Mini 6.50: Morten Bogacki und sein Vater Wolfgang im Mittelfeld der „Mini Fastnet-Regatta“

Wenn der Sohn mit dem Vater…

Ab in den Sonnenuntergang © bogacki

Ab in den Sonnenuntergang © bogacki

Zu Zweit auf 6.50m durch den Ärmelkanal – reine Nervensache! Vor allem, wenn die sowieso schon schwachen Winde auch noch umlaufen. Bericht von Bord

Zum Höhepunkt der diesjährigen Kampagne in der ClasseMini in der Bretagne ging es für meinen Vater und mich zum Fastnet Felsen. Einen Ort den wir beide als Segler unbedingt mal „besuchen“ wollten.

Die Route des „Mini-Fastnet“-Rennens führt von Douarnenez an der Westspitze Frankreichs, vorbei am Wolf Rock bei Lands’ End zum berühmten Fastnet Rock vor Irland und zurück nach Douarnenez. Alles in allem mehr als 600 Seemeilen und die häufig bei so schwierigen Wetterbedingungen, dass die Teilnehmer regelmäßig auf eine südliche Alternativroute geschickt werden.

Den Fastnet vor Augen © bogacki

Den Fastnet vor Augen © bogacki

Schwach, umlaufend

In diesem Jahr hatten die Segler aber mit schwachen, zwei Tage lang sogar umlaufenden Winden zu kämpfen bis sie an dem Felsen vor der Südwest-

Spitze Irlands ankamen. Dies aber – gut für die Erinnerungsphotos – bei Tageslicht und Sonnenschein. Befürchtet hatten wir alles andere: Sturm, Nebel oder pechschwarze Nacht…

Über die Platzierung bei der Rundung sage ich lieber nichts, bis dahin war es nicht unser Rennen. Schon bei der Kreuz Richtung Chenal du Four lief es nicht rund. Zwei Rückdreher von Thermik auf NE-Gradient… beide verhauen.

Beim Topfschlagen in umlaufenden Winden die nächsten zwei Tage bis nach Irland viele Meter gewonnen und genauso schnell auch wieder verloren. Und im Gegensatz zu Dinghiregatten ist ein Ende des Schreckens nicht in Sicht und abends dann alles vorbei. Ganz im Gegenteil: Es gilt noch 400sm zu absolvieren!

Morten am Felsen… © Bogacki

Morten am Felsen… © Bogacki

Besser nach Fastnet

Wendepunkt im doppelten Sinne war daher der Fastnet Rock. Nach der Passage des selbigen, nahte endlich die lang ersehnte Front und es ging mit frischem Wind in knapp anderthalb Tagen zurück nach Douarnenez. Für den Hinweg hatten wir noch doppelt so lange gebraucht.

In Douarnenez angekommen hieß nach fast sechs Tagen auf See erst einmal duschen, frisch essen und ausschlafen. Alles Sachen auf die man an Bord der 6,50m langen Mini verzichten muss.

Am Ende stand Platz 12 von 23 gestarteten Serienbooten. Wie immer hätte es besser sein können, insbesondere bei dem verkorksten Beginn. Auf der anderen Seite war ich noch nie so lange am Stück auf See, geschweige denn im Rahmen einer Regatta. Eine völlig neue Erfahrung, die ein Umdenken vom normalen Up&Down Regattasegeln bedeutet.

… und Vater Wolfgang auch, nur näher dran © bogacki

… und Vater Wolfgang auch, nur näher dran © bogacki

Einteilung der Kräfte

Beim MAP vor 14 Tagen ging es gerade noch so fast gänzlich ohne Schlaf, bei dieser Distanz undenkbar. Man muss schon sehr genau darauf achten die Kräfte einzuteilen, Zeit für Schlaf und Essen zu finden, und gleichzeitig das Boot so schnell wie möglich in Richtung des nächsten Wegpunktes zu bewegen. Das beherrschen die „Rockstars“ der Szene dank intensiven Training noch um einiges besser.

Ergebnisse Mini Fastnet

Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Ein Kommentar „Mini 6.50: Morten Bogacki und sein Vater Wolfgang im Mittelfeld der „Mini Fastnet-Regatta““

  1. Ihr hattet wenigstens noch die Chance auf das Mittelfeld. Wir haben 2012 auf der Südroute schon in der ersten Nacht wegen falscher Kurswahl mehr als 30sm verloren und demzufolge fast als Letzte gerundet. Nach der darauf folgenden 200sm Kreuz gab es am Ende dann immerhin noch Platz 29 von 35 …
    ————
    Du weisst schon, dass Du sowohl bei Pia als auch bei SilverRudder als Favorit antrittst. Bleibt mir nur zu hoffen, dass Uwe und ich bei Pia sowie ich allein bei SR dran bleiben können …

    VG, Frank

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