Nacra 17 Kampagne: Nahid Gäbler plant mit 49er Star Nørregard

Gäbler für Dänemark?

Der dänische Bronzemedaillen-Gewinner im 49er Allan Nørregard bereitet einen Wechsel in die Nacra 17 Katamaran-Klasse vor zusammen mit Roland Gäblers dänischer Ehefrau Nahid.

Gäbler

Nahid Gäbler wurd mit Ehemann Roland in diesem Jahr Tornado Europameister. © Martina Barnetova

Der dänische Segler Verband berichtet, dass Nørregard, der bei der aktuellen 49er EM als zweitbester Däne auf Platz 12 landete, in den nächsten Monaten den neuen olympischen Katamaran ausprobieren wird.

Nørregard erklärt: “Die Gäblers hatten geplant, selber in die neue olympische Mixed Klasse einzusteigen, aber Roland ist zu schwer für den Nacra 17. Deshalb fragten sie mich, ob ich das Boot mit Nahid teste. Roand wäre dann unser Coach.”

Thomas Jacobsen, Sportdirektor des dänischen Verbandes, unterstützt die Idee. “Die Gäblers haben schon ein Boot und wenn man ihre Erfahrung in Betracht zieht, dann ist es eine einzigartige Möglichkeit, auf höchstem Level in die Klasse einzusteigen.”

Nahid Gäbler

Frau Gäbler hängt sich seit einigen Jahren auf dem Tornado voll rein. © Martina Barnetova

Nørregard selber segelte von 2006 bis 08 Tornado, verpasste aber die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Nach der 49er Bronzemedaille in Weymouth verlor er seinen Vorschoter Peter Lang an den 49er Olympiasieger 2008 Jonas Warrer, der nun ein schwieriger Gegner bei der Qualifikation für Rio werden dürfte. Bei der 49er EM wurde das neue Paar gerade auf Platz fünf.

Roland Gäbler sagt zu der neuen Entwicklung gegenüber SegelReporter: “Ich mag den N17 nicht und bin zudem zu schwer.” Die endgültige Entscheidung über die neue Formation solle aber erst am Wochenende fallen.

STG Gesamtkoordinator Joachim Hellmich erklärt auf Nachfrage: “Roland ist und bleibt für die Zukunft ein äußerst kompetenter und wichtiger Partner. Allen war klar, dass er zusammen mit Nahid im Nacra erst beweisen muss, dass er dem neuzeitlichen Druck auf olympischer Ebene gewachsen ist. Dennoch haben wir ihm vor dem Hintergrund seines zweigleisigen Potentials eine Mitgliedschaft im Audi Sailing Team Germany zugesagt.
So sind wir dann ab dem 01.01.2013 gemeinsam losmarschiert.

Gäbler

Immer eine Kufe hoch. Die Gäblers haben sich voll dem Katamaransegeln verschrieben. © Martina Barnetova

Persönliche Gründe und Ereignisse haben Roland dann schon im frühen Jahr daran gehindert Palma und Hyeres zu segeln. Roland hat dann konsequent gehandelt und kommuniziert und vorerst den Rückzug von der Kampagne erklärt. Dementsprechend haben wir unsere Beziehung wieder gelöst aber nicht aufgelöst.

Dabei hat Roland Züge bewiesen, wie ich sie mir von vielen wünschen würde, die von sich in Anspruch nehmen professionell und partnerschaftlich zu agieren. Wir rechnen weiter fest mit Rolands Unterstützung für Rio 2016.”

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Carsten Kemmling

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15 Kommentare zu „Nacra 17 Kampagne: Nahid Gäbler plant mit 49er Star Nørregard“

  1. avatar SR-Fan sagt:

    Na, da hat Nahid aber Glück gehabt, dass Roland der Nacra nicht gefällt – sonst hätte SIE noch abnehmen müssen 😉

    VG

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    • avatar Segler+80kg sagt:

      Is schon irgendwie bedenklich, wenn es keine Bootsklasse(+2) mehr gibt, wo man als nicht magersüchtiger Mann noch mitsegeln darf bzw. kann! Diese Tendenz weitet sich auch immer mehr im nationalen Bereich aus! Wird sicher positiv für die Meldezahlen der nächsten Jahre beitragen…

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      • avatar SR-Fan sagt:

        Das wird dann wohl auf Vater/Tocher-Klassen rauslaufen 😉

        VG

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        • avatar Schmunzelnde Segelmutti sagt:

          Eher wohl Mutter / Sohn Konstellationen. Ein über 80 kg schwerer Vater müsste mit einer höchsten 60 kg leichten, großen Tochter auf einem Nacra 17 segeln. Unwahrscheinlich!

          Also Mütter auf in die olympischen Startlöcher! Weg vom Brote schmieren und Trailergespanne durch die Republik kutschieren! Segelt mit euren Jungs!

          Dies’ wäre ja mal neu, medial gut ausschlachtbar und passt ausgezeichnet in den Gender Schnickschnack! 😉

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  2. avatar Heini sagt:

    “bin zu schwer”

    Wie viel zu schwer denn? Vielleicht könnte man für eine Olympia-Teilnahme auch mal 10 – 15 kg abspecken? Wenn man denn wirklich will…..
    Tony Kolb musste damals als Starboot-Vorschoter auch kräftig draufpacken, sah zwischenzeitlich aus wie ein Michelin-Männchen.
    Zu schwer – m.E. eine faule Ausrede.

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    • avatar Scheibenwischer sagt:

      Ja, schade, scheinbar kein Biss mehr vorhanden. Hätte gern mal gesehen, wie jemand, der aus der ausgebombten Tornadoklasse kommt, mal gegen richtige Konkurrenz aussieht. Da hat jemand wohl vorzeitig der Mut verlassen.

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      • avatar dubblebubble sagt:

        Könnte mir vorstellen, daß Herr Gäbler einen Großteil dieser “Richtigen Konkurrenz” einhand auf einem N17 in Schach halten würde.

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  3. avatar Backe sagt:

    “Dabei hat Roland Züge bewiesen, wie ich sie mir von vielen wünschen würde, die von sich in Anspruch nehmen professionell und partnerschaftlich zu agieren.” Täusche ich mich, oder ist der vorletzte Satz im STG-Statement wieder ein Seitenhieb auf Buhl und Co.?

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    • avatar Christian sagt:

      darauf kannst du wetten… wobei da noch ein paar mehr mit gemeint sein dürften als nur Buhl.

      An einem solchen Satz wird man freilich auch seinen Urheber messen.

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      • avatar dubblebubble sagt:

        O.a. Zitat dürfte wohl eine freudsche Fehlleistung des STG-Rhetorikers gewesen sein. :-))

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    • avatar Heiko Kröger sagt:

      nicht gleich hinter jeder Ecke was böses vermuten;-)
      Roland ist ein sehr professioneller Segler, der sehr genau einschätzen kann, was geht und was eben nicht. In einem Team kann mann langfristig nur erfolgreich arbeiten, wenn man mit komplett offenen Karten spielt und genau das tut Roland.
      Wer selbst mal 20 gewesen ist, weiss, dass man solche Professionalität erst lernen muss.
      Jocky´s Statement ist also eher positiv in Richtung Roland als negativ in Richtung Jungspunde zu lesen.

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  4. avatar Eberhard sagt:

    Allen Respekt fuer Rolands Entscheidung .

    aber auch allen Respekt fuer die Entscheidung des Commitees !
    der Nacra 17 ist einfach “state of the art ” und ideal fuer mixed teams weltweit !
    Wenn ich als Europaer mit einem F18 und meiner Frau segle bring ich leider keine 120kg ins Trapez , Ab 14 Knoten Wind sind wir gnadenlos langsam weil ich ganz einfach ” aufmachen ” muss . fuer jeden Sport gibt es ein Optimum an Kkoerpergroese und Gewicht . Mann kanns nicht jedem recht machen. Bei bestem Talent hat man mit 1,70m im Basketball auch nichts zu suchen !
    Es ist mehr als bemerkenswert wenn ein begnadeter Segler wie Roland daraus die Konsequenzen zieht !
    wuensche allen Dreien viel Erfolg

    Eberhard

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  5. avatar Jörg sagt:

    Ich glaube Roland mag einfach keinen Helm tragen.
    Und vielleicht mag er auch nicht schwimmen – um das Boot wieder aufzurichten.
    Der ist einfach verwöhnt – vom Tornado.
    Hat eigentlich mal jemand überlegt, wie das Gender gedöns in unsere Grundrechte reinpasst. Wie kann man vorschreiben, daß eine Person sich ihren Mitsegler aus nur einem Teil der Bevölkerung aussuchen darf?
    Und was ist mit operierten, oder aus irgendwelchen Gründen nicht definierbaren Personen?
    Sind die ausgeschlossen ? Also nicht gleichberechtigt?
    Und vor wem sollen sie die Hosen runterlassen?

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Ich finde es auch etwas unvorteilhaft, daß “Mixed” Vorschrift ist. Hat sicher etliche Teams auseinandergerissen.
      Auf der anderen Seite, was würde passieren, wenn z.B. beim Frauenfußball wegen der “Gleichberechtigung” auch Männer antreten dürften? 😉

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