49er EM Aarhus: Guter Start deutscher Teams hat wenig Wert bei neuem Extrem-Format

Ausschlussverfahren

Der erste Tag der 49er und 49er FX Europameisterschaft in Aarhus hat gute Erfolge für das deutsche Team gebracht. Sie dienen bei einem erneuten Testformat aber nur für das Weiterkommen in die nächste Runde.

Tina Lutz und Susann Beucke

Tina Lutz und Susann Beucke mit einem schönen Start bei der Aarhus EM. © Mick Anderson

Bei den Männern liegt das junge Brüderpaar Kramer sensationell auf Rang zwei im 90 Boote-Feld. Heil/Plößel starteten mit einem Sieg und sind nach Rang 13 insgesamt zehnte.

Bei den Frauen haben Lutz/Beucke nach dem Kieler Woche Sieg das Zepter in der Hand behalten und nach drei Rennen schon eine 13 Punkte Führung inne. Jurczok/Lorenz liegen auf Platz vier.

Aber in dieser frühen Phase haben solche Top Platzierungen allenfalls einen psychologischen Wert. Denn in Aarhus testet die 49er Klasse wieder ein neues Format. Beim sogenannten Eliminiation Format müssen die Teams jeweils in die nächste Runde weiterkommen, ohne Punkte mitznehmen. Hoffnungsläufe lassen auch den übrigen Seglern noch eine kleine Chance.

Elimination Format der 49er

Das Elimination Format der 49er

Nach der Qualifikationsphase erreichen 31 Boote das Viertelfinale. Danach wird die Flotte auf 16 reduziert und schließlich segeln 8 Teams plus eine Crew aus der Hoffnungslauf-Runde im Finale ihren Meister aus.

49er Ergebnisse

49er FX Ergebnisse

Eventseite 49er EM Aarhus

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Carsten Kemmling

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20 Kommentare zu „49er EM Aarhus: Guter Start deutscher Teams hat wenig Wert bei neuem Extrem-Format“

  1. avatar Scheibenwischer sagt:

    Warum so kompliziert? Auslosen täts doch auch!

    Dann müßten die Segler auch nicht extra anreisen! 🙂

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    • avatar Christian sagt:

      Warum müssen eigentlich sowohl die neuen Formate als auch die Kritik daran so übertrieben ausfallen….?

      Wenn das Elimination-Verfahren wirklich einer Lotterie gleichkäme, dann müsste das für die meisten anderen Sportarten auch gelten (z.B. Fußball-Wm). Das ist aber Blödsinn, jeder Segler hat es selbst in der Hand, durch gute Leistungen eine Runde weiter zu kommen, so wie wie jede Fußball-Mannschaft auch.

      Eine triftigere Kritik wäre, dass beim Segeln als Sport, der auf arthomspärische und daher in gewissem Maß auf unbeeinflussbare Bedingungen angewiesen ist, kumulierte Ergebnisse aus mehreren Wettfahrten gerechter erscheinen.

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  2. avatar Günther Ahlas sagt:

    Fragen über Fragen…wieviel Rennen werden den im Quaterfinal gesegelt? Dann Semi und dann Finale?
    Noch etwas undurchschaubar.
    @Christian: schuldigung, aber, sollte nicht aus dem Automobilsport der Le Mans Start implementiert werden 😉

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    • avatar Christian sagt:

      was ist denn ein Le Mans-Start? sorry, habs nicht so mit Motor”sport”.

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      • avatar Günther Ahlas sagt:

        Alle in einer Linie parken, anschieben, einsteigen und ab die Post 😉
        Aber Spass beiseite, die Vergleiche mit anderen Sportarten hinken.
        Als Beispiel: Wie ist die deutsche Fussballliga organisiert? Die Handballer, Hockey, Baskelball, Rugby, selbsrt Softball 😉 Selbst die unterenTischtennis und Tennisligen (Kreisklasse etc.) funktionieren über einen Modus- jeder gegen jeden.
        Viele andere Sportarten punkten über Bewertungssysteme. Also mehr oder weniger messbar. Bis zu den Sportarten die 100% nur messbare Ergenisse verwenden. zb. Leichtahtletik.
        Erst wenn Zeitdruck ins System kommt kommen die KO Systeme auf den Plan. Siehe Grossereignisse wie Fussballl WM oder Tennis ATP.
        Aber zeig mir mal ne Sportart in der 6 Ergebnissereignisse zu einem zusammen gefasst werden?
        Auf ganz anderer Ebene spielt sich das Interesse der Zuschauer ab. Die wollen nämlich Spiele sehen. Und hier kann man in mehrere unterschiedliche Systeme einteilen. Sichtbare und nachvollziehbare taktische Finessen sind Trumpf. Und das ist nunmal bei Sportsspielen so.
        Abseits im Fussball ist schon zu kompliziert. Aber gutes TikiTaka versteht jeder.
        Versuch mal den Fitnesssport medial aufzubereiten. Da splittert die Kameralinse.

