Volvo Ocean Race Video: Flotte im “geheimen Hafen” auf Frachter geladen

Versteckt verladen

Die Flotte des Volvo Ocean Races ist per Containerschiff auf dem Weg  Richtung arabische Küste. Die fünf Schiffe – Sanya liegt noch vor Madagaskar – sind versteckt vor möglichen Piratenangriffen im “geheimen Hafen” verladen worden und werden nun zum nächsten Teilabschnitt transportiert.

Telefonica ist die erste Yacht, die auf das Containerschiff verladen wird. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Sie werden an einem Ort vor der Küste von Sharjah entladen. Dort erfolgen in gut einer Woche Start und Sprint zum Etappenhafen Abu Dhabi, bei dem die letzten 20 Prozent Punkte der zweiten Volvo Ocean Race Etappe vergeben werden.

Für die dritte Etappe mit dem Ziel Sanya in China erfolgt die gleiche Prozedur in umgekehrter Reihenfolge.

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

8 Kommentare zu „Volvo Ocean Race Video: Flotte im “geheimen Hafen” auf Frachter geladen“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Bin ich der einzige, der das irgendwie krank findet? Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, dass es gut ist, zu demonstrieren, dass man sich von den Piraten nicht einschüchtern läßt, aber irgendwie paßt das ganze für mich nicht. Wenn die Iraner jetzt noch ihr Manöver in der Straße von Hormus abhalten, dann wird’s ja richtig spannend…

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 12 Daumen runter 13

    • avatar Stumpf sagt:

      Mein Gott – das ist halt mal ein etwas anderes Rennen. Kein Grund rumzunölen.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 9

      • avatar Chenninge sagt:

        Aber ist schon witzig, wenn auch die Bruchserie anhalten SOLLTE, fürften einige Teams mehr Seemeilen auf Frachtern als unter Segeln zurückgelegt haben 😀
        Die politische Lage (Stichwort Iran) kann aber wirklich noch interessant werden…

        Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 3

    • avatar uli sagt:

      Das Race wird auch durch Petro-Dollars finanziert. Da muß man sich bei den Scheichs schon mal sehen lassen.

      Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

  2. avatar Claus Harder sagt:

    Wenn es nicht krank ist, ist es jedenfalls schwer verständlich. Dort fahren NATO-Kriegsschiffe im Rahmen einer internationalen Mission umher. Scheinbar aber ohne Wirkung, weil das Mandat nicht ausreicht, um abschreckend auf organisierte Piraterie zu wirken. Ich lese, dass sehr viele Segler sich nicht mehr trauen, diesen Seeraum zu befahren. Umso beschämender ist, dass sich eine durch internationale Konzerne gesponserte Veranstaltung, so klein macht. Wo bleibt die Aufforderung nach Geleit ? Warum fragen die Sponsoren nicht, warum es eigentlich nicht möglich ist, sichere Korridore zu garantieren ? Warum ist dieser Zustand entstanden und welche Eliten verdienen daran und sind dafür verantwortlich ? Warum tut die internationale Gemeinschaft so wenig, um die Freiheit der Meere zu verteidigen ? Stattdessen blendet man sich einfach aus.
    Außerdem gibt es ja selbst bei bestem Willen, zu wenig Kaufkraft in dieser Gegend.

    Was ich hier äußere ist politisch: diese Piraterie muss auch mit ganz harten Methoden unterbunden werden. Weil dort sicher nicht mehr die armen somalischen Fischer aktiv sind, sondern organisiertes Verbrechen.
    Sonst bietet sich als nächstes VO-Race an:
    London inport race (Finanzdistrikt)
    Verfrachtung nach Nizza: Inport Race
    Verfrachtung nach: Boston (inport Race und Etappe nach New York)
    Finale : Wallstreet !

    Ich habe nie gedacht, dass mich das Segeln zu klaren öffentlichen politischen Äußerungen zwingen würde.

    Aber: irgendwann fängt alles an !

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 9

  3. avatar stephan sagt:

    Die Situation im indischen Ozean ist etwas komplexer als in den deutschen Massenmedien so dargestellt wird. Es gibt mittlerweile Piratenangriffe im gesamten indischen Ozean, bis in die Nähe der indischen Küste. Damit ist ein Gebiet bedroht, dass sich mit der dort stationierten grauen Flotte nicht mehr abdecken lässt. In begrenztem Umfang gibt es begleitete Konvois, im Bereich des roten Meers und des Golf von Adens gibt es definierte Koridore – aber auch in den Koridoren hat es Angriffe gegeben. Einen Koridor durch das ganze Gebiet zu schaffen der Regattasegeln möglich macht ist wohl absolut unrealsitisch.

    Wer mehr darueber wissen moechte, als weiterfuerende Informationsquelle bietet sich z.B. der Internationale Reederverband (http://www.marisec.org/piracy.html) bzw das “Internationale Maritime Bureau” (http://www.icc-ccs.org/piracy-reporting-centre) an.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  4. avatar Schlaufux sagt:

    Erschütternd finde ich, dass das Problem überhaupt ich eingedämmt werden kann.
    Eventuell sollte man es mal mit Entwicklungshilfe versuchen, statt Fregatten die nicht schiessen dürfen.
    Die Piraten, die in Hamburg vor Gericht stehen werden vermutlich freigesprochen und benatragen danach Asyl.

    Dass das VOR sich gezwungen sieht, für ein Team, einen Sponsor in diese Region zu fahren ist schon albern.
    Als es letztes mal (glaube ich) nach Singapore durch die Strasse von Malakka ging sagte Ken Read . ” Das ist wie mit nem Formel1 Auto durch die 30 Zone. Wir tauchen hier mehr nach Fischernetzen am Kiel, als dass wir segeln.”
    Bis zur letzten Ausgabe war das mal ein Ocean Race.

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *