Normandy Channel Race: “Mare” übernimmt knappe Führung

"Segel-Schoner" geben auf

Jörg Riechers hat sich beim Normandy Channel Race in der Nacht auf einer harten Kreuz nach Lands End an die führenden Franzosen herangearbeitet und seit den Morgenstunden die Führung übernommen.

Sebastien Rogues

Sebastien Rogues gab mit dem neuen Mare Schwesterschiff auf, weil er seine Segel schonen wollte. © JEAN-MARIE LIOT

Der Vorsprung des Mare Teams mit Pierre Brasseur betrug schon zwei Meilen, aber die gegnerischen Franzosen Nicolas Jossier/Alexandre Toulorge sind bei der Rundung von Guernsey wieder bis auf 0,8 Meilen  herangekommen. Beruhigend ist nur, dass die vermeintlich stärksten Gegner Malbire/Merron zehn Meilen zurück liegen.

Müller von Blumencron/Herrmann sind knapp 30 Meilen achteraus auf Rang sechs platziert und haben noch den Fünften im Visier. Sie müssen sich aber auch dreier weiterer Yachten erwehren.

"Mare" hat die Führung übernommen

“Mare” hat die Führung übernommen vor der Rundung von Guernsey, “Red” liegt knapp 30 Meilen zurück auf Platz sechs.

Inzwischen sind nur noch 11 von 20 Startern im Rennen. Dabei hören sich die Ausfallgründe ziemlich abenteuerlich an. Probleme mit den Maschinen, Segeln, Wanten und Autopiloten sollen die Gründe sein. Einige geben aber zu, dass es zu windig war. Sie wollten ihre Segel schonen.

Besonders die Mitfavoriten Sebastien Rogues/Ludovic Aglaor (“GDF SUEZ”) und Bruno Jourdren/Thomas Ruyant (“Norma Concept – Le Pal”) sorgten für Aufsehen, als sie gemeinsam nach Plymouth abdrehten. Rogues äußerte sich, er würde es hassen, seine brandneue Mach 40 den erwartet brutalen Bedingungen auszusetzen und die Saison in Gefahr zu bringen.

Verkürzter Kurs beim Normandy Channel Race.

Der verkürzte Kurs beim Normandy Channel Race. Hinter Guernsey wird es noch einmal kompliziert. Aber “Mare” liegt vorne.

Bruno Jourdren führte technische Probleme mit dem Ballasttank an, gab aber ebenfalls zu, dass er den einzigen Satz Segel für die Saison nicht aufs Spiel setzen wollte. Das Ziel für 2013 sei eben ein gutes Abschneiden beim Atlantik Rennen Transat Jacques Vabre. Der Start erfolgt Anfang November.

Für das Mare Team wird es jetzt noch einmal eng unter der französischen Küste. Die Strömungen und der Süd-Wind über Land öffnet noch einige Überholspuren. Am frühen Donnerstag Morgen soll die Entscheidung gefallen sein.

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „Normandy Channel Race: “Mare” übernimmt knappe Führung“

  1. avatar Manfreyd sagt:

    Warmduscher!!!!

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  2. Die Leistung von Jörg Riechers und seinem Co-Skipper in dem hochklassigen Feld halte ich für faszinierend und bewundernswert. Und die gleiche Hochachtung für Mathias und Boris. Jeder, der hier kommentiert, sollte sich fragen, ob er in ähnlicher Situation schon einmal auf See in einer Regatta gesegelt hat.

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    • avatar TBC sagt:

      Kommentieren kann ja wohl jeder, egal, ob er schon mal an einer Regatta teilgenommen hat oder nicht, nur beim kritisieren könnte man vorsichtig sein. Kritisiert hat hier aber keiner, also was soll uns dein Kommentar sagen? Faszinierend und bewundernswert……aha.

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  3. avatar G54 sagt:

    Also echt, wenn ich mich auf ein Rennen in dem Revier einlass, dann geb ich nicht auf um die Segel zu schonen!

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  4. avatar ? sagt:

    möp möp, der mare express ratert richtung ziel und wird fahrplanmäßig als erster ankommen 😉
    11,4 NM vorsprung momentan

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  5. avatar Jan-X sagt:

    Glueckwunsch an mare! Sie ging in der Nacht als erste ueber die Linie

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  6. avatar Breizh sagt:

    Gratulation an Mare aber auch an Red.

    Jetzt bin ich auf Erlebnisberichte gespannt. Insbesondere die Meinung der Beteiligten zur Verkürzung der Strecke, den Tidenherausforderungen aber auch zum Miteinander zwischen den beiden deutschen Booten. Sprechen Jörg und Boris überhaupt miteinander bzw. tauschen sie sich aus?

    An Beide weiter so!!!!

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