Olympia 2012: Erste Segeln-Medalraces heute im Livestream; brisantes Finn Duell

Kann der Däne gewinnen?

Jonas-Hogh Christensen mit seinem Betreuer. Kann er Ainslie besiegen? © Marina Könitzer

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18 Kommentare zu „Olympia 2012: Erste Segeln-Medalraces heute im Livestream; brisantes Finn Duell“

  1. avatar Ingo sagt:

    Wow!!!

    Was für ein Star-Finale! Und Moana jetzt auf Platz 4…

    Gleich beginnt der Finn-Show-Down!

  2. avatar Ingo sagt:

    Big Ben is coming…!

  3. avatar Ingo sagt:

    Big Ben wins Gold!!!

    Eine Lehrstunde in Taktik!

    • avatar Uwe sagt:

      Jonas hatte den besseren Start. Sichere Leestellung vor Ben, der wegwendete. Ben hatte dann rechts weniger Verkehr als Jonas links und konnte daher ungestörter segeln und vorbeigehen. Das wars.

      • avatar Ingo sagt:

        Hast Du nicht gesehen, dass Ben Jonas immer wieder abwechselnd in eine lose und enge Deckung genommen hat? Und während Beide im Feld immer weiter nach hinten gesackt sind, ist Postma bis auf Platz drei vorgefahren. Ben hat dann die Deckung aufgegeben und hat sich zeitweise mehr an Postma orientiert. Postma hätte sogar noch Gold gewinnen können, er war an einer Bahnmarke nur 7 Sekunden hinter dem Neuseeländer. Am Start wollte Ben offensichtlich die rechte Seite. Die hatte er dann auch, aber um den Preis, dass er am Anfang relativ zu Jonas ein paar Meter zurück lag. Spannung von Anfang bis Ende.

        Gratulation an Ben Ainslie – er ist einfach der Grösste!

        • avatar Uwe sagt:

          Jonas Fehler bestand ja gerade darin, dass er Ben ungedeckt nach rechts hat fahren lassen. Dadurch hat er Gold verloren. Das war für mich das Entscheidende !

          • avatar Ingo sagt:

            Das war keineswegs das Entscheidende. Es war nur der erste Big Point, den Ben gemacht hat. Aber er konnte sich eben keineswegs die gesamte Wettfahrt über nur auf Jonas konzentrieren. Insbesondere als der Holländer auf Platz 3 vorgefahren ist, musste Ben sicherstellen, dass der Abstand zwischen dem Holländer und ihm nicht mehr als 6 Plätze beträgt. Und gleichzeitig durfte er Jonas natürlich nicht vorbeilassen…taktisches Multitasking, sozusagen.

        • avatar Uwe sagt:

          @Ingo
          Das Entscheidende war der Fehler Christensen’s. Ohne diesen Fehler hätte Ben wahrscheinlich nicht gewonnen.

  4. avatar Ingo sagt:

    Eben nicht! Spiel’ doch gedanklich mal durch, was passiert wäre, wenn der Däne kurz nach dem Start mit nach rechts gegangen wäre:
    Die Beiden wären eine gewisse Zeit lang parallel gefahren und solange der Querabstand für Ben gross genug ist, um eine Wende zu vollenden, hätte Ben jederzeit wenden können und die erste Regel-10 Begegnung wäre zu Gunsten von Ben verlaufen, da er nun mal rechts von Jonas war (und wenn sie bis zur Stb.-Layline gefahren wären). Das war vermutlich auch der Grund, weshalb Ben vor dem Start nochmal nach rechts weggewendet hat – er wollte um jeden Preis rechts von Jonas sein, auch da er annehmen konnte, dass die Bootsgeschwindigkeiten sehr ähnlich sein werden.

    • avatar Max sagt:

      Hm…

      …stimmt!

      Im Nachhinein betrachtet war es wesentlich wichtiger, rechts zu sein, als die sichere Leestellung zu haben. Christensen’s erster grosser Fehler bestand also nicht darin, nicht mit nach rechts gegangen zu sein, sondern bereits in der Vorstartphase Ainslie die rechte Seite zu überlassen. Damit behielt Ben seine Handlungsfreiheit, während Jonas nur geradeaus segeln konnte. Um die erste Bb.-Stb. Situation auf jeden Fall für sich zu entscheiden, musste Ben rechts von Jonas sein und mit Bb.-Bug auf ihn zufahren. Das nennt man dann Feld-Taktik, zumindest, wenn die Anderen kaum noch eine Rolle spielen. Kann man auch hier nachlesen:

      “Regatta-Segeln, Strategie und Taktik” von Malte Philipp,
      Delius-Klasing Verlag, Bielefeld,
      ISBN 978-3-7688-1602-1

      • avatar Carsten Kemmling sagt:

        Das sehe ich nicht so. Ist ja kein Match Race, sind auch keine Big Boats. Die strategische Stärke der rechten Seite ist nicht so wichtig in Jollenklassen, die bei einer Wende kaum Fahrt verlieren.
        Außerdem war auf dem Kurs die ganze Woche lang die linke Seite im Vorteil.
        Es geht darum, auch die kleinsten Winddreher auszusegeln, die man eben nur auf dem Wasser und kaum am Bildschirm erkennt.
        Zu vielen Wenden bremsen . Christensen segelte bis zum entscheidenden Cross fünf Wenden Ainslie nur zwei. Vielleicht war ein wenig Pech dabei. Denn als er zu Ainslie rüber wollte, zwang ihn der Spanier zur Wende. Danach steckte er im Verkehr, Ainslie segelte frei.

        • avatar Max sagt:

          Wenn anzunehmen gewesen wäre, dass die linke Seite auf der Startkreuz besser sein würde, weshalb hat Ainslie dann nicht mal den Versuch gemacht, in Lee von Christensen zu starten und mit Speed nach links zu fahren?

        • avatar Uwe sagt:

          Genauso wie Carsten habe ich es auch gesehen: Christensen steckte links im Verkehr, Ainslie segelte rechts frei.
          Ich fand es auch etwas unkollegial, Christensen so zu bedrängen.

          • avatar Ingo sagt:

            Das ist ja gerade der strategische Vorteil der rechten Seite – nämlich nicht von dem allgemeinen Verkehr nach links gedrängt zu werden. Dieser Vorteil mag in einem grossen Jollenfeld und erst recht wenn der relative Geschwindigkeitsverlust beim Wenden nicht besonders gross ist, kein grosses Gewicht haben. Aber in diesem speziellen Fall, bei einer sehr hohen Leistungsdichte und einem Feld von nur 10 Booten gewinnt die rechte Seite wieder an Bedeutung – zumal es offenbar keinen wind- oder strömungsbedingten Vorteil für eine Seite gab. War es nicht ein bisschen zu optimistisch von Christensen zu glauben, er könnte oben ohne Wegerecht einfach so reinrutschen? Er hat alle seine Chips auf die Null gesetzt und es ging nicht auf. Kein überzeugender Plan. Und sich von einem einzelnen Boot, dem Spanier, zur Wende “zwingen” zu lassen und damit zuzulassen, dass seine eigene Feldtaktik zunichte gemacht wird, ist ebenfalls nicht überzeugend.

          • avatar Tobias sagt:

            Inzwischen steht bei Eurovisionsports das Replay zur Verfügung. Man sieht eindeutig, dass es für Christensen auf der Startkreuz links nichts zu gewinnen gab. Nachdem er gewendet hat, wird kurz der Fleettracker eingeblendet: Weniger als 1 Bootslänge Abstand zwischen Ainslie und Christensen. Und Ainslie hat dann später den Vorteil der rechten Seite…

            Je öfter man sich das Rennen ansieht, umso mehr hat man den Eindruck, dass Christensen überhaupt keinen Plan hatte und sich frühzeitig in die Defensive hat drängen lassen. Offensichtlich kam er mit dem psychischen Druck nicht klar…

  5. avatar Max sagt:

    Bei 2:36:46 wird der Zwischenstand eingeblendet: 1. Postma, 2. der Neuseeländer, 3. der Kroate. Diese 3 haben nach dem Start als Erste gewendet und sind nach rechts gefahren. Ainslie hat es einige Zeit länger ausgehalten, bevor er dann auch weggewendet hat. Es ging also auf die ersten Meter nach dem Start über die rechte Seite. Der Finne links büsst seinen Vorsprung allein schon durch eine Wende wieder ein. Christensen hat in der Nachstartphase links nichts gewonnen.

  6. avatar Thomas S. sagt:

    @Carsten:

    Wie kommst Du darauf, dass die linke Seite generell bevorzugt ist? Die Chinesin hat gerade Gold im Laser geholt und ist auf allen drei Kreuzstrecken nach rechts gefahren.

    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      Kann ich aus der Entfernung nicht beurteilen aber haben die Segler vor Ort gesagt. u.a.Christensen: Zitat hier Der enttäuschte Christensen sagt: “Ich habe getan, was ich wollte aber es lief einfach nicht in meine Richtung. Der Start verlief nach Plan, ich hatte die perfekte Position und konnte ihn zum Wegwenden zwingen. Leider lief es erstmals in dieser Woche rechts ganz gut. Danach deckte er mich eng. Wahrscheinlich zu eng. Denn zu einem Zeitpunkt wäre Gold an PJ gegangen.”

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