Volvo Ocean Race: Groupama in Führung vor Piratenzone, Sanya vor Nothafen

Sie lagen vor Madagaskar...

In der Nacht hat die französische Groupama die Führung beim Volvo Ocean Race übernommen. Erst lag sie auf ihrer östliche Position lange in der Flaute, dann segelte sie in den letzten Stunden klar schneller als die Konkurrenz und liegt aktuell sechs Meilen vor Telefonica. Sollte sich die extreme Strategie diesmal für Cammas auszahlen?

Ein Mann an Deck. Sanya rast im Cruising Mode nach Madagaskar mit dem beschädigten Want in Lee. © Andres Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race

Der Groupama Skipper sagt: “Wir haben andere Optionen auf beiden Etappen gewählt wegen unserer Erfahrung mit den Multuhulls. Wir haben einige strategische Risiken in Kauf genommen und sind eben auf einer anderen Position ausgekommen.”

Derweil zeichnet sich ab, dass Telefonica im direkten Zweikampf mit Camper auf den harten Reachgängen das schnellere Boot zu sein scheint. Die Spanier überholten die Neuseeländer in Luv und nahmen ihnen auf direktem Kurs an einem Tag 15 Meilen ab.

Die Situation am 20.12. Sanya liegt vor Madagaskar, Groupama zieht rechts am Feld vorbei.

Wie gut das Feld tatsächlich zum Ziel platziert ist, lässt sich nicht genau abschätzen, da es bald die Piratenzone erreicht. Dort soll die Kommunikation ausgeschaltet werden und die Schiffe verschwinden vom Tracker.

Der traurige Mike Sanderson liegt mit seiner Sanya vor Madagaskar. Er steuert den Hafen Ehoala an, wo das gebrochene Diagonalwant (D2) repariert werden soll. “Wir haben Wunder vollbracht, die uns zur Startlinie der zweiten Etappe gebracht haben. Nun müssen wir es wieder tun, für die dritte Etappe nach Sanya. Gebt uns nicht auf!”

Es sah erst gar nicht gut aus für Groupama im Osten. Aber nach der Flaute kam der Wind. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Die Aufgabe, die vor ihm liegt, ist allerdings etwas kompliziert. Das Containerschiff, das die Yachten aus dem viel zitierten geheimnisvollen und unbekannten “sicheren Hafen” nach Abu Dhabi bringen soll, wird kaum auf den Havaristen warten können.  Deshalb dürfte Sanya auch das Inportrace verpassen.

Aus dem chinesischen Sanya tönen mittlerweile mitfühlende Töne. Der stellvertretende Bürgermeister Wu Yanjun sagte, dass ihn das Unglück des Teams an den Marsch der Roten Armee 1930 erinnert. “Trotz aller Not und Rückschläge warten Sieg und Erfolg hinter der nächsten Ecke.” Na dann…

Für Puma läuft es ordentlich. Kelvin Harrap steuert mit der tiefstehenden Sonne im Rücken. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

 

Hmmm... Stuart Bannatyne und Chris Nicholson grübeln vor den Wetterszenarien. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

 

Nochmal Hmmm... Ken Read scheint von Aussichten wenig begeistert. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

 

Bastelarbeiten beim Abu Dhabi Team. Der Schwertkasten ist beschädigt. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

 

Schöne Aussichten für Telefonica. Die Spanier sind wieder extrem schnell unterwegs. © Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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