Global Ocean Race: Anna Maria Renken und Hannah Jenner sagen die Teilnahme ab

"Extrem frustrierend..."

Anna (l.) und Hannah bevor sie mit ihrer Class 40 für den Kentertest umgeworfen werden. © Anna/Hannah

Es ist vorbei. Anna Maria Renken und Hannah Jenner werden am 25. September nicht beim Global Ocean Race an den Start gehen. Das Frauenteam zog die Reißleine, als der schon sicher geglaubte Sponsor absprang.

„Das ist extrem frustrierend“, sagt Renken im Gespräch mit SR. „Wir waren fest davon ausgegangen, dass es klappt. Sonst hätten wir nicht diese extreme Kraftanstrengung mit dem Kentertest unternommen. Es schien alles doch noch im letzten Moment zu klappen. Aber das ist jetzt einziemlicher Schlag.“

Ein deutsches Unternehmen aus dem Technik-Bereich habe das Sponsoring übernehmen wollen. Aber dieses sei in den Strudel der jüngsten Börsenkrise geraten und habe die Zusage zurückziehen müssen.

Anna Maria Renken (l.) aus Bremen und die Britin Hannah Jenner wollten beim Global Ocean Race an den Start gehen. © Oliver Franke

„Der Organisator des Global Ocean Races Josh Hall hat sich sehr engagiert, um uns doch noch den Start zu ermöglichen, aber ohne das nötige Geld wäre es unvernünftig gewesen.“ Denn unter anderem hätten nach spätestens einer Etappe Vorstag und Backstage ausgetauscht werden müssen. Das verbliebene Geld wäre nach einer Etappe aufgebraucht.

Dabei konnten die Frauen das Segelproblem sogar lösen. Bei der „40 Degrees“, dem Charterschiff des Briten Peter Harding, war nur ein konkurrenzfähiger Gennaker an Bord. Erst mit der Hilfe von North Sails Germany konnte ein neuer Satz besorgt werden. „Die Jungs in Hamburg haben uns wirklich toll unterstützt.“

Dennoch ist das Frauenteam in ein tiefes Loch gefallen. Erst hatte es in einer enormen Kraft- und Willensanstrengung den unerwarteten Tiefschlag mit dem durchgefallenen Kentertest für das Weltrennen überwunden, und den zweiten Versuch bestanden. Aber nun ist der Traum von der Teilnahme doch geplatzt.

Anna Maria Renken bei der Classic Cowes Week. Trotz Niederlage blickt sie positiv in die Zukunft. © Anna/Hannah

„Wir haben keinen Plan B und bedingungslos auf das Rennen hingearbeitet. Dabei gab es sehr schwierige Momenten und wir waren beide körperlich krank. Aber die ganze Situation ist einfacher, seit wir entschieden haben, trotz des erneuten Tiefschlags weiter zu machen. Dann eben 2013. Wir beide haben immer alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Und das soll weiter so bleiben.“

Das nächste Ziel ist das Transat Jacques Vabre, ein wichtiges Zweihand-Rennen der Class 40 über den Atlantik. Aber die Klasse habe auch in der nächsten Saison noch zahlreiche Höhepunkte zu bieten.

„Zehn bis zwölf Unternehmen hatten sich für unser Projekt interessiert. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass es Sinn macht, den Weg weiterzugehen. Schließlich scheiterten die meisten Optionen an der kurzen Vorbereitungszeit.“

Die "40 Degrees" segelt weiter, wenn auch vorerst nicht um die Welt. © Anna/Hannah

Zurzeit hält nach wie vor Unterstützer Daffyd Hughes aus Hannah Jenners Umfeld das Projekt am Leben. Er hat das Schiff von Eigner Peter Harding gechartert. Anna Maria Renken wohnt bei dem neuseeländischen Rigger Brian Clarke (KIWI MARINE) im britischen Gosport. Ihre Zelte in Hamburg hat sie längst abgebrochen.

„Es ist hart ohne das gewohnte Umfeld. Die Freunde fehlen“. Aber der Alltag geht weiter. Jeden Morgen ab acht Uhr trifft sie sich mit Hannah, um am Boot zu arbeiten, Emails zu checken und die nächsten Projekte zu besprechen.

„Wir haben uns in dieser Phase gut kennengelernt und sind nach wie vor davon überzeugt, dass es gut funktioniert. Es ist viel daneben gegangen, aber wir leben noch. Das Beste: Ich habe immer noch keine Sekunde bereut, dieses Leben dem Alltag hinter dem Schreibtisch vorzuziehen. Es geht weiter.“

Zum Thema:

Eine Frau will um die Welt (Interview mit Anna Maria Renken)

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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41 Kommentare zu „Global Ocean Race: Anna Maria Renken und Hannah Jenner sagen die Teilnahme ab“

  1. avatar Dr. Guttenberg sagt:

    Was bleibt, ist viel heiße Luft und die Fastnet-Skipper-Schummelei. Trotzdem viel Glück für die Zukunft.

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    • avatar Sailor sagt:

      Vielleicht war das der tatsächliche Grund für den Ausstieg des Sponsors. Mittlerweile waren die Infos über den “geschummelten” Lebenslauf ja schon an mehreren Stellen zu finden und zudem Küstenklatsch. Wer will schon ein Projekt fördern, dass mit den Vorwürfen in Zusammenhang steht?!

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  2. avatar Marc-Daniel sagt:

    Ich fände es super wenn wir das Thema hier noch einmal diskutieren könnten, da ist sicherlich noch nicht alles gesagt und noch viel aufzuarbeiten!!! Das Thema ist die letzten male deutlich zu kurz gekommen! Finde ich toll dass mein Vorposter das noch einmal aufgegriffen hat!!!

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    • avatar Lyr sagt:

      lol…. ja büüüdddde, da gibt es wirklich noch ein paar ganz wichtige unausgesprochene Punkte zu besprechen 😀

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  3. avatar T.K. sagt:

    pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffft

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  4. avatar hanseatic sagt:

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – trotz gescheiterter Bemühungen um einen Hauptsponsor für die GOR-2011-Kampagne geben die Mädels nicht auf und peilen nun die Teilnahme am GOR 2013 an. Respekt! Sicher – die Kampagne stand von Anfang an auf wackeligen Beinen – wenig Zeit für die seglerische Vorbereitung, ständig leere Taschen und dazu noch kostenintensive Rückschläge bei der Vorbereitung des Bootes ließen nichts Gutes erahnen. Umso wichtiger ist es, dass weiterhin deutsche Segler (und Seglerinnen) versuchen an solchen Top-events der Offshore-Szene teilzunehmen. Begeisterungspotential für ein solches event ist in Deutschland ja durchaus vorhanden (siehe Illbruck/VOR oder Herrmann/GOR). Mit ‘Helden’ läßt sich immer Geld verdienen – egal in welcher Sportart – mit ‘Heldinnen’ sogar noch leichter. Umso bedauerlicher, dass die Unternehmen in einer Wirtschaftsmacht wie Deutschland (immernoch)nicht willens sind solche prestigeträchtigen Regatten werblich zu nutzen. Verglichen mit dem Etat für eine Anzeigenkampagne in TV und Printmedien geht es bei einem GOR ja schließlich nur um peanuts. Vielleicht liegt aber auch gerade hier der Hase im Pfeffer. Ich stelle einmal in den Raum: interessierte Unternehmen gäbe es wohl – deren Berater aus der Werbebranche scheuen aber, mangels Erfahrung und wegen des vergleichsweise kleinen Werbeetats den sie dabei an Land ziehen, die werbliche Umsetzung einer solchen Kampagne und raten ab. Da wünscht man sich doch manchmal in ein seglerisches Schlaraffenland wie Frankreich. (Und übrigens: Die von einigen hier so ‘leidenschaftlich’ geführte Debatte über Skipper oder nicht halte ich schlichtweg für überflüssig. Damit schaden sich deren Protagonisten letztlich nur selbst. Ich sage nur: Wer selbst eine lupenreine weiße Weste besitzt …..der werfe den ersten Stein! Eine solche Kampagne überhaupt in Deutschland zu starten und dann durchzuziehen, sollte uns allen Respekt abfordern – und keine Hähme!)

