Barcelona World Race: “Hugo Boss” muss nach Ankerpause “echten” Stopp einlegen

Das Desaster nimmt für "Hugo Boss" seinen Lauf

Da glitschte "Hugo Boss" noch. Inzwischen wurde das schwarzweiße Schiff schwer vom Schicksal getroffen. © FNOB

Wie ärgerlich für „Hugo Boss“. Andy Meiklejohn und Wouter Verbraak hatten die Entscheidung für einen Stopp so lange herausgezögert, und den Verlust vieler Meilen in Kauf genommen, um die 48- Stunden-Strafe zu vermeiden. Nun müssen sie doch an Land.

Erst war im Süd-Atlantik das Großsegel gerissen und dann löste sich eine Woche später die Mastschiene vom Profil. Das britischholländische Team dachte, den Schaden bei einem Ankerstopp auf den Falkland-Inseln beheben zu können aber die Hoffnung erfüllte sich nicht.

Zickzack-Kurs vom Ankerplatz nach Port Stanley. "Hugo Boss" schlägt die Zeit tot, bis das Shore Team vor Ort ist.

Sie arbeiteten in den vergangenen 48 Stunden an der Behebung der Schäden mit Bordmitteln. Aber jetzt haben sie aufgegeben. „Hugo Boss“ verließ den Ankerplatz und segelt nach einem weiten Schlenker gen Osten wieder zurück zu den Falklands, um den Hafen von Port Stanley anzusteuern. Sie lassen sich dabei Zeit, weil das Shore Team erst in Position kommen muss.

Andy Meiklejohn hatte noch den „surrealen Ankerplatz“ bestaunt. Delfine seien um sie herum geschwommen und in der Ferne hätten Wale ihre Fontänen in die Luft gepustet, ohne dass irgendwelche Menschen in Sicht gekommen seien. Aber nun hat er den Kampf mit der Technik aufgegeben.

Situation am 16.3. "Virbac" oben parkt in den Doldrums. "Neutrogena" und Co rauschen von hinten heran.

Derweil schlagen sich Boris Herrmann und Ryan Breymaier weiterhin ordentlich auf Platz vier. Allerdings verlieren sie Meilen auf die direkte Konkurrenz nach vorne (227) und hinten (92) . Der Leistungsverlust durch den limitiert anstellbaren Kiel dürfte sich auf dem Raumschotskurs bemerkbar machen.

Aber die Flotte ist im Begriff, die diesmal sehr ausgeprägte Leichtwind-Zone der Doldrums anzusteuern, wo sich noch einmal große Verluste und Gewinne ergeben können. „Virbac“ hat an der Spitze bereits eingeparkt und die Vorhersagen zeigen, dass möglicherweise „Neutrgena“ und „Estrella Damm“ die beste Passage erwischen könnten. Denn sie segeln im Westen eines Tiefs, das mit ihnen zieht.

Auf dem Hinweg hatten Boris Herrmann und Ryan Breymaier kein glückliches Händchen im Flautengebiet. Vielleicht läuft es diesmal besser.

Das Ranking

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Barcelona World Race: “Hugo Boss” muss nach Ankerpause “echten” Stopp einlegen“

  1. avatar Marc sagt:

    Wie heißt es so schön in der Statistik: Glück und Pech heben sich langfristig gesehen immer auf. Vielleicht haben Sie diesmal Glück in den Doldrums.

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  2. avatar Schlaufux sagt:

    Nach der ersten Atlantikpassage, sahen Sie nicht sehr gut aus.
    Angeblich “Schwerwetter”-Konstruktion.
    Wenn dass diesmal wieder so ist, müssen Sie wohl eher nach hinten kucken.
    Aber warum die nicht einlaufen und die 48h schonmal ablaufen lassen,
    verstehe ich nicht.
    Würde ja lieber im Hotel pennen und aufs Shoreteam warten.
    WIrd ja vom draussenbleiben nauch nicht schneller.

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