Volvo Ocean Race SR Interview: Michael Müller über die Chancen seines Puma-Teams

Der Fels in der Brandung

SegelReporter im Interview mit Michael Müller vom Puma Ocean Race Team. © J. Hackstette/Puma

Michael Müller steht auf dem Ponton vor dem schwarzroten Panther-Schiff. Ein Kind auf dem Arm, eines zu seinen Füßen, die Frau an der Hand. Familien-Idylle. Um ihn herum huschen Menschen. Hunderte quetschen sich an der Ponton-Absperrung. Ein Blick auf die Seehelden erhaschen, die bald auf dem Meer ihr Leben riskieren.

Segler schleppen Material von und zu den Yachten. Aus den Lautsprechern plärrt die überschlagende Stimme der Kommentatoren. Puma Chef Franz Koch geht von Bord. Müller ficht das nicht an. Er steht einfach da. Wie ein Fels in der Brandung.

Michi Müller mit Familie vor der "Mar Mostro". Puma Chef Franz Koch (l.) geht von Bord. © SegelReporter.com

Die schwarzrotgoldenen Flagge auf dem Rücken, der ausladende Latissimus-Muskel spannt die Buchstaben des Namens in die Breite. Der blonde Pferdeschwanz bewegt sich im Wind. Der Mann zeigt der Familie seine Welt.

Bald ist er wieder auf See. Reißt am Grinder die Segel dicht, repariert, was es zu reparieren gibt und besticht durch unbändigen Einsatzwillen. Müller ist der wahre deutsche Seeheld. Skipper Kenny Read sagt: “Michi ist der erste, den ich angerufen habe beim Zusammenstellen der neuen Crew”, und man mag es ihm glauben.

Der Kieler ist längst nicht mehr der Quotendeutsche, den einige beim letzten Volvo in ihm gesehen haben. Er ist eine feste Größe im Kreis der Offshore-Profis.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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