Vendée Globe: Strafen für Verkehrssünder, Le Cléac’h am Äquator, Gutowski mit Problemen

Fünf Boote in Sichtweite


Day 11 highlights – Tuesday, November 20 von VendeeGlobeTV

Der führende Segler bei der Vendée Globe Armel Le Cléac’h hat mit seiner “Banque Populaire” den Äquator überquert und benötigte dafür 10 Tage und 19 Stunden. Er war damit fast zwei Tage schneller als Loïck Peyron vor vier Jahren. Viel wichtiger dürfte ihm aber sein, dass er seinen Vorsprung zu den Verfolgern auf 39 Meilen ausbauen konnte.

Der Schweizer Bernhard Stamm im gemütlichen Sitzsack vor seinem Bildschirm © Stamm

Der Schweizer Bernhard Stamm im gemütlichen Sitzsack vor seinem Bildschirm © Stamm

Diese fünf Skipper sind dabei, die Leichtwindzone fast Bord an Bord zu überwinden. Francois Gabart auf “Macif” berichtet, dass er durchaus einen Zusammenschluss erwartet hat, aber nicht mit so vielen Booten.

“Gestern konnten wir uns alle fünf sehen. Das zeigt, wie eng das Rennen ist. Eine tolle Regatta. Jede kleine Trimmänderung, jedes Manöver macht einen sofortigen Unterschied. Schade nur, dass Armel nicht dabei ist. Er mag diese engen Situationen. Er dachte wahrscheinlich, es sei besser, das Rennen von vorne zu führen. Glückwunsch an ihn, er liefert tolle Arbeit ab.”

Das Vendée Globe Feld am 21.11.2012

Das Vendée Globe Feld am 21.11.2012

Die leichten Verdier Designs sind bei dieser Leichtwind-Schlacht aber offenbar der alten “Hugo Boss” und auch Bernhard Stamm überlegen. Beide Skipper fielen etwas zurück, auch wenn Stamm durch seinen östlicheren Kurs noch auf Platz drei geführt wird.

Software Problem ungelöst

Immer noch hat der Pole Zbigniew Gutkowski seine Software Probleme mit dem Autopiloten nicht gelöst. Er hält auf die Kanaren zu, wolle dort aber nicht an Land gehen. Sein Team gibt ihm Aufgaben, wie er den Computerfehler testen und beheben kann. Aber bisher waren die Bemühungen nicht erfolgreich. Gutkowski liegt als Letzter bereits mehr als 1700 Meilen hinter der Spitze des Feldes zurück.

Lustig auch der Italiener Alessandro Di Benedetto, der mit 1000 Meilen Rückstand das Feld vor sich hertreibt. Der Mann, der mit einem Mini 6.50 einhand nonstop die Welt umrundet hat, genießt offensichtlich den Platz auf seinem 60 Fußer und filmt sich, wie er nur mit Badehose an den Kapverden vorbeisegelt.

Strafe im Verkehrstrennungsgebiet

Die Jury hat inzwischen den Vorfall behandelt, den Alex Thomson und die Wettfahrtleitung protestierten, als sechs Segler nicht ordungsgemäß das Verkehrstrennungsgebiet vor dem Kap Finisterre passiert haben. Die Entscheidung ist, dass Synerciel, Mirabaud, Acciona, Initiatives Heart and Energa eine zwei Stunden Strafe aufgebrummt bekommen, Mike Golding 30 und Jean-Pierre Dick 20 Minuten. Wie genau die Strafen ausgeführt werden müssen, ist noch nicht bekannt.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „Vendée Globe: Strafen für Verkehrssünder, Le Cléac’h am Äquator, Gutowski mit Problemen“

  1. avatar °!° sagt:

    30 bzw. 20 Minuten, nicht Meilen.
    http://www.vendeeglobe.org/data/medias/00/87/8701.pdf

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  2. avatar Wilfried sagt:

    nebenbei, es waren 9 Sünder. Die anderen sind nur schon ausgeschieden.

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