Ocean Race: Wieviel Platz haben sechs Personen auf dem IMOCA? „11th hour“ testet hautnah

Foilende Sardinenbüchse

Kann das gutgehen? Sechs Personen auf einem foilenden Ozeanrenner, der eigentlich für den Einhandbetrieb konzipiert wurde? Kommt auf die Organisation an!

Die Frage als solche mag sich lapidar lesen, sie treibt aber (noch) eine Menge Leute um: Wie lebt es sich bei einer Langstrecke auf einem IMOCA, der bekanntlich eher für den Einhand-Modus konzipiert wurde, mit sechs Personen an Bord? 

Seit der Bekanntgabe, dass die nächsten Ocean Race Etappen nur noch von den Youngstern auf den bisherigen Ocean-Racern gesegelt werden, die „Großen“ jedoch auf Foil-IMOCA rasen sollen, gibt es eine Menge (theoretisches) Für und Wider zu diesem Thema. 

Doch immer mehr Teams gehen mittlerweile in die möglichst realitätsnahe Testphase und trainieren in der Race-Besetzung auch die Langstrecke auf den IMOCA. Motto: Eine Woche Praxis wiegt Monate Theorie auf.

Das Team 11th hour Racing, das die ex-Hugo Boss in Port La Foret/Bretagne fürs Ocean Race präpariert, hat sich der Sache gleich mal bei einem Transat angenommen: Unter der Regie von Charlie Enright machten sie den Sprung über den Großen Teich in der Original-Ocean-Race-Konfiguration – Fünf Segler und ein Fotograf/Filmer. 

Dabei entstand ein beeindruckendes 4-Minuten-Video, in dem auch Teammitglieder, die offenbar noch nie über lange Strecken im Foil-Modus unterwegs waren, kurz, knapp, klar ihre Eindrücke wiedergeben. 

Und auf die Frage nach dem Platz für jeden gibt es eigentlich nur eine Antwort: Sardinenbüchse!

Und wer sich an dem obigen Video noch nicht sattsehen konnte, hier noch ein Bonus-Track: 11th hour racing aus der Möwenperspektive. Immer wieder atemberaubend! 

2 Kommentare zu „Ocean Race: Wieviel Platz haben sechs Personen auf dem IMOCA? „11th hour“ testet hautnah“

  1. avatar Peter Molten sagt:

    Ich weiß immernoch nicht was gegen die Volvo 65 spricht. Die Rennen waren das erste Mal in der Geschichte sehr spannend und letztenendes waren es die Segler die den Unterschied gemacht haben und nicht das Material. Ob die neuen Boote nun mit 60 oder 50 Knoten foilen ist mir egal, ich möchte einen Wettbewerb, der sich durch die Segler definiert!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

    • avatar Adrian sagt:

      Spannend ist es doch so oder so …
      Die halbe Welt beflügelt ihre Yachten um schneller und attraktiver zu werden.
      Soll nun eines der größten Rennen nicht mit dem technischen Fortschritt gehen?
      Das ˋWie´ sei mal dahingestellt, aber schließlich macht doch der Versuch klug.

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