Volvo Ocean Race: Camper Vorschiffsmann Mike Pammenter verletzt

Gegen ein Want geschleudert...

Tony Rae setzt unter Deck der Camper Yacht eine Spritze in den Nerv des ausgeschlagenen Zahns von Mike Pammeter. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Knapp eine Stunde vor dem Mastbruch auf Puma hat der Vorschiffsmann Mike Pammenter auf der von Camper gesponserten Team New Zealand Yacht einen Unfall erlitten.

Bei einem Segelwechsel wurde der Südafrikaner auf dem bockenden Boot von einem Brecher umgerissen und gegen die Stagen geschleudert. Dabei traf sein Mund mit voller Wucht gegen ein Want.

Die Wunde blutete stark, als die medizinisch ausgebildeten Renn-Veteranen Tony Rae und Stu Bannatyne, den Verletzten unter Deck brachten. Dort stellten sie fest, dass ein Schneidezahn ausgeschlagen und die Lippe aufgerissen ist. Pammeters Helm hatte eine schlimmere Kopfverletzung verhindert.

Mit Nadel und Faden. Rae näht die aufgerissene Lippe seines Vorschiffsmanns mit drei Stichen. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Tony Rae injizierte ein Betäubungsmittel in den Zahn-Nerv und nähte die Lippe mit drei Stichen. Die Neuseeländer nahmen nach dieser kurzen Behandlungspause wieder ihre maximale Geschwindigkeit von rund 20 Knoten wieder auf.

Das Camper Team hatte die Distanz zu den führenden Spaniern von Telefónica in den vergangenen Tagen von maximal 170 auf nun 94 Meilen drücken können.

 

 

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Camper Vorschiffsmann Mike Pammenter verletzt“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Geil, da ham wa se wieda: Echte Helden!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

    • avatar Marc sagt:

      Da bin ich lieber der Held vom Erdbeerfeld und gehe zum normalen Zahnarzt 😉

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

    • avatar Heini sagt:

      Nein, erst wenn die Rambo-mässig ihre Platzwunden selber nähen

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  2. avatar Wilfried sagt:

    Camper hat nicht aufgeholt. Die haben immer noch 160 Meilen Abstand. Der Tracker weißt nur weniger aus weil die rumb line nördlicher nach Kapstadt führt und die beiden das Tief südlich umfahren.

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    • avatar bowman sagt:

      Ich geh’ mal davon aus, die berechnen für die angegebenen Daten individuell den Großkreis von jeder Schiffsposition nach Kapstadt – da spielt der Großkreis von Fernando de Noronha nach Kapstadt keine Rolle.

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      • avatar Wilfried sagt:

        könnte gut sein. Ändert aber nichts am Abstand, oder anders gesagt, die sind nicht schneller gewesen. In den letzten Stunden scheinen sie aber mit dem nördlicheren Kurs tatsächlich aufzuholen.

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