        Segeln ist spektakulär aber hochkompliziert, von den vielen Bedingungen, wie Wind, Wellen, abhängig, und nur für den versierten Betrachter durchschaubar. Was bleibt sind geniale Bilder und davon lebt der Sport seit Jahrzehnten. Betrachte mal das Contendervideo von David Schafft, welches vor zwei Wochen über SR gelaufen ist. Als Einzelbild genial, wie die Jolle gen Himmel abhebt. Im Video siehts einfach nur so aus, wie ne normale Wegmaulung. Schade eigentlich.
        Dabei ist Segeln so ein genialer Sport und gehört absolut in die Reihe der Hochleistungssportarten (jedenfalls im olympisch Bereich). So und nun mach das mal für den Zuschauer erlebbar und für die Segler gleichermassen gerecht. 😉

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  3. avatar Wilfried sagt:

    ich versteh das Gejammer nicht. Vielleicht sollte man auch die positiven Seiten sehen. Hier muss man vom Prinzip immer nur in der besseren Hälfte des Feldes bleiben um jeweils weiterzukommen. Das bedeutet das ein Ausrutscher nicht gleich das Ende ist. Weiterhin ist die Seire noch nicht entschieden nur weil an den ersten Tagen schwach- oder Starkwind war. Dann kann sich der Starkwindspezialist eben im Mittelfeld in die nächste Runden retten und bleibt dabei. Nebenbei bemerkt ist es richtig wenn die Allrounder im Vorteil sind.

    Ein Nebeneffekt tritt auch noch ein. Das taktische Zurücksegeln eines Bootes entfällt in der Regel weil der Punktevorsprung dafür nicht reicht .

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  4. avatar Alex sagt:

    Wir wollen Öffentlichkeit!
    Wir wollen Medien!
    Wir wollen Sponsoren!
    Wir wollen spannende Rennen!
    Wir wollen verständliches geschehen!
    Wir wollen uns aber nicht bewegen!

    Wer kritisiert kann es ja offensichtlich besser.
    Also lasst doch mal das plumpe Kritisieren und macht Eure Vorschläge wie es besser gehen könnte, diese „wir wollen“ unter einen Hut zu bekommen.

    Ich bin gespannt was da so rüber kommt.

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    • avatar Christian sagt:

      also ich find das System gut, wie es bisher war bei der 49ern: 15 Rennen und am Schluss ein Medalrace. Möglicherweise mit dreifacher Punktzahl; das würde das MR akzentuieren, ohne aber gleich die bisherigen Rennen total zu entwerten.

      Damit wäre doch allen Seiten gedient.

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    • avatar Scheibenwischer sagt:

      Ich will weder Öffentlichkeit, noch Medien, noch Sponsoren, noch spannende Rennen und ob Segeln jemand versteht, der selber nicht segelt ist mir schon dreimal schnurzpiepegal.

      Ich will nur eine gesunde und funktionierende Segellandschaft.

      Leider wird sie seit Jahren konsequent zerstört wegen des ganzen Käses, den du da aufgezählt hast.

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      • avatar Inflex sagt:

        @ Scheibenwischer:

        Der Segelsport krankt, weil er genau das alles nicht erfüllt, was Alex so schön aufgezählt hat und gegenüber anderen Sportarten zu denen er in Konkurrenz steht in Rückstand geraten ist. In den nächsten Jahren wird es sicherlich nicht einfacher werden.

        Aber die ewig Gestrigen konnte man noch nie überzeugen, insbesondere wenn Ihnen egal ist, ob andere Ihren Sport verstehen…

        Meinungen wie diese sind für den Segelsport langfristig gefährlich.

