SCA-Team Volvo Ocean Race: Zwei weitere Frauen benannt – Was ist mit Anna-Maria Renken?

Noch mehr Frauenpower

SCA, das Frauen Team beim Volvo Ocean Race, hat zwei weitere Crewmitglieder benannt. Die Amerikanerin Sally Barkow und Justine Mettraux aus der Schweiz sind die Nummer neun und zehn. Damit fehlen nur noch zwei Seglerinnen für die Stammcrew und zwei Ersatzfrauen.

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Carsten Kemmling

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12 Kommentare zu „SCA-Team Volvo Ocean Race: Zwei weitere Frauen benannt – Was ist mit Anna-Maria Renken?“

  1. Auch wenn Justine dies hier sicher nicht liest – Herzlichen Glückwunsch zum Einstieg in’s Team SCA. Es hätte mich – selbst bei einem schlechteren Abschneiden im MT – gewundert, wenn sie nicht rein gekommen wäre.

    Und wegen Anna Maria Renken – es mag weh tun, wenn man zurückgestellt wird, doch wenn sie in verantwortlcher Position im Offshore Bereich um Spitzenplätze kämpfen möchte, dann wird es wohl notwendig sein, dass sie auch mal vorn ankommt. Und wenn dies in der großen Class-40 wegen fehlender Sponsoren nicht klappt, dann geht es ja vlt. in der Figaro-Klasse oder noch “preiswerter” in der Classe-Mini.

    VG, Frank

    • avatar liebersegeln sagt:

      Der einzige, der es – so scheint es jedenfalls – wirklich dauerhaft im Offshore Zirkus vertreten ist, ist Jörg Riechers. Vielleicht sollte sein Karriereweg in Deutschland als Vorbild dienen, er hat auch bei den Minis angefangen und ist langsam aber stetig und stets erfolgreich aufgestiegen. Er segelt sogar mit deutschem Sponsor.

    • avatar Eike sagt:

      Das sie in der Figaro-Klasse jemals besser abschneiden wird als in der Classe 40 mag ich stark zu bezweifeln… Auch Boris Herrmann und Jörg Riechers wissen warum sie nicht in der Figaro Klasse aktiv sind. Wer kein absolut hochkarätiger Segler ist, wird dort gnadenlos untergehen. Jörg Riechers war um 2005 in der Klasse aktiv und ist nicht über das Mittelfeld hinausgekommen.

      Wer kein absoluter Spitzensegler ist und in der Offshoreszene vorne mitmischen möchte, dem bleibt nur mit einem ordentlichen Sponsor und einem Top-Boot an einer Konstruktionsklasse teilzunehmen.

      Classe Mini hat zudem den Nachteil, dass man zur Teilnahme am Transat 6.50 eine Zweijahreskampagne einplanen muss…und am Ende hat man an lediglich einer nennenswerten Regatta teilgenommen – mit dem Les Sables – Les Açores – Les Sables vielleicht zwei. Für Einsteiger in den Offshore-Circuit aber wohl dennoch der beste Weg Fuß zu fassen.

      Jörg Riechers wird in den nächsten Jahren wohl der einzige deutsche Segler sein, der nennenswerte Leistung bringen wird. Er hat einen Sponsor der an ihm festhält, er liefert gute Ergebnisse und er hat durch seine lockere Art und Weise im Gegensatz zu Boris Herrmann (wirkt eingebildet) und Anna-Maria Renken (nichts nennenwertes erreicht) auch das beste Auftreten gegenüber den Medien.

      • avatar Chris Lükermann sagt:

        Sorry, aber da kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen.
        Nachdem du anmerkst dass man nach einer zweijährigen Mini-Kampagne an “lediglich einer nennenswerten Regatta teilgenommen” hat möchte ich schon darauf verweisen dass die Figaro Etappen nächstes Jahr alle um die 500sm lang sind und als Highlight gleich zu Beginn das Transat AG2R (doublehanded) haben.

        Im Mini fährt man in 2014 beim Select 330sm, beim Mini en Mai 500sm, beim MAP 220sm und beim Azorenrennen als Highlight 2600sm. Und das waren nur die Solo-Regatten (Fastnet mit 600sm, etc. mal nicht mitgerechnet).

        Ich verstehe schon dass in Deutschland vielleicht nur das Transat wirklich wahrgenommen wird aber ein Rennen wie das Pornichet Select (330sm im April solo) oder ein Mini en Mai mit 500sm (das ist soviel wie das “große” Rund Skagen) als nicht “nennenswert” zu bezeichnen geht mir irgendwie gegen den Strich 🙂

        • avatar Eike sagt:

          Die Regatten sind mir schon bekannt, ich find die Minis ja auch geil :D… aber es ging ja um die Bedeutung und lange Etappen machen eine Regatta nicht herausfordernder oder bedeutsamer, sondern in erster Linie die Klasse der Teilnehmer – und da ist die Figaro-Klasse nunmal deutlich besser besetzt. Auch das One-Design macht eine erfolgreiche Saison in der Classe Figaro für die Sponsorensuche eindeutig wertvoller als eine Mini-Kampagne, bei der man am Ende nicht sicher weiß, ob nun der Segler oder doch das Budget beziehungsweise die richtige Wahl des Bootes entscheidend war.

          Übrigens sind meiner Meinung nach nicht die alljährlichen Transatlantikrennen der Saisonhöhepunkt, sondern das Solitaire du Figaro. 🙂

          • Du bringst es (fast) auf den Punkt. Natürlich hat ein vorderer Platz im Figaro eine andere Bedeutung als im Mini, denn den gewinnt man nur, wenn man in der Klasse irgendwann einmal und am Besten auch vor jeder Regatta, die Zeit hatte, 100% seiner Zeit dem Segeln (in echten Mehrboot-Trainings) widmen zu können.
            Und wer von uns hat das schon … Aber gleich danach kommt für mich ClasseMini, die in den Bretagne-Regatten Felder um die 80 Boote an den Start bringt und inzwischen in der Lesitungsspitze ebenfalls hoch professionell sind. Da sehe man sich nur mal die Ergebnisse der letzten 2 Jahre an.

            Rund Skagen, Rund Bornholm, Fastnet und ähnliche Regatten sind sicher hart – aber einen vorderen Platz in diesen Regatten sagt über den einzelnen Segler nicht sonderlich viel aus, da dort immer das Zusammenspiel der Crew den Erfolg ausmacht – ein Grund für mich, warum ich für 2 Jahre zur Classe Mini gewechselt bin auch wenn ich leider kaum/keine Zeit zum Training gefunden hatte …

          • avatar Björn Freels sagt:

            Ich denke schon, dass auch lange Etappen einer Regatta Bedeutung bringen, sonst würde so etwas wie die Vendee Globe ja wenig Sinn machen. Richtig vergleichen kann man beides eigentlich nicht. Die Figaro-Klasse ist sicher die mit der höchsten Leistungsdichte, Offshore-mäßig würde ich das eher als Sprint einordnen. Bei einer Langstreckenregatta kommt es auf andere Dinge an: einen guten Rhythmus, zu wissen wann man Gas geben kann und wann nicht, die Stärken des Bootes kennen und richtig einzusetzen und nicht zuletzt das Boot zu warten und zu reparieren.
            Wenn das Ziel also Vendee Globe oder ähnliches ist, dann lohnt sich der Weg über die Classe Mini sicher. Denn neben den seglerischen Skills sind ja auch bei der IMOCA-Klasse Kenntnisse über Bootsdesign und Bootsbau elementar. Für den Erfolg muss man das richtige Design wählen und während einer Vendee Globe fallen immer wieder recht umfangreiche Reparaturen an. Gerade in einem Mini-Proto-Projekt lernt man das notwendige Basiswissen dafür. Denn auch im Mini setzt man sich nicht einfach auf das ausgewählte Boot und fährt los, die Zeit, die man mit Reparaturen und Modifikationen verbringt, ist nicht zu vernachlässigen.
            Anna-Maria wünsche ich weiterhin viel Glück. Es ist immer leicht Kritik zu üben. Man sollte nicht vergessen, dass man schon so ziemlich alles auf eine Karte setzen muss, wenn man in den großen Offshore-Zirkus möchte. Job kündigen, alles Geld investieren und dann hoffen dass ein Sponsor aufspringt…

      • avatar Shagds sagt:

        Boris wirkt doch nicht eingebildet… Jörg finde ich wirkt deutlich eingebildeter und wortkarg! Beispiel Ger-OO Award im letzten Jahr.

  2. avatar SR-Leser sagt:

    Riechers: erst große Leistung, dann große Sprüche
    Renken: erst große Sprüche, dann………………..nix

  3. Ach – am AMR Bashing will ich mich nicht beteiligen. Ich denke, dass Anna Maria schon gut segeln kann, wie sie ja auf diversen DH-Regatten im 40er Bereich gezeigt hat. Nur ist es etwas schwierig aus einer Hinterherfahr-Position heraus (im Chocolat 2012 auf einer Pogo aus 2006) eine Position im SCA-Team begründen zu wollen.

    Also Anna – ein Mini sollte im Budget drin sein und wohnen tust Du ja praktisch schon dort …

  4. avatar Wilfried sagt:

    Ich finde die These süß, dass die Männer vor den 11 Frauen soviel Angst haben das sie erst gar nicht melden und deshalb nur 5 Mannschaften starten werden. Als nächstes kann man ja noch die These nachschieben das der Sponsor der Frauenmannschaft durch seine Meldung das Race kaputt macht.
    Fakt ist das mich das gegurke durch Schwachwindzonen und Beschränkung jeglicher taktischer Möglichkeiten durch lauter Icegates dem Rennen die Spannung genommen hat. Vielleicht ist es dadurch ja sicherer als früher aber scheinbar auch für Sponsoren nicht mehr interessant genug. Man hat wohl vergessen das der Reiz von Hochseeregatten sich nicht nach den Sponsorengeldern in den Etappenhäfen bemisst.

  5. avatar dubblebubble sagt:

    Gabs da nicht mal Zickenalarm an Bord mit einer Britin? Éventuellement ist da was in der Szene hängengeblieben (oder gestreut worden), von wegen suboptimaler Teamfähigkeit unserer germanischen Offshore-Braut.

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