Volvo Ocean Race: Puma auf dem Weg, Sanya hat Loch gestopft

Schiff an Bord

Die Übernahme-Operation der “Mar Mostro” vor Tristan da Cunha ist geglückt. Fünf Stunden nach dem Eintreffen des Frachters “Team Bremen” hat sich die Puma Mannschaft mit ihrer Yacht auf den dreitägigen Weg nach Kapstadt gemacht.

Schiff an Bord. Michi Müller kontrolliert die Heckleine als "Mar Mostro" vor Tristan da Cunha auf den Frachter gehievt wird. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Bei moderaten Wetterbedingungen konnte der Racer relativ problemlos vom Kran des Frachters auf das Deck gehievt werden. Auch der Mast ist inzwischen in Kapstadt angekommen nach einer Flugreise aus Newport/USA über Luxenburg, Amsterdam und Johannesburg.

Ken Read steht noch ganz unter dem Eindruck des erstaunlichen Abenteuers in Tristan da Cunha. So erzählt er eine Geschichte aus dem lokalen Internetcafé:

“Ich saß mit Brad vor den Rechnern, um Emails zu schreiben, als plötzlich eine Kuh ihren Kopf in zur schmalen Tür herein steckte. Sie sah sich um und Brad meinte, sie schaue nach, ob ein Computer frei sei, damit sie ihre Facebook-Seite checken könne. So ist Tristan.”

"Mar Mostro" auf dem Deck der "Team Bremen". © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Zum Abschied bedankt sich Read bei den gastfreundlichen Einwohnern: “Vielen Dank Freunde. Mögen eure Kühe fett werden und der Hummerfang gedeihen. Und möge euer Internet schneller werden, aber behaltet eure Kultur so bei wie sie ist.”

Auch bei den übrigen Patienten des Volvo Ocean Races scheinen die Arbeiten soweit fortzuschreiten, dass am Samstag alle sechs Yachten an der Startlinie des Inport-Races erscheinen sollten. Das Sanya-Team hat seine neue Bugsektion eingesetzt und mit den Schleifarbeiten begonnen. Abu Dhabi checkt noch intensiv das Ersatzrigg, und wird es wohl rechtzeitig stellen können.

Ken Read blickt zurück auf Tristan da Cunha. Ein unwirkliches Abenteuer. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

 

 

Der Puma Mast vor dem Tafelberg. Er kam per Flieger aus den USA über Luxenburg, Amsterdam und Johennesburg. © Marc Bow/Volvo Ocean Race

Das neue Stück Sanya liegt für den Einbau bereit. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Das Ersatzteil wird am Rumpf des VO70 angepasst. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Russell Bowler, Vize President von Farr Yacht Design, legt selber Hand an und beaufsichtigt die aufwendige Reparatur. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

 


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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Puma auf dem Weg, Sanya hat Loch gestopft“

  1. avatar Sven sagt:

    ein Wahnsinn an Logistik, Hut ab vor den Organisatoren.

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  2. avatar Marc sagt:

    Sieht alt aus der Frachter “Team Bremen” bisl Farbe und eine Rostkur täte dem auch mal gut.

    Und dem Sanya Bugteil würde ich auch nicht trauen. Einfach mit Spanngurten druntergeklemmt. Wird da nix einlaminiert? Oder reichen da die ca. 5 cm die da noch drüber kommen. Ist ja so nun überhauptnix verwabt.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 8

    • avatar Chenninge sagt:

      Ich glaub fast, die Jungs wissen was sie tun….

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      • avatar Marc sagt:

        Das schon, aber erstaunlich das so etwas so enorme Kräfte aushält.

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      • avatar Tramp sagt:

        Ich fasse mal zusammen:
        Der Rumpf delaminierte sich großflächig bei 35 kn Wind und 11 kn Fahrt. Ich würde Deine Aussage zumindest nicht blind unterschreiben 😉

        VG

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    • avatar stefan sagt:

      …vor allem bremsen die Spanngurte im Wasser doch ungemein. ;-)))

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      • avatar Chenninge sagt:

        vielleicht waren die letzten Gurte nicht salzwasserbeständig… eine Welle unter den Bug (was ja mal vorkommt) und schon sind die durchgeweicht- ohne die Gurte kann der Restrumpf dann ja nichtmehr halten:D
        Die Neuen ähneln aber denen, die wir zu hause auch als Kielbefestigung einsetzen- bei Tausch nach jeder Etappe sollten die halten;) 😀

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