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  5. avatar bad guy sagt:

    …ein guter Start: erstmal ein “DNF” im RORC Cherbourg Race letztes Wochenende.

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  6. avatar Andreas Ju sagt:

    Das Problem beim Sponsoring derartiger Projekte besteht darin, dass die bei den großen Unternehmen nicht so recht in die Budgets passen. Es fehlt die richtige Schublade, der passende Topf, wo das Geld rausgenommen werden kann. So irre es klingt: Die Summen für ein einzelnes Segelprojekt sind häufig zu klein. Der Aufwand für die Erfolgskontrolle ist dafür nämlich nicht viel geringer als bei richtig großen Projekten. Und so lohnt sich der Aufwand aus Sicht vieler Unternehmen einfach nicht.

    Um da an Mittel heranzukommen, braucht es also immer eine Person an entscheidender Stelle als Protagonisten die sagt: “Das machen wir jetzt mal trotzdem, das entscheide ich. Seht zu, liebe Mitarbeiter, wo ihr das im Budget unterbekommt.” Und von solchen Segelbegeisterten an oberster Stelle haben wir in Deutschland eben leider nicht so viele.

    Konventionell über Marketing-Abteilungen oder Agenturen solche Sponsorengelder einzutreiben, ist leider sehr, sehr schwer – bis unmöglich. Bei Konzernen sowieso, im Mittelstand sind da die Chancen schon bessser. Obwohl da in Summe ein kleinerer Etat vorhanden ist.

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    • avatar Markus O sagt:

      Ich kann Andreas nur zustimmen. Die wirtschaftliche Situation macht es noch wesentlich schwieriger solche “Amateur”-Projekte zur Zeit zu unterstützen. Auch in der Vergangenheit war ein solches Sponsoring wohl meist eine emotionale Entscheidung eines Unternehmers und meist nicht wirtschaftlich zu begründen.
      Eine Konsolidierung der vielfältigen Rennen mag auch notwendig sein, um die Mediumwirksamkeit zu erhöhen und die Attraktivität für mögliche grosse Sponsoren zu erhöhen.
      Die “Guttenberg” Diskussion sollte endlich ein Ende haben, falls es keine neue Fakten gibt und die ersten Kommentare bieten hierzu nichts Neues.

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  7. avatar Hurghamann sagt:

    Die Marketing-Abteilung der Sirius Kybernetik Corporation wird vom durch und durch bemerkenswerten Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis definiert; als ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt.
    Das trifft IMHO auf die meisten Marketingabteilungen zu.

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  8. avatar RVK sagt:

    herrlich, dass die Polemik über das seglerische Vermögen der beiden Damen jetzt auch noch gleich auf die Marketing-Leute überschwappt! Vielleicht dann noch die Banken hinterfragen und am Ende uns alle als Kapitalisten an die sozialistische Schutzwand stellen? Kinners! I

    MHO stellt sich viel mehr die Frage was Sponsoring so richtig bringt. Dass damit eine Kaufentscheidung getriggert wird, halte ich für eine Legende. Dass damit Soft-Measures wir Marke oder Brand Attitude geladen werden könnten, ist schön, rechtfertigt aber keine Investition, da am Ende damit auch nix verdient wird. Diese indirekten Measures dann wieder mit Sales zu verbinden, ist abenteuerlich und selten reel messbar.

    Unser Sport krankt doch vielmehr an der Leere an businesstauglichen Modellen. Wie oft sieht man vermeintliche Sponsorenflyer mit dem Angebot von Werbung auf Rumpf und Kleidung, Bus und Trainerboot. Oder Messeauftritte etc. Toll, bunt und wahnsinnig super um sich als Segler im Hafen noch wichtiger zu fühlen, aber bringts dem Unternehmen was?

