Gute Nachrichten aus Japan für Heide und Erich Wilts von “Freydis”

"Freydis" lebt!

Die Stahlyacht "Freydis" hat den Tsunami überlebt und sitzt auf einem Felsen fest.© Wilts

Heide und Erich Wilts haben nach der gestrigen Nachricht über die verschwundene und vermutlich zerstörte „Freydis“ nun Informationen erhalten, dass ihre bekannte, rote Yacht gefunden wurde.

Der japanische Segeljournalist Kann Ando hat Fotos von einem Leser erhalten, die „Freydis“ auf einem Felsen zeigen. Das Schiff soll nur geringe Schäden aufweisen.

Es sei etwa vier Kilometer nach Nord-Osten gespült worden und vor Misaki, Onahama, Iwaki City aufgelaufen. Der Ort liegt etwa 50 Kilometer südlich des beschädigten Atomkraftwerk in Fukushima.

Es ist geradezu unglaublich, dass sich die Japaner angesichts des Horrors im Land um eine deutsche Segelyacht kümmern. Das Foto stammt von einem Japaner, der durch das Unglück obdachlos geworden ist. Auch Journalist Ando verliert nur wenige Worte über die persönliche Lage: “Die Situation in Japan ist ernst…”

Aber diese Aussage deckt sich mit den Bildern aus Japan, die geduldige Menschen zeigen, die geradezu stoisch ihr Schicksal ertragen.

"Freydis" ist von der Sun-Marina Richtung Nordosten gespült worden und liegt etwa 50 Kilometer südlich des zerstörten Atomkraftwerkes. © Wilts

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Carsten Kemmling

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25 Kommentare zu „Gute Nachrichten aus Japan für Heide und Erich Wilts von “Freydis”“

  1. Pingback: Freydis gefunden ! » www.finn-dinghy.de

  2. avatar sven sagt:

    Nun was ist an der Nachricht gut ?

    Die Yacht liegt in einer verstrahlten Zone, und das auf unbestimmte Zeit.

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  3. avatar sven sagt:

    im Bericht steht 50 Kilometer südlich des beschädigten Atomkraftwerk in Fukushima.

    Nach Angaben des japanischen Fernsehsenders NHKV sei die radioaktive Strahlung vor dem Akw Fukushima Daiichi auf das 1529-Fache des normalen Werts gestiegen

    wer also soll sich da um eine alte Yacht kümmern ?

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    • avatar stefan sagt:

      …die Frage ist halt, in wie weit “vor Fukushima” mit der Distanz von 50 km in Zusammenhang steht. Noch habe ich nichts gehört, dass in dieser Distanz die Werte nennenswert gestiegen sind.

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      • avatar Minnisemmel sagt:

        In der Spiegel Online kann man lesen, dass vereinzelt im Reaktor Werte von 400Milisievert gemessen worden sind.
        Ein Mensch kann 250Millisievert ohne nachweisbare Schäden verkraften.
        Ob in 50 km Entfernung noch zu starke Strahlung vorhanden ist müsste man messen.
        Die Strahlung nimmt ja nach dem Abstandsgesetz ab.
        Dann ist noch die Frage der Aufenthaltsdauer. Denn man muss sich bei einer Strahlung von 250 Millisievert immerhin eine Stunde lang dort aufhalten.
        Somit kann man das pauschal überhaupt nicht sagen! Man muss vor Ort entscheiden.

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        • avatar Andreas Ju sagt:

          Stefan & Minnisemmel: Für mich seid ihr total balla-balla! In die Region zu fahren, um ein Schiff zu bergen, ist in absehbarer Zeit doch wohl definitiv keine Option. was soll der Quatsch mit “vor Ort entscheiden” und der Diskussion um die Relativität von 50 Kilometern, Millisievert und so. Abgesehen davon dürfte man demnächst kaum dorthin kommen und schon gar nicht wieder zurück. Höchstens mit einem verstrahlten Schiff. Ich empfehle: Mal wieder lüften, bevor die Hirnschmelze ganz vollzogen ist!

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          • avatar Minnisemmel sagt:

            Eine Diskussion will und werde ich bestimmt nicht mit balla balla und Hirnschmelze weiterführen. Das würde das hohe Niveau dieser Zeitung schmälern.
            Also wenn Kommentar, bitte in zivilisiertem Deutsch!

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  4. avatar Peter sagt:

    … auf diese Diskussion bin ich nun aber gespannt! Grüsse Peter

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  5. avatar Marc sagt:

    10000 Menschen tot, aber immerhin die Yacht ist nur leicht beschädigt. Das sind wahrlich gute Nachrichten *ironie aus*

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  6. avatar sven sagt:

    Diskusion……………..nicht von meiner Seite,
    wenn Stefan der Meinung ist, dort ist alles Safe, und er den Aussagen der verantwortlichen vor Ort traut, kann er gern vor Ort beim bergen helfen. 🙂

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  7. avatar jorgo sagt:

    Ich würde sagen:
    Die beste Nachricht ist doch, das dort niemand an Bord war/ist.
    Was ist denn ein berühmtes Schiff gegen als das Elend????
    Wenigstens die Wilts`s sind in Sicherheit – sonst ist es in der Gegend dort wohl auf unabsehbare Zeit niemand. Das ist doch schier unglaublich schrecklich!
    Atomkraft? Nein danke!

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    • avatar Marc sagt:

      Dann wäre es in Deutschland aber ziemlich dunkel. Im Moment können wir einfach nicht aus der Atomkraft aussteigen. Irgendwo müsste der Müll der Kraftwerke dann auch gelagert werden.

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      • avatar stefan sagt:

        …es will ja auch kein vernünftiger Mensch “sofort” aussteigen. Aber es erzeugt keinen Engpass JETZT die ältesten 7-8 Kraftwerke abzuschalten. Genau so wie es Frau Merkel heute verkündet hat. Deutschland produziert ca. 50% mehr Strom als es in Spitzenzeiten verbraucht. Wir sind ein Stromexportland und nicht auf Importe angewiesen, wenn wir die ältesten Kraftwerke abschalten.

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      • avatar Peter sagt:

        In Deutschland wird lediglich 22% des Stroms aus Atomkraft gewonnen. Und von diesen 22% wird ein Grossteil exportiert. Wir brauchen ihn also nicht einmal vollständig um unseren Bedarf zu decken. Wenn die Transportkapazitäten für die erneuerbaren Energien endlich zügig ausgebaut würden und wir alle nur ein wenig mehr Strom sparen würden (10-15% sind doch durchaus erreichbar) bräuchten wir die Atomtechnolgie tatsächlich nicht mehr. Ist das nicht des Nachdenkens wert?
        p.s. Die Wilts sind in Sicherheit – das ist doch wohl wichtig. Ohne Zweifel sind sie traurig über das Schicksal ihres Schiffes ( vielleicht holt SR mal einen Kommentar bei ihnen ein um dieses unselige und lächerliche Gezänk zu beenden?). Aber Trauer um ein Schiff ist wohl kaum vergleichbar mit dem was die unglücklichen Japaner derzeit erleiden müssen.

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  8. avatar jorgo sagt:

    Atomkraft? Nein Danke! Dafür habe 1979 in Itzehoe eine ungemütliche Nacht im Knast verbracht. Heute weiß ich mehr denn je warum. Heute denke ich: Schade, dass ich mit meinen schon immer “gefühlten” Bedenken Recht habe. Mir wäre es weitaus lieber jetzt als Spinner dazustehen! Die bittere Realität ist:
    Es ist ein “Teufelszeug” und nicht beherrschbar! Wer will da heute widersprechen?
    Das Argument Dunkel betreffend: In Japan ist es nicht nur dunkel! Dunkelheit ist nicht das Schlimmste….

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  9. avatar Owe Jessen sagt:

    Ich habe zwiespältige Gefühle bei dieser Nachricht – ich freu für mich für die Eigner, ich bin erstaunt, dass Japaner in dieser Situation sich überhaupt um etwas so unwichtiges kümmern, aber es widerstrebt mir auch, in diesem Leid diese Nachricht wirklich eine Gute zu nennen. Dieser Bericht des FAZ-Reports, der nach Korea ausweicht, beschreibt wohl die komische Situation auch sehr gut: http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~ED12558E9CCF8417D92DA453FC088ECC1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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  10. avatar Physiker sagt:

    Also wenn sich Unkenntnis mit Polemik mischt… gute Nacht Deutschland.
    Sicher das Geschehen in Japan ist tragisch und die Ereignisse dramatisch. Der Bericht über das Auffinden eines alten Schiffes mag für manche das Nebensächlichste der Welt sein, OK. Dann klickt Euch nicht durch Internet und bemitleidet Euch und die Welt, sondern helft, wenn ihr nicht gerade vor Mitleid zerfliesst.
    Für die Wilts ist es sicher eine grosse Freude, wenn Sie Ihren Lebenstraum vielleicht weiter leben können.

    … und wer sich wieviel Stahlung aussetzt, da sollte man sicher vorsichtig sein, aber wenn der Wind aus SüdWest weht und die Strahlung AM Kraftwerk hoch ist, ist Sie das sicher auch im Nordosten (auf dem Meer) aber nicht zwangsläufig im Süden (trotz “Abstandsgesetz”!). Ich rate mal allen ein bißchen über ALPHA-, Beta- und GAMMA-Strahlen zu googlen, das soll schon manchem erhellende Erkenntnisse gebracht haben.

    Ja und ich halte Atomkraft unter den gegebenen Umständen des Profitstebens der Stromkonzerne auch nicht für sonderlich sicher und unsere Regierung (besonders Musterschüler Röttgen) in dieser Frage für verspätete Karnevalsknaller.

    Ach und Minisemmel, Du googlest bitte noch das Millisievert und den Unterschied zwischen Dosis und Bestrahlungsstärke oder Intensität.