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        • avatar Alex sagt:

          Ich würde nicht sagen dass der Segelsport krankt. Es sind doch die Vereine wo kranken.
          Die meisten haben ihr Durchschnittsalter über 50 und von denen kommt auch diese Aussage mit der Konkurrenz zu anderen Freizeitbeschäftigungen.
          Als die Kanne in die Schweiz kam, das hat einen kleinen Boom gebracht. Möglicherweise glaubt man, wenn man den Segelsport in den Medien schön präsentiert kommt auch der Nachwuchs.

          Ich glaube es ist tatsächlich so aber doch anders.
          Der Segelsport steht tatsächlich in Konkurrenz zu anderen Aktivitäten nach der Schule.
          Wir machten nach der Schule noch mehr oder weniger unsere Hausaufgaben und hatten dann Freizeit. Heute sind die Kleinsten mit pädagogisch wichtigen Kursen zugeknallt bis zur Schlafenszeit.
          Die Vereine haben auch Nachwuchsprobleme weil es zurzeit bei den Neueignern nicht gerade populär ist in einem Verein Mitglied zu sein. Diese Gruppe ist in der Regel 30-40 Jahre und hat auch gerade diesen wichtigen Nachwuchs im Anhang. Vielleicht sollten die Vereine da ansetzen und erst einmal das Vereinsleben spannend gestalten als alles mit der Konkurrenz zu erklären.

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        @Scheibenwischer:
        Ich bin erst seit ein paar Jahren dabei und kann mir absolut nicht vorstellen, was Du mit “gesunde und funktionierende Segellandschaft” meinst.
        Kannst Du bitte genauer erklären?

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        • avatar Scheibenwischer sagt:

          Ok, noch ein letztes Mal, auch wenn sowieso den Meisten der Intellekt fehlt, die Dinge so zu erfassen, wie sie sich tatsächlich darstellen.

          Also, es gab einmal gesunde und funktionierende Segellandschaften. Das war damals, als sich der Profisport noch in Grenzen hielt und noch keine so große Klassenvielfalt vorherrschte. Doch dann kamen permanent Ideen von Segelvermarktern, die mit dem Sport was verdienen wollten. Los ging es wohl als ein paar Superschlaue auf die glohrreiche Idee kamen, eine absolut unetablierte Klasse, den 49er, mal kurzerhand zu entwickeln und olympisch zu machen und eine florierende Klasse wie den FD rauszuschmeißen. Der 49er hat sich bis heute nicht als breite Klasse etabliert, sondern nur einen Profizirkus erzeugt. Allein dieser Fakt müßte sogar die Dümmsten darüber zum Nachdenken bringen, daß diese These, daß spektaktuläres, telegenes Segeln, mehr Segler bringt, absoluter Quatsch ist. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Überprofessionalisierung und der Trainingsaufwand, mit der solche Klassen betrieben werden, schreckt gewaltig ab und für Binnenreviere und Hobbysegler ist es von daher einfach wenig geeignet.

          Seither gab es auch neue Klassen ohne Ende. Die Wenigsten davon haben sich richtig durchgesetzt, aber dafür haben sie dazu beigetragen, die Segellandschaft immer weiter zu zereissen. Mit Klassen war es ab da, wie mit Kneipen. Mal war die Eine gerade in, mal die andere. Profis wechselten in die, wo man grad am Besten verdienen konnte oder welche gerade in war und protegiert wurden und verließen oft die alte Klasse, was zur Folge hatte, daß in diesen Klassen der sportliche Anreiz verloren ging und sie in eine Abwärtsspirale verfielen. Zig Klassen wurden so eingeäschert. Früher ging der Profi- und der Hobbysport Hand in Hand und war nicht so weit voneinander entfernt. Heute hat der Profisport sich meilenweit vom Hobbysport entfernt, was gesunden Segellandschaften absolut entgegenwirkt und Viele dazu veranlaßt hat, daß Boot an den Nagel zu hängen. Und hier ist halt auch der Haupthaken an der Sache. Wenn die Segler resignieren, weil ihre Regattalandschaften sich komplett gewandelt haben oder in nichts auflösen, fehlen die Leute, die Segeln weitergeben. Und Segeln muß man weitergeben, nur so floriert der Sport. Segeln ist teuer und eine Randsportart. Und wenn schon die Segler selber anfangen ihren Sport aufgrund der fortgeschrittenen Überprofessionalisierung mit all ihren Negativfolgen in Frage zu stellen, und niemanden mehr guten Gewissens raten können, Regattasegeln anzufangen, kann es auch zu keinem Segelboom kommen. Da kann im Fernsehen rauf und runtergesegelt werden, wie man will. Das wird nix bringen.

