ISAF WM Perth: Kommentar zum Ainslie Amoklauf

Unsportlicher Berserker?

Ben Ainslie ist nicht gerade begeistert über die Jury Entscheidung. © Richard Langdon Ocean Images

Wie dumm, wie ärgerlich. Ben Ainslie ist der Größte, der aktuelle Übersegler und gerade er lässt sich zu einer Tat hinreißen, die unendschuldbar ist. Die Jury musste reagieren. Der Ausraster ist zu gut dokumentiert, als dass man ihn hätte unter den Teppich kehren können.

Ainslie bestreitet, dass es zu ernsthaften Handgreiflichkeiten gekommen ist und er hält die Geschichte für aufgeblasen. Bei dem einen Fotografen habe er sich nur abgedrückt, um von Bord springen zu können. Und es gibt Beobachter, die glauben, dass die Kameralinse eine zu große Nähe vorgaukelt. Außerdem hätten sich Ainslie und der Motorbootfahrer jeweils entschuldigt.

Aber diese Diskussion ist unerheblich. Schon das Entern des Gummibootes und das Androhen von Gewalt genügt für einen Regel 69 Protest und die Regel macht Sinn. Es it die Rote Karte des Segelns.

Es passiert immer mal wieder, dass sich Segler auf den Regattabahnen daneben benehmen. Zur Kieler Woche beschäftigte sich sogar ein Verfahren mit 420er Seglern, die den Campingplatz verwüsteten. Sperren und Ausschlüsse werden entschieden. Daran kommt auch ein Ainslie nicht vorbei. Keine Frage.

Aber was sagt das jetzt über seine Person? Der Mann soll mit der sicher geglaubten vierten Goldmedaille 2012 in Weymouth und der zusätzlichen Silbermedaille Paul Elvström überholen. Wenige zweifeln, dass er das schafft. Ein Rekord für die Ewigkeit. Ainslie ist nicht nur in England ein Sportidol. Er zeigt immer wieder, dass er deutlich mehr kann als die Konkurrenz.

Es ist nicht die Dominanz in der Finn Dinghy Klasse, die ihn zum Superstar macht, eher der scheinbar mühelose Wechsel zwischen den Segel-Disziplinen. Er wurde unter anderem 2010 nach spätem Einstieg in die Serie Match Race Weltmeister und selbst auf zwei Rümpfen gelang ihm ein ordentliches Debut.

Die WM in Perth verlief wahrlich nicht mühelos für den Briten. Für das Starkwindrevier sind seine körperlichen Voraussetzungen eigentlich nicht ausreichend. An die 100 Kilos wären ideal. Ainslie hat mit intensiver Arbeit im Kraftraum die 90 Kilo Marke so gerade überwunden. Deshalb sagt er nach seiner beeindruckenden Serie, in der er kein Rennen außerhalb der Top drei absolvierte, dass er vielleicht die beste Serie seines Lebens gesegelt hätte.

Vielleicht erklärt diese Vorgeschichte Ainslies Ausraster. Der Mann segelte in Perth alles andere als entspannt sondern am absoluten körperlichen Limit. Anders ist seine Leistung nicht zu erklären. Vollgepumpt mit Adrenalin mag er sich seiner Tat nach dem Ziel nicht so richtig bewusst gewesen sein.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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39 Kommentare zu „ISAF WM Perth: Kommentar zum Ainslie Amoklauf“

  1. avatar Huber A. sagt:

    Es geschah nach dem Rennen und nicht im Wettkampf! Absoluter Quatsch da das Regelbuch heranzuziehen. Wenn sich der Mobofahrer verprügelt fühlt, soll er vor einem Zivilgericht klagen!

    Das sagen die anderen Segler dazu (aus der FAZ):

    Viele Spitzensegler zeigten Sympathien für Ainslie. Denn schon länger gibt es um das Verhalten der Medienboote bei dieser Weltmeisterschaft der olympischen Klassen ausufernde Diskussionen.

    Auf der einen Seite will der Segelsport stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dazu gehören möglichst dramatische Live-Bilder von der Regattabahn. Auf der anderen Seite aber fühlten sich die Spitzensegler in Perth immer wieder von den Kamerabooten bedrängt.