    Bilder in Fachzeitschriften? Super. Aber bitte nicht Yacht und Konsorten, sondern zielgruppenspezifische Auftritte in Brigitte, Mens Health, Gala und Konsorten. Und wenn man ein Spezialprodukt verhökert wie Wärmdammverbundsysteme? Tja dann sollten sich die Damen und Herren Segler auch mal überlegen, wie man in Schöner Wohnen, dem Architektenblatt und Bauzeit Jetzt redaktionell auftaucht und seinem Sponsor etwas bietet…

    Events auf den Booten? Total Klasse! Macht der halben Belegschaft keinen Spass, weil Arbeit, kalt und nass! Vielleicht dann eher ne Koop mit ein paar Trainern und Psychologen und Teambuilding Maßnahmen mit Manschaft und Boot…

    Will sagen: Es liegt nicht nur an der Tatsache, dass es zu wenig bereite Unternehmen gibt und zu wenig Interesse, sondern viel mehr daran, dass das Standard, wenig Kreative Angebot nicht die Bedürfnisse der Nachfrager trifft.

    Vielleicht wird es Zeit für eine ernsthafte Beratung in diesem Sektor… Freiwillige vor!

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    • avatar Wilfried sagt:

      das man grundsätzlich Marken über Werbung und Sponsoring puschen kann ist unstreitig. Guten Beispiel hierfür ist Redbull. Man muss allerdings ne Menge Geld und Durchhaltevermögen (noch mehr Geld) haben und das Event zum Image passen. Bei Beluga (Boris Herrmann) hatte das ja auch geklappt solange man das Geld reingeschüttet hat. Man muss es allerdings dann auch als Gewinn übrighaben. In Deutschland gibt es beim Segeln aus meiner Sicht hauptsächlich regionales Sponsoring (also der Sponsor kommt aus der Heimatregion des Sportlers)und darüber wird der Effekt gepuscht. So leid es einem tut, für das Ocean-sailing gibt es in Deutschland schon kaum Geld, für Frauen-Ocean-Sailing noch weniger und vor allen Dingen nicht wenn hier ein Team einsteigt, dass zumindestens bei Anna Renken, bei Hannah Jenner weiß ich es nicht, keinerlei Erfolge im Segeln vorweisen kann. Weder das managen einer eigenen Regattakampagne noch einer Mannschaft.

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      • avatar John sagt:

        Man muss es wie die Fußballer aus Wolfsburg (Sponsoring kombiniert mit Bestechung) oder Chelsea (Sponsoring kombiniert mit Geldwäsche) machen, dann läuft der Laden.

        Als Fernsegler könnte man entweder mit Drogenmogulen (als Kurier), mit Schurkenstaaten (als Kurier für Plutonium in der “Kielbombe”) oder sonstigen zwielichtigen Geldgebern zusammenarbeiten. Wie RVK schon sagte, der Mehrwert für den Geldgeber muss stimmen!

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        • avatar Markus O sagt:

          Guter Ansatz mir dem Mehrwert.
          Den Damen fehlt also nur Kreativität. Sie sollten versuchen Gaddafi während der Regatta aus Lybien zu schmuggeln oder vieleicht reicht auch schon Westerwelle raus aus Berlin.

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      • avatar RVK sagt:

        Bei Red Bull wäre das Sponsoring total sinnlos wenn es nicht (anfänglich) so spektakulär gewesen wäre, dass man damit medial Aufmerksamkeit bekommen hätte. Sprich: Die ganzen krassen Sportarten und durchgedrehten Sportler haben sagenhaft funktioniert für PR und Media Clippings und haben einen Bekanntheitsgrad verbunden mit dem Image geschaffen. Dass RedBull heute durch sein Formel1 Engagement einen Softdrink mehr verkauft als ohne diese Aktivität halte ich für einen Mythos.

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    • avatar Sigmund (cand. psych) sagt:

      Nur für meine Forschungsarbeit: Fängt man eigentlich automatisch so zu sprechen an, wenn das Gehirn durch Unterversorgung mit Blut und Sauerstoff (verursacht durch zu enge Krawatten) zu spinnen anfängt?

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      • avatar Wilfried sagt:

        bezieht sich dei Bemerkung auf alle oder einen einzelnen Beitrag? Sprechen tun wir hier nicht sondern wir schreiben. Nur damit das nicht falsch in der Dissertation steht und du damit später mal Probleme bekommst wenn du als Politiker erfolgreich werden solltest. Ansonsten auch nur für den wissenschaftlichen Ansatz: Der Sauerstoffmangel kommt nicht von zu engen Krawatten sondern von zu engen Hemdkragen. Besonders kritisch wird diese Situation wenn man im Chat einen dicken Hals kriegt. 😉

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  9. avatar RVK sagt:

    oh der Vorgänger Kommentar mit der Polemik wurde gelöscht… also den ersten Teil vergessen!

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    • avatar T.K. sagt:

      ZENSUR ?
      wer zensiert hier?

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      • avatar Andreas sagt:

        Liebe Leute, hier wird alles so stehen gelassen, wie Ihr das verfasst.

        Achtet bitte darauf, dass Ihr einem speziellen Kommentar antwortet oder einen neuen Kommentar verfasst, der dann am Ende dieser Kommentarliste ergänzt wird.

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  10. avatar Bachelor of English For Runaways sagt:

    Zitat:
    – Kaufentscheidung getriggert
    – Soft-Measures
    – Brand Attitude
    – Diese indirekten Measures dann wieder mit Sales zu verbinden
    – ne Koop mit ein paar Trainern und Psychologen und Teambuilding Maßnahmen

    Oh Mann……

    Hier haste noch was zum Üben: http://www.youtube.com/watch?v=uoiVvUozhQ8

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    • avatar RVK sagt:

      Gähhn! Das war vor 10 Jahren mal cool! Rate dir mal zu nem Update deiner Baseline, sonst ist mit Impcat echt zero! Schau hier: http://beratersprech.de/

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    • avatar Marc sagt:

      Typisch Berater und Werbefutzis, heiße Luft verpackt in hip und cool klinge Worte. So etwas hätte AMR gebraucht um einen Sponsor zu finden. Denn den Werbefutzis der Agenturen wird für ihre bunten Luftschlösser doch jede Summe gezahlt, auch wenn die Hälfte nie so funktioniert.

      Also dann, nächstes Jahr neuer Versuch bei der nächsten Competition, äh beim nächsten Wettkampf.

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      • avatar Andrae Ju. sagt:

        Also Marc. Werbefutzis sind Werbefuzzies. Und Werbefuzzies der Agenturen gibt es nicht, das ist doppelt gemoppelt wie ein weißer Schimmel. Und du wirst es nicht glauben: auch die Agenturen/Werbefuzzies müssen für ihr Geld hart arbeiten und bekommen durchaus nicht jede Summe gezahlt für jeden beliebigen Mist, wie du zu wissen glaubst.. Sonst würde das schließlich jeder machen.

        Und mit Segeln hat all das nichts zu tun, weswegen wir diese Diskussion vielleicht hier beenden können.

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  11. avatar Ulrich sagt:

    Mh, sowohl die Meldung als auch die Kommentare hier stimmen mich nachdenklich.

    Reicht es aus, ein ambitioniertes Projekt zu starten, um Sponsoring/Förderung zu bekommen?
    Reicht es aus, (relative) geringe sportliche Erfolge vorzuweisen, um eine Fremdfinanzierung für ein sportlich ambitioniertes Projekt zu erhalten (Hannah Jenners Reputation steht außer Frage)?
    Reicht es aus, extrem engagiert, ein ambitioniertes Projekt fremdfinanziert zu bekommen?
    Reicht es aus, als Frauen – Crew bei einem mittelklassigen RTW – Rennen zu melden, um gesponsort zu werden ( ja, allein für “mittelklassig” wird es Prügel geben)?
    Reicht eine (positive/ unkritische) Berichterstattung aus, um Sponsoring zu rechtfertigen?
    Reicht es letztendlich sogar, überhaupt bei einem internationalen Regatta – Event zu melden, damit Förderung als gerechtfertigt und das Projekt (für alle) als unterstützenswert gilt?

