Quebec – St.Malo Class40: “Mare” mit Problemen zur Halbzeit 4.; “Red” holt auf

"Spritzwasser bis zur ersten Saling"

"Mare" ist gewohnt schnell mit Reff beim Power Reach. Aber Vorwind wird es hart. © Mare

Das Team von Jörg Riechers droht mit “Mare” beim Atlantik Rennen von Quebec nach St.Malo den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Das deutsche Boot hat zur Halbzeit auf Platz vier einen Rückstand von 82 Meilen auf die führende Campagne de France mit dem Skipper Halvard Mabire.

Nach der Reparatur des Bugspriets hatte das Quartett an Bord der “Mare” wieder zu seinem angestammten Platz an der Spitze zurückgefunden, war aber durch den Verlust des großen Gennakers gehandicapt. Auch an Bord schienen die Entscheidungsprozesse unter Druck etwas schwierig zu verlaufen.

Ryan Breymaier schreibt offen darüber: “Es ist nicht einfach, wenn drei Skipper aus der Mini-Einhandklasse zusammen segeln, weil jeder gewohnt ist, die Entscheidungen auf seine Weise zu treffen. Deshalb rasen wir so etwa wie eine ungeführte Rakete. Viel Speed aber nicht immer in der richtigen Richtung.”

Dreifach reparierter Spi hält nicht

“Man habe Kriegsrat halten müssen. Immer wenn jetzt neue Informationen eintreffen werden diese jetzt zusammen besprochen und Entscheidungen getroffen. So führe der Weg nun gerader zum Ziel nach St. Malo.”

Die "Mare"-Crew beim Wachwechsel. Riechers kontrolliert noch einmal ausgiebig das Kielwasser. © Mare

Bei der Reach-Phase mit 20 bis 30 Knoten Wind rasten sie wieder an die Spitze, aber dann bremsten die erwarteten Vorwind-Bedingungen. “Nicht schön mit unserem kürzeren Bugspriet und einem reparierten Spinnaker dünn wie Papier. Hoffentlich bleibt alles heil. Wenigstens haben wir genug zu Essen, auch wenn immer die andere Wache die ganze Schokolade isst.”

Doch die Spitzenposition ging dahin mit einer Positionierung etwas zu weit im Norden. Seitdem sind die drei Schiffe der Spitzengruppe etwas davongesegelt. “Wir überlegten, ob es eine gute Idee sei, wieder den dreifach reparierten Spi zu setzen. Jörg machte die Prognose, dass er maximal 14 Stunden halten würde. Aber schon nach zehn Minuten öffnete sich an der letzten Reparatur-Naht ein Loch von fünf Zentimetern. Der kleine Spi musste wieder hoch, der Speed blieb gleich, aber es fehlen fortan fünf Grad Tiefe. Das kaputte Segel wird weiter repariert.”

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Quebec – St.Malo Class40: “Mare” mit Problemen zur Halbzeit 4.; “Red” holt auf“

  1. avatar Manfred sagt:

    Aha, das bringt Erhellung. Hatte mich schon über den Zick-Zack Kurs der letzten Tage gewundert. Aber wenn da drei Skipper in drei Richtungen segeln, dann sieht das halt so aus wie auf dem Tracker.

    Dem Halvard Mabire und der Miranda Merron würde ich den Coup schon gönnen. Sind lange genug dabei und ist Halvard nicht einer der Promoter dieser interessanten Bootsklasse?

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