Ocean Race: Mirpuri lockt mit 30.000 Euro Preisgeld – Vollgas für eine bessere Welt

Unter Vollzeug

Falls das Ocean Race tatsächlich 2021 wie geplant über die Bühne gehen sollte ist schon jetzt klar, dass der Favorit in der VO65 Onedesign-Klasse Mirpuri sein wird. Ein irres Video zeigt, wie sehr die neue Crew das Boot jetzt schon beherrscht.

Es war noch vor der Corona-Zeit als Yoann Richomme, der neue Stern am Offshore-Himmel, zeigen konnte, dass er auch einen Volvo Ocean 65 Racer voll im Griff hat. Mit maximaler Beseglung reitet er mit seiner Crew die Wellen vor Portugal ab.

Dort hat das Mirpuri Foundation Racing Team seine Zelte aufgeschlagen und bereitet sich auf das nächste Ocean Race vor, dessen Termin 2021 zuletzt allerdings schwer unter Druck geraten ist. Besonders die IMOCA-Klasse, die neben den VO65 Onedesigns antreten soll, fremdelt mit der für sie neuen Regatta im Crewmodus. Und die derzeitige ökonomische Situation macht es nicht leichter.

Umso besser, wenn man von einer Stiftung wie Mirpuri unterstützt wird, die beim vergangenen Rennen bereits hinter dem Team „Turn the Tide on Plastic“ stand. Sie muss keine Sponsor-Botschaft in die Welt tragen, sondern hat sich laut eigenen Angaben einfach nur dazu “verpflichtet, die Welt für künftige Generationen zu einem besseren Ort zu machen”. Sie tritt gegen Klimawandel und Meeresverschmutzung an.

Botschaft für einen besseren Planeten

Der Gründer Paulo Mirpuri stammt aus einer in Portugal bekannten Unternehmer-Familie mit indischen Wurzeln. Er verfügt über beträchtliche Vermögenswerte, die er hauptsächlich durch Investitionen in der Luftfahrtindustrie erwirtschaftete.

Schöne Botschaft als Bootsname: Racing For The Planet © Brian Carlin

Segeln passt offenbar bestens zu den Absichten der Stiftung ihre Botschaft für einen besseren Planeten in die Welt zu bringen. So ist der VO65, mit dem Charles Caudrelier als Skipper das vergangene Volvo Ocean Race für den chinesischen LKW-Produzenten Dongfeng gewonnen hat, nun in “Racing for the Planet” umbenannt worden.

Und während viele professionelle Segelteams zurzeit um das Überleben kämpfen, gibt Mirpuri offensichtlich Vollgas. Jedenfalls kündigte die Organisation nun eine eigene Regatta an. Die Mirpuri Foundation Sailing Trophy soll am 27./28. Juni vor der portugiesischen Küste zwischen Cascais und Sesimbra stattfinden. Laut Ankündigung werden 50 Yachten erwartet.

Ob das tatsächlich passiert, scheint fraglich. Immerhin lockt die Stiftung mit einem Preisgeld-Pool von 30.000 Euro (16.000 für den Sieger) und will das Startgeld für alle Teilnehmer übernehmen. Erster Anwärter für den Sieg dürfte allerdings das eigene Boot sein. Denn als prominenter Gast soll Charles Caudrelier an Bord sein. Der zweifache Volvo-Ocean-Race-Sieger und aktuelle Skipper des 100 Fuß Maxi-Tris “Edmond de Rothschild” soll offenbar noch ein wenig as dem Nähkästchen plaudern, wie er mit dem VO65 so schnell um die Welt rasen konnte.

Website Mirpuri Foundation

Notice of Race

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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