    Zusammenfassend frage ich mich, was Eurer Meinung nach die Kriterien für ein Regatta- Sponsoring sein sollten?

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    • avatar John sagt:

      Nein.
      Nein.
      Nein.
      Nein.
      Nein.
      Nein.

      Das einzige Kriterium lautet: Freie Marktwirtschaft.
      Manche werden von Papa gesponsert. Manche kennen jemanden in einer Marketing-Abteilung. Manche haben ein tolle Ideen und können damit Geld sammeln. Manche haben Reputation, tolle Ideen und gehen trotzdem leer aus.

      Geld für ein Hobby zu bekommen ist wie ein Lotto-Gewinn. Man ist, wenn man realistisch ist, auf Mäzenaten angewiesen. Wer Geld für den Beruf bekommen will, muss Mehrwert bieten. So einfach ist das auf dem Papier und so schwierig in der wirklichen Welt.

      Ich bekomme ja auch nicht einfach Geld, nur weil ich auf der Zugflöte auf Welttournee gehen möchte.

      Das System ist nicht ungerecht – nur wird leider kaum jemandem was geschenkt.

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    • avatar Andrae Ju. sagt:

      Ist doch eine prima Diskussion hier und iJohn hat t ital recht. mir ging es um eine Zustandsbeschreibung: in Deutschland ist es vermutlich für eine Kreisliga-Fußballmannschaft einfacher, Sponsorengelder zu bekommen, als für ein kleines Segelprojekt. Was nicht heißen soll, dass Wien Kreisliga-Truppe schlechteren oder besseren Sport zu bieten hat..

      Kein Vorwurf an die Werbenden: wenn sich die Kundschaft nicht für Segeln interessiert, ist das Geld eben schlecht investiert.

      Schade darf man das aber als Segler dennoch finden..

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      • avatar Wilfried sagt:

        ich finde es gut wenn sich die wenigen Sponsorgelder die in Deutschland fürs Segeln locker gemacht werden können auf ambitionierte Projekte mit leistungssportlichem Hintergrund fokussieren. Etwas gesponsert bekommen zu wollen, weil es der Lebenstraum ist und dafür als Gegenleistung nur die Exotik der Kampagne bieten zu können- das ist ein bisschen wenig. Wenn ein Jollensegler sich hinstellt und verkündet das es sein Lebenstraum ist Olympiasieger zu werden, er zwar nur Held vom Mittelfeld sei, er jetzt aber einen Sponsor sucht der ihn finanziert wird er auch nur Absagen kassieren und niemand würde darüber diskutieren. Führen wir diese Diskussion nur weil es Frauen sind die hier einen Traum in der Männerwelt leben wollen. Diese Frauen könnten ja eine Nummer kleiner anfangen (was sie ja jetzt wohl auch machen) um erst ihre Qualitäten als Team zu beweisen. Dann würden sie sicher auch ein Paar Sponsoren überzogen können. Nebenbei finde ich es nicht fair , wie diese Diskussion immer auf AMR reduziert wird. auch Hannan Jenner hat es nicht geschafft Sponsoren aufzutreiben.

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  12. avatar Egon sagt:

    Was will ich mit Werbung? Ins Gespräch kommen. Und damit ins Hirn der Leute. Und damit an deren Portemonnaie.

    Statt den ewigen Anzeigen in den Zeitungen oder TV-Spots kaufe ich dann eben Trikots für die örtliche Fußballmannschaft oder klebe mein Logo an die “40 Degrees” von Anna-Hannah. Und heimse mir damit noch den Charme des großen Gönners ein.

    Und dann kommt das Zauberwort “ROI” ins Spiel. Wo werde ich bzw. mein gefördertes Objekt gennant, wie oft, an welchen Stellen, guckt das auch meine Zielgruppe, wird positiv oder negativ berichtet usw usw..

    Bei “Anna-Hannah” kann man sich ja mal ausrechnen, ob ein halbstündiger TV-Bericht auf NDR um 23.15 Uhr (so wie bei Boris Herrmann nach dem GOR) oder eine kurze 15 Sekunden Meldung im aktuellen Sportstudio die eine oder andere Million rechtfertigt. Oder ob man sie nicht doch besser in ein Umweltprojekt/Kindergarten/Fußballmannschaft geblasen hätte. 😉

    Anders z.B. bei Firma Illbruck. Da hat man nach dem VOR ausgerechnet, dass alle Erwähnungen zusammen einem Werbewert von 30 Mio entsprochen haben. Also bald +/- Null zu den Kosten der Teilnahme.

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Mit dem Unterschied, dass Illbruck vermutlich niemals 30 Mio in Werbung gesteckt hätte. Der Firma hat dieses Engagement dem Vernehmen nach massiv geschadet.

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    • avatar RVK sagt:

      Gut gebrüllt, aber leider zu kurz getreten. Eben reine Weich-Meßwerte (ich darf ja kein Denglisch verwenden), als RoI anzunehmen ist eben leider falsch. Gerade den großspurigen Marketingleuten mit den großen Begriffen wie Image, positiv, negativ und so weiter wird heute vom Controlling vorgehalten, wie sich diese Begriffe am Ende dann wieder auf den Absatz auswirken.

      Wenn du Sponsoring als Alternative zu Werbung siehts, bleibt die Frage, ob man mittels Sponsoring (was immer behaupter, aber nie belegt wurde!!) mit weniger Kosten gleich viel Absatz erreichen kann, wie mit Werbung. Will sagen: am Ende entscheidet die Effektivität. Und die ist dann nicht nur vom Mittel (also hier Sponsoring) sondern von der Qualität der vom gesponsorten gebotenen Leistung (Mehrwert) abhängig.

      Ich glaube auch nicht, dass man wahnsinnig gut sein muss, oder mit Treppchenplätzen in Vorleistung getreten sein muss, um diesen Mehrwert zu generieren. Beispiel Alex “Crash” Thompson (der sicherlich ein wahnsinnig guter Segler mit viel Pech ist). Der hat gerallt, wie er mit ein paar guten Ideen seinen Sponsor immer wieder ins Rechte Licht und die POSITIVE Aufmerksamkeit der Medien bringt. Ob mit Auslaufen in Sydney im Anzug, Uhrenpräsentation nach Geburt oder MoonWalk auf Kippkiel, Alex sorgt sich sehr um Onkel Hugo.

      Am Ende entscheidet also wer kreativer ist und sich darauf versteht die passende Lücke für sich und sein Projekt zusammen mit seinem Förderer zu schließen. Wer da eine risikofreie Alternative auf der Hand hat, wird auch schnell auf offene Ohren stossen. Wer aber ne 0815-Idee anbringt, die schon tausendmal von jedem anderen präsentiert wurde, geht einfach in der Masse unter. Interessanterweise korreliert aber auch die Begabung solche Dinge zu erkennen mit Erfolg im allgemeinen Sinne. Kein Wunder also, dass mancher erfolgreiche Segler auch ein erfolgreicher Vermarkter ist…

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  13. avatar Manfred sagt:

    Irrwitzige Diskussion hier aber interessant zu lesen beim Morgenkaffee.
    Spontan fiel mir zu “Kreisligamannschaft” ein, dass da mehr Leute, im Gegensatz zu einer Doublehand Mannschaft involviert sind, die wiederum mehr Leute kennen, die vielleicht mal ein Trikot oder Trainingsanzüge spendieren. Reines Mäzenatentum. Kein Sportsponsoring. Genauso wie das Boot, oder die Charter, welches der “Förderer” von HJ scheinbar bezahlt.
    Um in unserem Segelsport ein erstklassiges “Sponsoring” an Land zu ziehen ist vor allen Dingen erstmal Vorleistung gefragt. Und diese kann nur durch messbare Leistung über Podestplätze erbracht werden. Dafür muss man nicht gleich in 40ft einsteigen. Ginge natürlich auch, wenn Papi oder G´Spusi bezahlt. Hab ich nichts dagegen, bezweifle aber, dass man sich da das nötige Rüstzeug erarbeitet, um dauerhaft internationale Erfolge vorweisen zu können. Und darum geht´s doch, oder? Das würde die Sponsorensuche in meinen Augen um 80% erleichtern. Der “Held vom Mittelfeld” könnte sich mit Sicherheit (auch ohne Sponsor) verbessern, wenn er erstmal seinen “Stuart Walker” auswendig kennt und anwenden kann. Die Offshore Segler müssten mit Sicherheit mehrere Runden in dieser französischen Offshore Schule und im Mini und Figaro Feld drehen, bevor Ansprüche gestellt werden können.

