La Solitaire du Figaro: Deutschfranzösin Isabelle Joschke gehört zur Einhand-Elite

Kleine Frau ganz groß

Isabelle Joschke kämpft auf ihrer Figaro Beneteau II Yacht den einsamen Kampf der Soloseglerin. © Courcoux-Marmara/Le Figaro

Das La Solitaire du Figaro Rennen ist eine der spannendsten Segelveranstaltungen der Welt, aber es leidet in der internationalen Wahrnehmung durch die geringe Teilnehmerzahl von Nichtfranzosen. Deutschland kann immerhin das Augenmerk auf Isabelle Joschke legen.

Die Tochter eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter landete bei ihrer vierten Figaro-Teilnahme auf einem starken 19. Platz von 47 Teilnehmern.

Die Deutschfranzösin Joschke belegt mit Rang 19 ihre beste Figaro Platzierung. © Courcoux-Marmara/Le Figaro

Bei den vorherigen Auflagen hatte sie die Plätze 30. (08), 38. (09) und 31. (10) belegt. Diesmal war sie die zweitbeste Frau im Feld knapp 15 Minuten hinter Jeanne Gregoire auf Rang 17. Zwei Plätze hinter Joschke liegt Thomas Ruyant, der Class 40 Sieger der Route du Rhum 2010.

Die 34-Jährige erregte viel Aufsehen, als sie 2007 die erste Etappe des Minitransat Rennens über den Atlantik gewann. Eine Kunststück, dass der 53 Kilo leichten und 1,59 Meter kleinen Joschke auf so einer harten langen Strecke nicht zugetraut worden war. Bei der zweiten Etappe fiel sie mit Bruch aus.

Segeln mit Keksen. Joschkes Sponsor stellt Gebäck her. © Courcoux-Marmara/Le Figaro

Aber für die in München geborene und in Frankreich aufgewachsene Seglerin war der Erfolge ein Sprungbrett für den Aufstieg in die Figaro-Klasse, der von dem damaligen Sponsor Synergy finanziert wurde. Inzwischen segelt sie mit aufgemalten Keksen auf dem Rumpf. Der neue Sponsor Galettes Saint Michel stellt Gebäck her.

Die viermalige Figaro Teilnehmerin und Vendee Globe Seglerin Samantha Davies aus England macht klar, wie hoch Joschkes Leistung einzuschätzen ist. „Für mich ist es wahrscheinlich das härteste Segelrennen auf dem Planeten.

Es ist wohl diese extreme Intensität. Man sammelt mentale und physische Müdigkeit an, weil man ständig über Taktik, Strategie und Wetter nachdenken muss.”


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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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