Nathan Outteridge hat schon einen Ausfall nach einem gebrochenen Stag zu verzeichnen. Das zweite Rennen gewann er, profitierte aber von einem Fehler von Ben Paton (Video oben) kurz vor der Ziellinie.

Aus deutscher Sicht liegt Fabian Gielen am besten auf Rang 38. Der erfolgreiche Taktiker vom Segel-Bundesliga-Team aus Lindau startete mit den Plätzen 14/8 und kämpft um einen Platz in der Gold-Fleet für die Top 50 Boote.

Philipp Buhl hat sein erstes Moth-Rennen auf Rang 27 beendet. Zum zweiten trat er nicht an. Er hat offenbar mit dem Material zu kämpfen. Sein aktueller Laser-Gegner Tom Burton beschäftigt sich schon länger mit dem High-Speed-Gerät und belegte immerhin im ersten Rennen Rang zwei.

Ergebnisse Moth Worlds 2017

Event website

Nicht immer fliegen die Motten über dem Wasser. © Martina Orsini

 

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Carsten Kemmling

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