    Schönen Abend noch …

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Was willst du damit sagen? Warten auf stabilen Südwest, schnell nach Tokio fliegen, das Boot bergen und dann ab Richtung Süden weg von Fukushima? Innerhalb von 30 Kilometern sollen alle in ihren Häusern bleiben und diese Luftdicht verriegeln. Das hat in Japan sicherlich nichts mit Panikmache zu tun. Und 20 Kilometer weiter soll bei Südwest plötzlich alles paletti sein? Das finde ich eine mutige akademische These.

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    • avatar Minnisemmel sagt:

      Vielen Dank für Deine netten Tipps mit Google.
      Nur denke ich, da ich beruflich damit auch etwas zu tun habe, den Unterschied zu kennen.
      In meinem Beitrag habe ich nur darauf hinweisen wollen, dass sich diese Problematik nicht pauschal lösen lässt. Man benötigt mehr Informationen, die man vor Ort sicher besser einschätzen kann als hier am Schreibtisch.

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  11. avatar jorgo sagt:

    Kenntnis:Unkenntnis???? Jegliche seriöse Einschätzung ist unmöglich! Für das, was gerade Eintritt gibt es keine “Blaupausen” in keiner Schublade jedes noch so studierten Experten. Wir können nur noch zuschauen und hoffen(und uns Gedanken über unser Verhältnis zur Technik machen).
    Kein ernsthafter Mensch wird heute bestreiten, das ein Unfall (UN-Fall – nicht Normal-Fall!) in jedem AKW der Welt möglich ist. Die Folgen sind verheerend und unberechenbar genauso wie das Wetter).
    Ich bleibe dabei: U.U. ist das eine unbeherrschbare Technologie. Murphy`Law!

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  12. avatar Sven sagt:

    Was für eine ehlendige disskussion !! Völlig egal ob die Yacht noch da ist oder Ob sie verstrahlt ist oder nicht………………….da Sind 10.000 Menschen gestorben und viele Tausende werden es noch werden und noch mehr wetrden Krank werden!!!! …wo werden hier die Maßstäbe angelegt?

    @ Mark : Ja der Müll muss gelagert werden für die nächsten 20.000 Jahre (nur mal zum vergleich,das ist 10x Jesus geburt bis heute !!!!) Wer kann denn behaupten das man es sicher lagern kann in diesem Zeitraum….kann einer sagen was in 50Jahren ist oder in 400 odr in 7.ooo Jahren !! Wir brauchen nicht noch mehr von dem Müll sondern wir müssen uns das Licht ausmachen !

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  13. avatar jorgo sagt:

    Jawoll! Elendige Diskussion!

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  14. avatar Michaela sagt:

    Heute beim Frühstückskaffee trug es sich zu, dass ich in unserem Haus- und Hofblättchen (WAZ) blätterte, welches wahrlich nicht als Zeitung des Segelsports von sich reden macht, und einen Artikel über die Freydis entdeckte, der sich tatsächlich über eine komplette Seite erstreckte. Es scheint mir doch so, dass segelreporter.com mit seinem Bericht frühzeitig den Nerv eines breiten Publikums getroffen hat und dieser durchaus seine Berechtigung hat, entgegen anders lautender Kommentare. Ich für meinen Teil nutze segelreporter.com aber auch nicht, um mich über tagesaktuelle Themen sondern um mich über die Segelszene zu informieren. Hört sich komisch an, ist aber so. (Leider habe ich den Artikel online nicht gefunden)

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  15. avatar jorgo sagt:

    Ja, das ist interessant! Unser kleines Leben geht irgendwie weiter. Wir können (oder wollen?) es einfach nicht fassen, wie lächerlich das eigentlich ist angesichts dieser Gewalt – entfacht durch ein Naturereignis und grenzenlos übertroffen durch die (von Menschen gemachte) Kernschmelze.
    Und doch ist es so, dass unser Leben eben irgendwie weitergeht… gerne mit träumen vom Segeln und dem Schicksal berühmter Schiffe.
    Bestimmt sind noch mehr Fahrtensegler in der Region. Wie es Denen wohl gerade geht? Ob die überhaupt medial so (un-)informiert sind wie wir?
    Als Tschernobyl hochging lagen wir mit unseren zwei kleinen Kindern an Bord in der Nähe von Sevilla vor Anker. Zufällig in der einzigen Ecke Europas, wo kein Fall-out war. Welch ein Glück! Es gab noch kein Internet und wir hatten den Unfall erst Tage später zufällig erfahren – durch Flüchtlinge aus Deutschland: Scharen von Müttern und Väter mit Ihren Säuglingen und Kleinkindern waren plötzlich am Strand der Algarve und umliegend mit besorgten Mienen zu treffen. Sie wollten Ihre Kinder einfach mal wieder Draussen spielen lassen.
    Unsere Reise war eigentlich gerade an einem Tiefpunkt angelangt – wir wollten aufgeben, zurück . Plötzlich erschien uns unser alter englischer Kat wieder wie das Paradies auf Erden…. .
    Es hängt eben doch Alles mit Allem irgendwie zusammen – auch Glück und Unglück.
    Segelsport und tagesaktuelle Themen.

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