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    Oliver Khan hatte echt Glück, daß er kein Segler wurde. Der wäre hingerichtet worden, wäre er Segler statt Torwart geworden!

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    Und überhaupt. Da macht man Segler zu Kampfmaschinen…. mit Matchrace, wo man seinen Gegner am Besten in eine Kringelsituation zwingt, um sich einen Vorteil zu verschaffen und dann wundert man sich, wenn die austicken und nicht von Kopf bis Fuß Saubermänner sind.

    Also, ich weiß nicht…….. *g

    <

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    • avatar skiff-segler sagt:

      @ Huber A. : so einen Quatsch habe ich lange nicht gelesen dazu!!! Das Argument, dass der Vorfall nicht mehr im Wettkampf passiert ist, ist nur lächerlich.
      Zum Vergleich: in anderen Sportarten gibt es spezielle Regelungen, die z.B. vorschreiben, dass man sich eine gewisse Zeit nicht über Schiedsrichterleistungen äußern darf.
      Weitere Gegenargumente sind auch im Artikel schon genannt (demolieren von Zelten usw.)…

      Wo kämen wir denn hin, wenn man sich gleich nach Wettkampfende benehmen würde wie man will???

      Wenn das nicht zufällig Ben Ainslie gewesen wäre, der für alle eine Art Mythos und Vorbild ist, würde sich niemand darüber beschweren, dass eine derartige Strafe verhängt worden wäre….wahrscheinlich würden dann alle die Strafe zu milde finden!

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    • avatar Schlaufux sagt:

      Oliver Kahn hat bei der Meldung auch nicht unterschrieben, dasser die WR anerkennt und sich verpflichtet den Segelsport nicht in der Öffentlichkeit zu beschmutzen.
      Jeder von uns unterwirft sich diesen Regeln und hat das schon unterschrieben.

      Warum sollte ma jetzt bei AInslie ne Diskussion lostreten ob R69 sinnvol ist oder nicht.
      Was mich nur wundert, ist dass die 2 Jahre Sperre nicht sofort ausgesprochen wurden.
      Meines erachtens müsste das unstrittig sein.

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      • avatar John sagt:

        Hör mal Oliver Kahn, was er selbst zu seinen Aktionen sagt… Da ist der überhaupt nicht stolz drauf und relativiert sie auch nicht.

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      • avatar rodeo sagt:

        die jury vor ort kann keine sperre aussprechen.
        ein schiedsgericht hat immer nur jurisdiktion über das event, bei dem es eingesetzt ist.
        das maximum, was also ein schiedsgericht aussprechen kann ist ein ausschluss von allen rennen des events (“dgm in all races”).

        wie schon gesagt, muss bei einem hearing nach regel 69, sofern das schiedsgericht irgendwelche massnahmen ausser einer verwarnung ergriffen hat, der nationale verband des seglers per bericht informiert werden. wenn das schiedsgericht eine internationale jury ist, muss auch die isaf einen bericht bekommen.

        eine sperre wird dann ggf vom nationalen verband und/oder der isaf verhängt.

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  2. avatar Huber A. sagt:

    Aus der Überschrift hätte man aber mehr machen können, Carsten!

    Ben Ainslie, der Schlächter von Perth – Nachbetrachtung des Massakers

    Amoklauf ist doch viel zu schwach!

    Hahaha

    Sorry, bin heut krank. Morgen seit ihr mich wieder los! *g

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    • avatar niklas sagt:

      Hi Huber A,
      wie kannst Du es wagen, dich despektierlich über die neutrale Berichterstattung zu äußern? Diese skandalöse Thema, das es in dieser Form in der Sportgeschichte noch nicht gegeben hat, bietet doch genug Stoff für mindestens noch 7 Aufmacher auf segelreporter.com.
      Wann gibt es so etwas schon? Der Superheld zeigt seine Achillesverse und der geifernde Mop stürzt sich drauf, um ihn zu vernichten. So war es schon im alten Rom und wird es wohl auch bleiben.
      Mich wundert lediglich, dass dem Finn noch Niemand den Olympiastatus aberkennen wollte und direkt alle Boote wegschreddern möchte, aber für die Berichte 3 bis 7 muss ja noch ein wenig Stoff bleiben.
      Ich verabschiede mich jetzt aus der Diskussion.
      PS: Meine englischen Arbeitskollegen finden die Story super und können da nichts Verwerfliches finden. Aber das scheint wohl ein deutsches Phänomen zu sein, sich dann auf ein gemeinsames Ziel einzuschießen, die Briten reagieren einfach mit einem anderen Titelgewinner. Das ist der kleine Unterschied

