Video: Segeln mit dem Moth-Wing. Schnell ist er noch nicht.

Motten-Flügel zu langsam?

Seitdem der Brite Adam May den ersten Flügel für die Motte konstruiert und der amerikanische Weltmeister Bora Gulari mit einer eigenen Konstruktion nachgezogen hatte, wird seit Monaten unter den Mottenseglern diskutiert, ob diese Entwicklungen nicht zu weit gehen.

Nach einer Abstimmung in der Klasse wurde der Einsatz des Flügels erlaubt. Aber nun scheint Gulari bei der am 8.1.  im australischen Belmont beginnenden Moth Weltmeisterschaft den Flügel gar nicht segeln zu wollen. 115 Boote aus zehn Nationen sollen am Lake Macquarie starten.

Es kursiert ein Video auf den Internetseiten, das den US Segelprofi Charlie McKee beim Training mit dem Flügel zeigt. Besonders schnell sieht er noch nicht aus. Deshalb rätselt die Fachwelt, ob der Flügel noch nicht ausgereift ist, oder ob Gulari aus Fairness Gründen auf die teure Entwicklung verzichtet.

Bei der australischen Meisterschaft segelte er aber auch mit seinem Softsail noch nicht überzeugend. Er wurde enttäuschender achter, während 49er Champ Nathan Outerridge bei fünf von sechs Rennen siegte. McKee wurde mit dem Flügel 42. Das sieht auch noch nicht überzeugend aus.

Dagegen segelte Laser Weltmeister und Rolex Weltsegler des Jahres Tom Slingsby bei seinem Moth-Auftritt stark mit 5/10/3/3. Er hatte aber zwei Ausfälle in der Wertung.

Ergebnisse Australische Meisterschaft
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Carsten Kemmling

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