Volvo Ocean Race: Auch Profis werden seekrank. Camper in Führung

"Immer wieder schlucken..."

Der Auftakt der vierten Volvo Ocean Race Etappe gestaltet sich als harter Test für die Mägen der Profisegler. Am Montag war die Flotte der sechs Yachten entsprechend ihrer Abstände aus der 40 Meilen Sequenz am Sonntag bei extremer Flaute auf den Kurs entlassen worden. Kurz danach wurde sie beim harten Amwindkurs in alter See schwer gebeutelt.

Von Null auf hundert. Nach der Flaute knallt Sanya durch heftige Wellen. © Andrés Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race

“Unten sieht es aus, als wäre eine Schlacht geschlagen worden”, sagt Abu Dhabi Skipper Ian Walker. “Einige sind schon krank, und der Rest schluckt immer wieder. Ich verspürte heute erstmals überhaupt einen Anflug von Seekrankheit. Gott sei Dank habe ich das gefriergedrocknete Hühnchen mit der Tomatensauce bis jetzt drin behalten können im Gegensatz zu einigen anderen an Bord.”

Die Yachten fliegen über Mosterseen, die von den Stürmen der vergangenen Tage hinterlassen wurden. Die Wellen erreichen eine Höhe von vier Metern, der Wind weht dagegen nur mit rund 17 Knoten. Ohne eine längere Gewöhnungszeit auf den Booten haben selbst die “Eisen-Mägen” der Profis Probleme mit den Erschütterungen.

Camper (weiß) hat eine Rechtsdrehung in eine solide Führung umwandeln können.

An der Spitze hat sich Camper platzieren können, nach sich das Team aus Neuseeland zuerst aus extremen Flautenphase nach dem Restart befreien konnte. Bei Amwind-Bedingungen halten die Kiwis eine Rechtsdrehung auf der rechten Seite gut für sich nutzen können.

Allein Puma hastet dem Feld hinterher. Das Team mit Michi Müller musste 40 Minuten nach Telefonica starten und der Rückstand vergrößerte sich noch auf inzwischen 35 Meilen.

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Roberto Bermudez De Castro erledigt vorsichtig seine Arbeit bei Flaute kurz nach dem Start auf dem Vorschiff von Camper. Die Kiwis segeln am geparkten Feld vorbei. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Craig Satterthwaite packt unter Anstrengungen ein Segel auf dem Sanya Vorschiff. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Die Crew von Abu Dhabi kämpft unter Deck gegen die Seekrankheit auf dem ersten Starkwindmeilen. © Andrés Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race)

 

 

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Carsten Kemmling

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