Olympia-Qualifikation: Deutsche kämpfen im Finn Dinghy und Laser Radial um Rio-Ticket

Einsamer Kampf

Philipp Kasüske ist der einzige deutsche Finnsegler, der bei der Neuseeland WM versucht, einen Olympia-Spot zu sichern. Er ist nahe dran. Die Laser Frauen haben große Schwierigkeiten.

Finn Dinghy

Phillip Kasüske lag im letzten Rennen weit vorne und wertete Rang 11. © Finn Class

Bei der Finn Dinghy WM im neuseeländischen Takapuna kämpft Phillip Kasüske einen einsamen Kampf um die Teilnahme an den Olympischen Spielen. 2004 waren die deutschen Finnsegler zuletzt bei Olympia vertreten. Diesmal wird es wieder richtig eng.

Bei der WM 2014 wurden schon 13 von 18 für europäische Segler mögliche Tickets vergeben. In Neuseeland können sich noch vier Nationen qualifizieren. Danach gäbe es noch eine Fahrkarte bei der Princess Sofia Trophy in Palma.

Nah dran an den Tickets

Kasüske liegt nach drei Rennen auf Platz 22 und damit nah dran an den Nationentickets. Dafür müsste er sich allerdings zurzeit auf Rang 18 verbessern. Griechenland (4.), Estland (16.), Uruguay (17.) und die Niederlande (18.) belegen die vier Plätze.

Finn Dinghy

Phillip Kasüske, deutscher Einzelkämpfer in Neuseeland. © Finn Class

Allerdings reicht am Ende allein die Länder-Qualifikation nicht aus. Es geht auch um die so genannte DOSB-Norm. Da heißt es: “Jeder deutsche Teilnehmer, der nach Abschluss der drei  Veranstaltungen in der DSV-Wertung unter den ersten 10 Nationen platziert ist und mindestens neun Punkte für die DSV-Wertung ersegelt hat, hat die DOSB-Norm erfüllt.”

Das hat bei der Europameisterschaft 2015 in Split, der ersten Chance, schon einmal nicht geklappt bei den Finns. Es müssen auch nicht bei der WM alle neun Punkte eingefahren werden, was Platz zwölf wäre. Dafür gibt es noch eine letzte Möglichkeit beim Weltcup in Hyères 2016. So hat im Moment in Takapuna die Nationen Quali höchste Priorität.

Ergebnisse Finn WM 2015

Die Chancen im Laser Radial

Das sollte eigentlich für die Laser Radial Seglerinnen kein Problem sein. Denn in ihrer Klasse werden insgesamt 37 Startplätze vergeben. Aber bei der parallel zu den Finns im Oman stattfindenden WM gibt es auch nur noch vier freie Tickets. 20 Länder haben die Fahrkarte schon bei der WM 2014 in Santander gelöst. Und neun Plätze werden über Kontinent-Kontingente verteilt.

So müssten die sechs Seglerinnen, die Deutschland im Oman vertreten, im Moment mindestens Platz 20 belegen. Nach fünf Wettfahrten beträgt der Abstand aber schon 46 Punkte für die beiden besten deutschen Seglerinnen Pauline Liebig und Europameisterin Svenja Weger auf den Plätzen 38. und 39.

Laser Radial Worlds

Europameisterin Svenja Weger konnte im Oman noch nicht so richtig Gas geben. © Lloyd Images

Von der jungen DSV Mannschaft haben es auch nur drei Athletinnen in die Goldgruppe der Top 50 geschafft. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit. Möglicherweise wird es einfacher sein, Deutschland bei der Princess Sofia Regatta in Palma zu qualifizieren, wo noch zwei Plätze vergeben werden.

Für das DOSB Kriterium bleiben dann auch noch zwei Chancen bei den intern angesetzten Qualifikationen. Die nötigen Punkte unter den Top 20 können noch beim Miami Weltcup oder der Weltmeisterschaft 2016 in Buenos Aires eingefahren werden. Es ist also noch alles drin.

Ergebnisse Laser Radial WM 2015

Laser Radial Worlds

Starker Wind auf dem prognostizierten Leichtwind-Revier. © Lloyd Images

Laser Radial Worlds

Insgesamt 100 Seglerinnen starten bei der WMin zwei Feldern. © Lloyd Images

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *