Solidaire du Chocolat: Riechers mit Ups and Downs. Führung gerät in Gefahr

"Zähne zusammenbeißen"

Na dann Prost. Jörg Riechers und Marc Lespesqueux testen das karibische Bier vor dem finalen Run nach Mexiko. © Riechers

Die Konkurrenz macht Druck. “mare” gegen drei Franzosen. Aber Jörg Riechers und Marc Lepesqueux liegen nach dem Wochenende beim Solidaire du Chocolat weiterhin vorne. Mit hoher Geschwindigkeit ist das deutschfranzössche Team, das sich selber “La Merkozy” nennt, mit dem großen Gennaker Richtung Venezuela gerast, hat dort gehalst und passiert gerade Jamaika auf dem Weg Richtung Mexiko.

Die Positionsreports müssen für die “mare”-Crew ein Wechselbad der Gefühle sen. Erst vergrößerte sich nach St. Barth der Vorsprung unaufhaltsam von 30 auf 50 Meilen, dann schrumpfte er schnell wieder auf 26 als die Konkurrenz mit auffrischendem Wind tiefer halten konnte. Nach der Halse ging es erneut auf 64 Meilen nach vorne. Zuletzt waren alle drei Gegner aber 1,5 knoten schneller und Stephane Le Diraison und Adrien Hardy liegen 730 Meilen vor der Ziellinie nur noch 57 Meilen zurück.

Die gebeutelte Groupe Picoty Crew schickt einen Gruß vom 10. zum 7. Platz, wo Stabhochsprung-Olympiasieger Jean Galfione an der Pinne sitzt. Mit solchen Späßen holen sie Anna Maria Renken wohl nie ein... © Groupe Picoty

“Wir benötigen noch die Gunst des Schicksals, um “mare” nahe zu kommen”, sagt Le Diraison. “Aber die Situation vor Mexiko ist sehr komplex. Da geht vielleicht noch was.”

Jörg Riechers kämpft am Limit. Das Bier-Präsent aus St. Barth hilft dabei nicht. “Schon nach einer halben Dose waren wir so angeschossen, dass wir den Rest ins Meer schütteten. Erschöpfung ist keine gute Grundlage für Alkohol. Obwohl wir ziemlich müde und fertig sind, ist die Stimmung dennoch gut.”

Das änderte sich kurz, als dem Hamburger ein fliegender Fisch ins Gesicht flog. “Der Gestank verfolgt mich schon den ganzen Tag”, schreibt er in seinem Blog. Außerdem könne er kaum noch sitzen. “Segeln zu solchen Bedingungen ist nicht gerade eine Wohltat für die Haut. Da hilft nur eins: Zähne zusammenbeißen und Zinksalbe auftragen.”

Racetracker

 

 

 

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Carsten Kemmling

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9 Kommentare zu „Solidaire du Chocolat: Riechers mit Ups and Downs. Führung gerät in Gefahr“

  1. avatar Lionel Hutz sagt:

    Go! Go! Go! Ihr macht das super!

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  2. avatar OleH. sagt:

    Aber bitte keinen Bruch fahren – ich drücke “La Merkozy” die Daumen. Der Wind wird ja laut Prognose flauer, und hoffentlich trifft es alle gleichermaßen. Da sind 50 Meilen nicht viel…

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  3. avatar Bernie E. sagt:

    Wegen meiner Unkenntnis über Mittelamerika, habe ich mir gerade mal Progreso/Mexiko auf Google Maps angesehen. Hm – hätte mir das Ziel einer solchen Regatta ja schon etwas “feudaler” vorgestellt. Naja, den Bierdurst werden Sie dort zum Zieleinlauf bestimmt auch stillen können 😉
    Was passiert mit den Booten eigentlich nach der Regatta? Kommen die auf nen Frachter oder werden sie zurückgesegelt?

    VG

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  4. avatar Lyr sagt:

    spannend!!!!!!!! Aber ich bin sicher ihr schafft das! *daumendrück 🙂

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  5. avatar OleH. sagt:

    Immerhin- sie haben heute Mittag “gezackt” und gehen so hoffentlich der Leichtwindzone aus dem Weg … und ich bin sehr gespannt, wann sie wieder zurückhalsen.

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    • avatar Uwe (Finn) sagt:

      Der WSW-Schlag sieht gut aus !

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      • avatar Ole H. sagt:

        yapp. vor allem, weil ihn die Boote 2-4 nachgezogen haben. Distanz um die 40 Meilen – 10 haben sie abgeknabbert seit heute morgen.
        Hoffentlich können die Jungs noch mal ne Schippe drauflegen.

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        • avatar John sagt:

          Die 10 Meilen Verlust sind nicht wild. Der tatsächliche Abstand ist meiner Meinung nach konstant geblieben. Jetzt sind es ziemlich genau 40 Meilen mehr Tiefe (!), die Merkozy haben. Heute morgen war die Zahl zwar größer, aber die Positionierung hat sich nicht verschlechtert. Wenn man sich die Windvorhersage ansieht, dann kann nur noch Bruch den Sieg verhindern.

          Man darf diese Zahlen auch beim VOR immer nicht überbewerten, da es sich immer um mit dem Lineal gezogene Abstände handelt – ohne Berücksichtung des Windes etc.

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        • avatar Uwe (Finn) sagt:

          Der Abstand zwischen der “mare” und den Verfolgern ist wohl nur scheinbar geringer geworden, da die Entfernungsangaben des Trackers nicht den Abstand zwischen den Booten sondern sondern zum Ziel wiedergeben.

          Gerade auf den Vorwindkursen müsste die “mare” schneller als die Konkurrenz sein. Es bseteht jedoch noch die Gefahr das die “mare” kurz vorm Ziel in einem Flautenloch hängen bleiben könnte. Es ist also “Daumendrücken” angesagt !

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