          Sponsoren- und Medien bringen augenblicklich noch mehr Geld und geben so dem Profisport noch weiter die Möglichkeit sich vom Hobbysport zu entfernen. Was hier ins Material investiert wird, können sich die Wenigsten vorstellen, auch bei vermeintlich einfachen Einheitsklassen. Von Chancengleichheit kann in den wenigsten Fällen die Rede sein.

          Der Professionalisierung verdanken wir so Blödsinn, wie das Dorfvereine nun lizenzierte Wettfahrtleiter brauchen, um ihre Hobbyregatten auszutragen, was absolut unangesmessen ist und viele Vereine veranlaßt ihre Regattaaktivitäten zu reduzieren. Auch das Vorschoter einem Verein angehören müssen ist total kontraproduktiv. Schoten ist oft das erste reinschnuppern in die Szenerie. Eine von vielen glohrreichen DSV-Ideen, die kontraproduktiv sind. Genau wie die gemeinsamen deutschen Meisterschaften aller Klassen. Das will keiner, da sind immer die geringsten Beteiligungen, man muß verzweifelt Vereine suchen, die das stemmen und trotzdem wirds alle paar Jahre gemacht – Schwachsinn. Materialpreise sind gestiegen, genau wie Startgelder. Es ist ein Geist eingekehrt, wie das man an Veranstaltungen was verdienen muß. Früher schauten Vereine eher, daß sie die Kosten für die Segler gering halten, da es ohnehin ein teurer Sport ist. Aber Geld spielt ja bei Profis keine Rolle. Zahlt ja alles wer anders. Der Geist von Sport mit Streßausgleich und Urlaubsflair ist knallhartem Leistungsdenken gewichen. Lauter Dinge, die den Sport für den Ottonormalo uninteressant werden lassen.

          Ständig werden Formate probiert und am Segelsport rumgedoktert wegen des blöden TV´s und die Segler werden immer weniger, weil sie den Blödsinn satt haben. Kiel wird nächstes Jahr weiter an Teilnehmern einbüßen, wetten!

          Was letztlich bleiben wird, ist eine ganz kleine elitäre Profiszene und sonst gar nichts, weil niemand mehr seine Schutzbefohlenen ernsthaft nahelegt, Regattasegler zu werden.

          Die meisten Events, die im Segeln groß präsentiert werden, sind Luftnummern. Segeln kann man zwar groß aufmachen, aber die Qualität, die sich oft dahinter verbirgt und der sportliche Wert ist in den meisten Fällen fragwürdig. Oft dient es nur um Geld damit zu machen. Segler wissen das. Die, die sich nur oberflächlich und temporär damit befassen, lassen sich blenden. Oder glaubt irgendwer, daß die neue Bundesliga ne ernsthafte Sache ist. Zusammengewürfelte Teams, die viermal im Jahr ein Boot segeln, daß sie sonst nicht segeln.

          Das Witzige ist, wir fördern über Verbände, teilweise auch über KV´s den Profisport, der uns so sehr geschadet hat die letzten Jahre. Das ist, als wenn man seinen eigenen Untergang fördert.

          Der Profisport und die Protagisten der Segelvermarktung zerstören seit Jahren systematisch die vorhandenen Segelstrukturen und das dumme Seglervolk steht davor und applaudiert auch noch.

          So sind die Fakten.

          Und so geht’s auch weiter, bis nichts mehr übrigbleibt, als eine kleine elitäre Schicht und der Sport ausgequetscht worden ist, wie eine Zitrone. 😉

          Wer Segeln von früher kennt und die heutige Szene sieht, kann nicht fassen, was da vor sich geht und für was? Das irgendwer, den man nicht mal kennt, später mal erzählen kann, daß er Achter bei Olympia war und im Fernsehen?

          Sorry, interessiert mich nicht. Mich interessieren, wie bereits erwähnt, funktionierende Segellandschaften, aber die verschlechtern sich immer weiter!

          Olympiastatus weg, Profisport wieder zurückfahren und wir hätten ne reelle Schanze auf wieder bessere Zeiten. 🙂

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          • avatar Super-Spät-Segler sagt:

            @Scheibenwischer:
            Danke sehr für dieses ausführliche Statement!

