Volvo Ocean Race: “Sanya” gibt erste Etappe auf und will per Frachter nach Kapstadt

Offene Wunde

Der verwundete "Sanya"-Rumpf in gekrängtem Zustand. Das Kohlefaser-Laminat ist sichtbar, die Außenhaut abgeplatzt. ©

Mike Sanderson vom Sanya Team hat erklärt, dass der beschädigte Rumpf seines Volvo70 als Decksfracht nach Kapstadt gebracht werden soll. Das eindringende Wasser habe einen größeren Schaden am Laminat verursacht als bisher angenommen.

Nach wie vor ist unklar, wie das Leck zustande gekommen ist. “Sanya” sei gegen 35 – 38 Knoten Wind angekreuzt und etwa 11 Knoten schnell gewesen. Die Crew habe einige laute Geräusche gehört, dem aber bei dem allgemeinen Lärm wenig Bedeutung beigemessen. Erst der abtauchende Bug habe die Alarmstimmung ausgelöst.

Der Schaden entstand im Bugbereich vermutlich nach einer Kollision mit Treibgut. Ein wasserdichtes Schott verhinderte den Untergang. © Sanya

Im Hafen Motril zwischen Almeria und Malaga an der Costa del Sol stellte die Crew fest, dass sie Glück hatte, nicht gesunken zu sein. Auf einer bis zu 3 Meter großen Fläche hat sich das Karbon-Laminat abgelöst.

Sanderson glaubt, dass es eine punktuelle Kollision mit einem Objekt gegeben habe und dann der Wasserdruck des hart segelnden Bootes den Schaden vergrößert habe. Es ist noch nicht klar, ob das Schiff bei der Werft King Marine in Valencia repariert werden soll, wo es auch gebaut worden ist.

 

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Carsten Kemmling

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9 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: “Sanya” gibt erste Etappe auf und will per Frachter nach Kapstadt“

  1. avatar Peter sagt:

    Hey Kurt !

    Das hättest Du doch besser laminiert, oder ?

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  2. avatar T.K. sagt:

    Das erinnert schon arg an die Hugo Boss vor einigen Jahren. Das ist sehr sehr aufwändig zu reparieren. Wundert mich nicht, daß man das Schiff per Deckfracht nach Kapstadt bringt.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 1

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