Neues Offshore-Duo: Robert Stanjek und Jörg Riechers

Stanjeks Debut

Robert Stanjek war 2014 noch knapp an der Volvo Ocean Race Qualifikation für Brunel gescheitert. Nun verbessert er seine Ausgangsposition und segelt mit Jörg Riechers Class 40.

Riechers, Stanjek

Deutsches Hochsee-Duo, Robert Stanjek (l.) und Jörg Riechers

Fehlende Langstrecken-Erfahrung war einer der Hauptgründe, warum Robert Stanjek es nach einer harten, intensiven Testphase nicht in das Volvo-Ocean-Race-Team von Bouwe Bekking geschafft hat. Aber daran lässt sich arbeiten. Denn die Träume von der Um-die-Welt-Regatta sind nach wie vor lebendig.

Um die eigenen Pläne für ein deutsches Team ist es zwar sehr ruhig geworden, aber Bekking will wohl wieder ein niederländisches Team an den Start bringen und für einen Starboot-Weltmeister und Olympia-Sechsten mag es auch weitere Optionen geben.

Riechers, Stanjek

Robert Stanjek auf ungewohntem Terrain beim Class 40 Segeln.

Der deutsche Segel-Profi verdient inzwischen sein Geld häufig in der Drachen-Szene, wo auch ein Jochen Schümann an den Schoten zieht. Aber die Langstrecke ist sein Ziel. Dafür kloppte er auch schon Meilen auf den Swan 60s auf der Ostsee beim Nord Stream Race.

Da ist die Kooperation mit Jörg Riechers ein logischer Schritt. Der Hamburger ist einer der erfolgreichsten deutschen Hochseesegler und wollte eigentlich als erster Deutscher bei der im November startenden Vendée Globe dabei sein. Er war mit der Teilnahme beim Barcelona World Race auf einem guten Weg. Aber nach dem Ausstieg seines langjährigen Sponsors Mare musste der Einhandsegler seine Pläne begraben.

Riechers, Stanjek

Jörg Riechers ist wieder auf See

Nun sind die beiden zusammen gut sieben Tage lang beim Normandie Channel Race unterwegs und müssen 1000 Meilen am Stück bewältigen von Cean Frankreich hoch nach England, über Irland und über den Atlantik zurück nach Caen. Stanjek gibt bei dieser Regatta sein Shorthand Debut.

Die beiden sind auf der Class 40 “Matouba” unterwegs, die Riechers schon einmal für zwei Jahr gechartert hatte. Das Schiff hat aber schon sieben Jahre auf dem Buckel und gehört nicht mehr zu den Schnellsten der Flotte. Dennoch haben sich die beiden Deutschen bei ihrer gemeinsamen Premiere einen Top-Fünf-Platz beim Channel Race vorgenommen.
Nach der Passage des Solents segeln sie allerdings vorerst auch im Mittelfeld der 27 Yachten. Zurzeit liegen sie auf Rang 18 mit einem Rückstand zur Spitze von 17 Meilen. Die Deutsch Französin Isabelle Joschke steuert mit der Hochsee-Legende Alain Gautier (54), Vendée Globe-Sieger 1992, auf Platz acht.

Tracker Normandie Channel Race 2016

Riechers, Stanjek

Das deutsche Boot “Matouba” segelt nach der Passage des Solents auf Rang 18.

Riechers, Stanjek

Der Kurs beim Normandie Channel Race

 

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Neues Offshore-Duo: Robert Stanjek und Jörg Riechers“

  1. avatar Breizh sagt:

    Weiß einer, weshalb Anna Maria Renken nicht dabei ist (konnte sie im Teilnehmerfeld nicht finden)? Schließlich war sie in diesem Jahr ja die bisher erfolgreichste Class 40 Seglerin aus Deutschland.

    Sonst ein sehr interessantes Teilnehmerfeld. Insbesondere bin ich auf das Abschneiden von Jörg Riechers und Robert Stanjek gespannt. Wie das Siegen auf dem Kurs geht, weiß er ja.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 2

  2. avatar KateDee sagt:

    Drücke den rechten Daumen für HH-B!!! An die 5 heranzukommen!???

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