            Ich habe Dich grün bewertet, obwohl ich nicht Deiner Meinung bin, Du erliegst meiner Meinung nach aber einem absoluten Trugschluß:

            > Olympiastatus weg, Profisport wieder zurückfahren und wir hätten ne reelle Schanze auf wieder bessere Zeiten. 🙂

            Nehmen wir:

            > Heute hat der Profisport sich meilenweit vom Hobbysport entfernt,

            Segeln als “Profisport” in Deutschland? Wovon redest Du? Fußball ist in Deutschland ein Profisport.

            Was ändert das am Breitensport Fußball?

            Was würde sich am Breitensport Segeln ändern, wenn nicht eine Handvoll Segler unterstützt würden, damit sie 200 Tage und mehr pro Jahr trainieren können?

            Gar nichts.

            Und nehmen wir statt der olympischen Klassen mal die Internationalen, da segeln doch nur “ganz normale Leute” mit?!

            Was soll sich denn da ändern? Und weshalb?

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          • avatar Super-Spät-Segler sagt:

            Aaargh, entschuldigt bitte das absurde Gestammel! 😉

            Ich hatte zunächst eine lange Antwort geschrieben, dann aber alles wieder zusammengestrichen und vorschnell abgeschickt.

            Scheiibenwischer ist mit seiner Wahrnehmung so weit von meiner weg, daß ich gar nicht weiß, wo ich überhaupt anfangen soll…

            > Der Geist von Sport mit Streßausgleich und Urlaubsflair ist knallhartem Leistungsdenken gewichen.

            Häh? [b]WEM[/b] denn?

            > Es ist ein Geist eingekehrt, wie das man an Veranstaltungen was verdienen muß.

            Mein Verein richtet drei Regatten im Jahr aus und verdient nichts daran. Eher im Gegenteil!

            > Und so geht’s auch weiter, bis nichts mehr übrigbleibt, als eine kleine elitäre Schicht und der Sport ausgequetscht worden ist, wie eine Zitrone.

            Wie soll das gehen? Wird Segeln für Nicht-Profis verboten? Wer Segeln will kann es doch einfach tun!

            Mir dämmert es langsam. Dir geht es gar nicht um das Segeln!

            Dir geht es um den Wettkampfsport Segeln, und das Niveau an der Spitze ist Dir einfach zu hoch!

            Das mag für Dich demotivierend sein, aber doch lange nicht für alle anderen.

            Ein bißchen weniger Leistungsdenken und auch Du hast wieder Spaß am Segeln!

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  5. avatar Günther Ahlas sagt:

    @Inflex: Ich spendier Dir mal ein paar Semester an der Sporthochschule Köln, dann verstehst Du es auch 😉
    Woran krankt denn der Segelsport? Kannst Du mir das mal erklären? Wenn etwas nicht funktiniert ist das wohl nur die Finanzierung der Olympioniken, und da hat STG wohl einiges auf den Weg gebracht. Mal abgesehen davon das jeder in der Lage sein sollte sein Hobby selbst bezahlen zu können, müssen wir für den Hochleistungssport sorgen. Klar ist, das die OL.Ahtleten nicht gleichzeitig segeln, arbeiten und studieren können. Dennoch gilt es für jeden, der in einen olympischen Zyklus einsteigen will, seine Kampagne für Jahre auf eine finanzielle Basis zu stellen. Insbesondere die Phase nach Karrierende ist wichtig, denn dann ist jeder wieder auf sich alleine gestellt!
    Also wo willst Du hin? Glaubst Du ernsthaft das erwirtschaftete Gewinne, wenn sie denn zustande kommen, dem Segelsport zugute kommen? Im Moment bleiben der Grossteil dieser Gelder in den neu entstandenen Agenturen, die sich um den Segelsport “bemühen”.
    Als nächstes: Mit welchen anderen Sportarten konkurriert der Segelsport? Segeln ist aussergewöhnlich und die vermittelten Werte werden von kaum einer anderen Sportart dargestellt werden können, also?
    Fakt ist, das das IOC Segeln aus dem olypischen Programm nehmen könnte. Und hieran orientiert sich der ganze Unsinn.
    Audi verkauft seine Autos an Segler nicht generell über Sendezeit im Fernsehen. Audi plaziert Ihre Produkte bei der Kieler Woche direkt unter uns (Fahrservice,Trailerservise etc.). Und das ist das interessante an uns Seglern, nämliche geballte Kaufkraft, wie in kaum einer anderen Sportart. Allenfalls Golf, Reiten und Automobilrennsportler können das bieten. Und das hilft Audi. Diese elende Rumdoktorei an den Rennformaten der Olympiaklassen läuft nun seit dem Ende der 80 Jahre. Einiges haben die Segler akzeptiert oder auch nur hingenommen, aber wenn Stimmen wie Scheidt und andere nicht gehört werden, kommts mir vor als wenn der Esel mit dem Schwanz gelenkt werden soll ,weil man Ihm die Augen verbunden hat!

