Volvo Ocean Race: Puma-Plan aufgegangen, Groupama in Führung

"Kein Komfort-Rennen"

Ken Read hat bei der vierten Etappe des Volvo Ocean Races mit seinem riskanten Abstecher nach Japan schließlich doch noch Erfolg. Mit stärkerem Wind und besserem Winkel rutschte er über das Feld und schaffte mit 525 Meilen in 24 Stunden das bisher größte Etmal auf dieser Etappe. Den aktuellen Rekord bei diesem Rennen hält Camper mit 554 Meilen auf der ersten Etappe.

Puma liegt derzeit auf Platz zwei. Nur die Franzosen arbeiteten sich geschickt rechtzeitig gen Osten und legten sich vor Puma. Der Vorsprung beträgt gut 3000 Meilen vor dem Ziel beruhigende 84 Meilen. Auf dem Weg nach Auckland sind aber noch einige Flautenlöcher zu umschiffen.

Dabei liegen auch die gesamtführenden Spanier mit Telefonica gut im Rennen. Iker Martinez hält die westlichste Position und hat noch gute Optionen für einen erneuten Etappensieg.

Noch gut 3000 Meilen bis zum Ziel in Auckland. Auf die Volvo Ocean Race Flotte warten noch einige Flautenlöcher.

Tragisch verläuft das Rennen wieder einmal für die Neuseeländer auf Camper. Das klar dominierende Team auf dem ersten Teil der Etappe ist jetzt links und rechts überlaufen worden. Zum fehlenden Grundspeed auf dem harten Raumschotskurs und einer unglücklichen taktischen Positionierung kam jetzt auch noch eine gerissene Fock. Das Segel muss genäht werden. Mit der kleineren Ersatzfock fehlen einige PS Richtung Auckland.

Aber nach den brutalen Amwind-Bedinungen zu Beginn der vierten Volvo Ocean Race Etappe freuen sich die Teams jetzt über die harten Fullspeed-Bedingungen. Es ist allerdings etwas feucht an Bord. Puma Medien-Mann Amory Ross beschreibt die Situation an Bord:

Pumas Außenkurve hat sich bisher ausgezahlt. Aber Groupama verteidigte geschickt und hat sich vor das rote Schiff gelegt. Die rote Linie zeigt den direkten Kurs zum Ziel. Auch Telefonica (blau) macht im Westen noch Druck.

“Es fühlt sich gut an, wieder schnell zu segeln…wenigsten psychologisch! Das Segeln auf diese Weise macht Spaß. Daran hat jeder gedacht als für diese um-die-Welt-Regatta unterschrieben hat. Allerdings ist es auch eine Rückkehr zu den schmerzhaften Schlägen und Sprüngen.

Und nichts bleibt trocken. Man muss damit leben und zurechtkommen. Kein Kleidungsstück kann diesen reißenden Sturzbächen auf dem Deck standhalten. Was nass ist, bleibt nass. Keine Chance, bei der Wärme und Luftfeuchtigkeit irgendetwas zu trocknen.

Aber das ist auch egal. Es ist kein Komfort-Rennen. Die Geschwindigkeit zählt und es ist sehr eng. Aber theoretisch sollte uns der Wind nach wie vor einen schnelleren Winkel zum Ziel bescheren, als den Booten im Westen.”

Landunter-Bedingungen auf Abu Dhabi. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

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