    Um bei dem im Artikel genannten Projekt zu bleiben. Viel heiße Luft, PR Gebrabbel auf einigen Segelkanälen. Keine nachweisbaren internationalen Erfolge und vermutlich Verbrennung von guten Kontakten, da kein Leistungsnachweis, erbracht werden kann. Das wird die Suche nach Sponsoren für andere Projekte weiter erschweren.

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    • avatar Wilfried sagt:

      wann trinkst Du denn Deinen Morgenkaffee 😉

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      • avatar Manfred sagt:

        Ich schrieb doch Morgenkaffee… und nicht nachdenken und drüber schreiben… Beides zugleich geht nicht. Dann landet die Flüssigkeit im Harten. ;-))

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  14. avatar Andreas Ju sagt:

    Das STG hat ja auch gezeigt, dass mit Kreativität, Hartnäckigkeit, Selbstvertrauen und Engagement einiges geht in Sachen Sponsoring. Klar sind da alles tolle Segler drin, die ihr Können schon hinreichend unter Beweis gestellt haben. Dennoch würde Audi kaum Optis sponsern, um mal die kleinste STG-Einheit zu nennen.

    Idee und Umsetzung sind gut und die Geschäftsführung kümmert sich permanent darum, wie sie den Sponsoren Audi und SAB den nun hinlänglich zitierten Mehrwert liefern kann. Das scheint aus mir unbekannten Gründen einigen aus der Szene zu missfallen.

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    • avatar stefan sagt:

      ….nun ja, der Kader in und um das STG kann aber nun auch einiges an hochkarätigen Leuten vorweisen. Zudem geht es hier um Olympia-Sport. Das ist etwas mit dem Marketing-Abteilungen in großen Firmen etwas anfangen können, damit lässt sich rechnen.

      …all das sind Sachen die die zwei Mädels nicht bieten können, daher würde ich solche Vergleiche nicht anstellen wollen.

      …Sponsoring im Offshore-Bereich ist in Deutschland extrem schwierig. Hat es auch bisher so gut wie gar nicht gegeben. Projekte wie Illbruck (VOR) waren in dem Sinn ja kein Sponsoring, da der Firmeninhaber ja Teil des Teams war.

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  15. avatar Andreas Ju sagt:

    Interessanter Artikel zum Thema: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,784241,00.html

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    • avatar Friedel Bu. sagt:

      Danke für den link und in der Tat weist auch dieser Artikel auf die erhebliche Schaumschlägerei auf Seiten von Agenturen hin. “600 Millionen Medienkontakte” will STG bis Mitte des Jahres schon generiert haben. Nach welchen Standards wir denn das gemessen? Wenn ich selber meine homepage als Startseite einrichte, habe ich bei jedem Aufrufen meines Browsers schon einen Medienkontakt und da ja mindestens drei Leute auf meinen Bildschirm gucken, sind das schon drei Kontakte…
      Oh Mann, oh Mann!
      Auch ansonsten wird in dem Artikel mit Halbwahrheiten und Nebelbomben nur so um sich geworfen.

      Aber eigentlich auch egal, es gibt wichtigers und für Segeln interessiert sich nach wie vor eh nur ne Handvoll Leute und kaum ein Sponsor, sondern wohl nur ein paar Mäzene.

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  16. avatar Michael sagt:

    … zwei naive Mädels wollten ein großes Abenteuer erleben – hoffentlich wird die inhaltlose und nervende “all-girls-team”-Kampagne gestoppt. Diese Weltumsegelung interessiert fast niemanden, die Beteiligten sollten sich wieder der Realität zuwenden.

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