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    • avatar Uwe sagt:

      “Diese elende Rumdoktorei an den Rennformaten der Olympiaklassen läuft nun seit dem Ende der 80 Jahre. ”

      Nonsense. Die Regattasegelei muss zuschauerfreundlicher werden, weil das Segeln sonst nicht mehr bei den olympischen Spielen vertreten sein wird. Offenbar wird dies auch vom IOC gefordert.

      Im übrigen ist es doch in Ordnung, wernn im nacholympischen jahr ein wenig experimentiert wird und wenn Erfahrungen mit neuen Formaten gesammelt werden.

      Es ist im übrigen ein interessanter und zuschauerfreundlicher Ansatz, wenn das Ergebnis nicht schon vorher feststeht, sondern eine Entscheidung erst im Finalrennen fällt,

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      • avatar Günther Ahlas sagt:

        @Uwe: Ach Uwe….Klar wird seit Ende der 80er an den Formaten rumgedoktort. Zur Erinnerung
        als 1990 die Tornados vorm Hafen Ihre Rennen segeln durften. Nach 3 Rennen durfte das letzte Drittel abreisen, nach 3 weiteren Rennen das zweite Drittel. Ich könnte noch etliche andere Veranstaltungen aufzählen.
        2. Nicht die Regattasegelei muss Zuschauerfreundlicher werden. 97% der Regattasegler interessiert das nicht mal marginal. Allenfalls muss der Olympische Regattasport olympiagerecht portioniert werden.
        3.”sondern eine Entscheidung erst im Finalrennen fällt,” warum soll sich immer der Sport dem Kommerzialismus anpassen. Lass die Segler bestimmen wie Sie es gerne auf der Bahn hätten!
        Dann funktioniert das auch.
        Gerade Du als Finnsegler solltest über die Auswirkungen in Eurer Klasse Kenntniss besitzen.
        Im übrigen beschreibt Scheibenwischer die Sache schon sehr gut.

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        • avatar Uwe sagt:

          1. Lustig ! Die Behauptung, dass seit Ende der 80er Jahre an den Rennformaten der Olympiaklassen rumgedoktert wurde, wird plötzlich auf den Tornado reduziert.

          2. Wenigstens sieht “Ahla”s ein, dass der “olympische Regattasport olympiagerecht portioniert werden” sollte und bestätigt damit meine Aussage, denn darum ging es schliesslich.
          Um die nichtolympischen Bootsklassen ging es selbstverständlich nicht, da diese Klassen auf null Zuschauerinteresse stossen, so dass deren Regattaformat egal ist.

          3. Da die Olympischen Bootsklassen ihren Status erhalten wollen, müssen sie sich zwangsläufig den Forderungen des IOC beugen und den Zuschauern vor Ort und an den Bildschirmen packende Rennen liefern. Mit der Selbsbestimmung der Segler wird das nichts, da man sich mehrheitlich in den olympischen Bootsklassen gar nicht mit diesen Fragen beschäftigt.

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          • avatar Günther Ahlas sagt:

            Au weia Uwe…
            Das war gar nicht lustig, Regatten wie Preolympics Hyeres und Spa Regatta Medemblik sind Ende der 80er und Anfang der 90er in den Medezahlen stark zurückgegangen, weil genau der gleiche Effekt eingetreten ist wie Ihn Ulli jetzt von der diesjährigen KW beschreibt. Tolle Sache!
            Ja und Ahlas hat schon begriffen das die Herren des IOC über ein gewisses Machtspektrum verfügen…klar…und in Ägypten bleibts auch wie es ist.
            Du willst mir doch jetzt nicht ernsthaft erzählen, das Du unseren Athleten empfiehlst alles so zu akzeptieren?

            Und Scheidt ist der einzige dem plötzlich auffällt das da was anders ist????

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