Olympia-Mannschaft: Moana Delle beendet ihre Leistungssportkarriere

"Fehlende Motivation"

Die deutsche Segel-Nationalmannschaft erfährt eine empfindliche Schwächung. Die Olympia Fünfte im Surfen und Medaillenhoffnung für Rio beendet ihre Karriere.

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Olympia-Mannschaft: Moana Delle beendet ihre Leistungssportkarriere“

  1. avatar Jens Krees sagt:

    Das ist sehr sehr schade! Danke für die tollen Momente während Olympia 2012!!

  2. avatar Philipp Buhl sagt:

    Neeeiiin!!! Wir alle lieben dich doch, Moana!!!

  3. avatar Steffen Pöhlmann sagt:

    … sehr, sehr schade. Aber irgendwie auch sehr mutig.

  4. avatar Steffen Pöhlmann sagt:

    … und stark.

  5. avatar hansb sagt:

    Eine traurige aber verständliche Entscheidung, die wieder einmal mehr beweist, dass Leistungssportler viel geben aber von der Gesellschaft wenig bekommen. Beim Kampf um die persönliche und berufliche Entwicklung werden sie leider allein gelassen. Für ein so reiches Land, wie die Bundesrepublik Deutschland ist das sehr peinlich und zeigt wiederum welchen Stellenwert der Leistungssport wirklich bei der Politik und Gesellschaft hat. Das haben die Leistungssportler, die sehr große persönliche Opfer bringen, nicht verdient. Wenn nicht das sehr große und lobenswerte Engagement der Wirtschaft vorhanden wäre, würde Deutschland wahrschein hinter der Mongolei rangieren.

    • avatar Backe sagt:

      Hallo, Erde an Raumschiff …?

      Leistungssportler, die sich in voller Opferbereitschaft einzig für die Ehre des Landes aufreiben, dafür aber ach so gar nichts an Anerkennung (oder Geld) von der ach so oberflächlichen Gesellschaft zurückbekommen …?
      Das reiche, geizige Land und die böse böse Politik, die ihre tapferen Farbenträger finanziell völlig nackig im Regen stehen lassen….?
      Von ein paar viel zu wenigen, lobenswert altruistischen und so gar nicht an Eigenwerbung interessierten Wirtschaftsrepräsentanten abgesehen …?
      Mit mehr Geld ist sowieso mehr zu kaufen, auch sportlicher Erfolg …?

      Das ist doch – mit Verlaub – Quatsch mit Soße!

      Unsere Kadersegler genießen erhebliche finanzielle Unterstützung aus Privat- und Steuermitteln, um das zu tun, worauf sie am Meisten Bock haben: erfolgreich Segeln.
      Und wenn sie keinen Bock mehr haben, weil sich die persönlichen Prioritäten verschieben (Siehe oben, Stichwort: Studium), oder es einfach keinen Spaß mehr macht, 300 Tage im Jahr aufs Wasser zu gehen oder in Rio in der Scheiße zu segeln (Siehe oben, Stichwort Motivationsprobleme), dann hören sie eben auf damit.

      Moana hat eine tolle Sportkarriere abgeliefert – ich wette, hauptsächlich, weil sie Bock aufs Surfen hatte – und, wie man oben lesen kann, viel Spaß dabei gehabt. Dazu kann man ihr nur gratulieren.
      Und jetzt macht sie das, was andere Olympioniken vor ihr auch schon getan haben: etwas anderes. Sicher mit genauso viel Spaß. Dazu kann man ihr nur Glück wünschen.

      Wie man daraus die Beweisführung für die Beinahe-Mongolei des deutschen olympischen Spitzensport ableiten kann, erschließ sich mir nicht.

      • avatar hansb sagt:

        Nur mit Spaß am Sporttreiben, bekommt man aber keinen Berufsabschluss. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Sportler gern weitergemacht hätten, wenn sie nicht ständig diesen Druck im Nacken gehabt hätten, irgendwann doch einmal das Studium fertig bekommen zu müssen. In dem oben stehenden Artikel werden ja immerhin einige genannt und das ist nur ein kleiner Teil. Die wenigsten Universitäten oder Hochschulen sind nämlich bereit, den Leistungssportlern bei der Organisation des Studiums entgegen zu kommen. Und hier wäre die Politik gefragt.

        Auch die von Dir zitierte erhebliche Unterstützung habe ich noch nicht gesehen. Das sind ein wenig Sporthilfe, Verbandszuschüsse für Höhepunktwettkämpfe und das war es dann. Davon kann aber kein Sportler leben und schon gar nicht auch noch etwas für die Altersvorsorge tun. Und nicht alle haben großzügige Sponsoren. Deine etwas verklärte und an der Realität vorbeigende Betrachtungsweise hilft hier also nicht weiter.

  6. avatar thomas sagt:

    Erheblich finanzielle Unterstützung ist relativ, aber um überhaupt in den A-Kader zu kommen muss schon irgendjemand, meist die Eltern, wenig bis gar nicht die Wirtschaft, sehr sehr viel Geld in die Hand nehmen. Und auch im B- und A-Kader reicht es noch nicht einmal zum leben, sondern muss auch zugeschossen werden. So ehrlich sollte man schon sein!
    Und auch so ehrlich, dass die Erfolge von Moana jetzt noch ein guter Türöffner für das Berufsleben sind, es nach Rio aber nicht mehr wären.

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