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      • avatar rodeo sagt:

        hä? wer schiesst sich denn hier auf irgendein ziel ein?
        son quatsch – wenn ich die mehrheit bisher richtig verstanden habe, dann konnten die allermeisten ainslies ärger und empörung nachvollziehen.
        allerdings konnten die allermeisten auch nachvollziehen, dass eine konsequenz halt nicht ausbleiben kann..

        daher sehe ich dein problem nicht.. 😉

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      • avatar Anatom sagt:

        achillesverse sind sicher auch schön!

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  3. avatar Guido sagt:

    Dem ein oder anderen wird dieser Kommentar evtl. von Facebook bekannt vorkommen, aber hier passt er auch irgendwie rein.
    Wenn man sich mal vor Augen hält was dort wirklich passiert ist, dann wurden sicherlich auf beiden Seiten Fehler gemacht. Die Frage ist doch, wie man mit so was umgeht. Sicherlich nicht einen Medienmann angehen, wie blöd er auch immer sei. Gerade einem professionellen Berufssegler sollte so was nicht passieren, dafür gibt die WR andere Möglichkeiten her. Ansonsten hätten die Jungs beim VO-Race bei den Inport Races oder beim Americas Cup gar nicht genug Leute an Bord, um sich um alle Medienboote kümmern zu können. Beim Fußball wurden schon Siege aberkannt, weil nach dem Spiel die Fans einer Mannschaft das Station zerlegt haben, wofür die Spieler nun wirklich nichts können. Von daher absolut korrekte Entscheidung. Ich habe übrigens schon Schiriboote gesehen, die kleine Optis in ihrer Heckwelle begraben haben und denen nichts passiert ist. Allerdings sollte man sicherlich mehr Zeit darauf verwenden die Medienleute zu schulen. Aber wer meint, Medien hätten im Segelsport nichts zu suchen und sollten immer schön gebührenden Abstand halten, der hat noch nicht verstanden warum andere Sportarten weitaus populärer sind. Bilder von Seglern an Land sind eben irgendwie nicht spannend. Ganz zu schweigen davon, dass der ein oder andere Sponsorvertrag und damit Olympia-Kampagne sicherlich gar nicht erst zustande gekommen wäre ohne diese tollen Medien.

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  4. avatar Friedrich sagt:

    Huber A., ich kann Dir nicht folgen. Hauen ist verboten beim Segeln, egal gegen wen. Und Selbstjustiz sowieso. Wenn sich Ben nicht im Griff hat, wie soll’s denn dann den armen Kollegen ganz hinten gehen? Druck? Ha’m wir gelacht. Der setzt sich selbst unter Druck. Wenn er schon 5 Mal Weltmeister war, dann soll er ja unbedingt noch ein sechstes Mal die WM gewinnen und wenn nicht ist er der große Looser. Das ist lächerlich. Die Sache ist einfacher: vermutlich war der Mobofahrer auch nicht im Recht. Aber Ben A. findet sich inzwischen so toll und wichtig, dass er es nicht mehr ertragen kann, wenn ihm nicht mit entsprechendem “Respekt” begegnet wird. Und weil er sich selbst so wichtig nimmt, darf er auch mal sowas machen.

    Kennen alle Amateure auch. Kaum ist man mal vor einem echten oder selbst ernannten Profi, der sich besonders wichtig nehmen, gilt kein Wegerecht und schon gar kein Sportsgeist. Die ganz Großen tun das nicht.

    Brüllen tun (fast) alle, die großen und besonders die kleinen. Hauen geht zu weit. Und dafür muss gerade Ben Ainslie angemessen bestraft werden.

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    • avatar Guido sagt:

      Da ringt man hier um viele Worte und dabei geht es so einfach: “Hauen ist verboten beim Segeln”. Perfekte Zusammenfassung würde ich sagen.

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  5. avatar Marc sagt:

    Man kann noch lange drüber diskutieren.

    Aber auch wenn das Mobo ihn behindert hat, er wirklich einen Nachteil daraus hatte, mehrfach rübergerufen hat und voll Adrenalin und im Wettkampf war, fährt man danach nicht hin und wird handgreiflich. Punkt!

    Er ist Profi und hat deshalb auch die Strafe zu tragen, egal ob überzogen oder nicht.
    Jeder Breitensportler(ich auch) war bestimmt schon eimal sauer, weil er bindert wurde durch andere Klassen, unbeteiligte Boote die im Weg waren usw.
    Da muss man sich auch zusammenreißen und die Faust in der Tasche mache und nicht mit Pinnenausleger oder Spibaum dem anderen eins überziehen, auch wenn man dies gerne täte.

    Ribery kann auch nicht einfach den Gegner ist Gesicht schlagen, nur weil ihn dieser die ganze Zeit fies deckt und auf die Füße tritt und er viel lieber schönen Fußball zeigen will. Und wenn er das macht bekommt er ne Sperre.

    Also bleiben zwei Möglichkeiten:

    1. Beim Schiri beschweren, das geht auch im Segeln in Form eines Protestes gegen die WL/Mobo und endet dann evtl. mit einer Wiedergutmachung.

    2. Zurücktreten aber so das der Schiri es nicht sieht, geht vielleicht im Fußball aber im Segeln schlecht 😉

    Also lieber zusammenreißen, einmal tief durchatmen, Wusaaaa sagen, kräftig an der Schot ziehen und lieber aufs Deck hauen. Das gilt für eine hochwichtige WM und auch für eine 08/15 Vereinsregatta: “Hauen ist verboten beim Segeln” 😉

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    • avatar rodeo sagt:

      vorsicht mit dem “kräftig an der schot ziehen”..
      ein unglück kommt selten allein und wenns ganz dumm kommt, endet man dann noch mit ner gelben flagge auf dem konto – hebt die stimmung dann nicht so wahnsinnig 😉

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    • avatar klugschnacker sagt:

      Ich stimme dir inhaltlich soweit zu, lediglich deine Angabe bezüglich eines Protestes gegen die Wettfahrtleitung ist so nicht richtig…entgegen der gängigen Meinung ist ein Protest gegen die Wettfahrtleitung NICHT vorgesehen !!! (schon daran zu erkennen, dass schon die Möglichkeit im Protestformular nicht gegeben ist;-)…würde aber auch sachlich keinen Sinn machen.

      Ein Protest richtet sich gegen eine am Rennen beteiligte Partei, d.h. gegen ein anderes Boot (mit dem Ziel, dass dieses für eine Regelverletzung eine Strafe bekommt) Da die Wettfahrtleitung in diesem Sinne keine Partei ist, die ggf. zu bestrafen wäre (wie soll die Wettfahrtleitung denn auch bestraft werden? sie ist bzw. sollte neutral sein und keine anderen Interessen haben als sportlich faire Rennen zu veranstalten), erübrigt sich auch der Protest.

      Das, was möglich ist, ist ein entsprechender Antrag auf Wiedergutmachung…jenachdem, was vorgefallen ist udn wie viele Boote betroffen waren, kann es dann dazu kommen, dass nur einzelne Boote die Wiedergutmachung gewährt bekommen oder aber das ganze Rennen annuliert wird.

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  6. avatar Huber A. sagt:

    Vielleicht die News von Morgen?

    Weltsegelverband fordert Todesstrafe für Ben Ainslie.

    Ben Ainslie, die jetzt schon größte Segellegende ever, obwohl noch lange nicht am Karriereende, aber bis hierhin schon mit wohl nie mehr zu erreichenden Erfolgen ausgestattet, soll dem Scharfrichter vorgeführt werden.

    Er hat nach dem Zieldurchgang des neunten Rennens den Fahrer eines Motorbootes, der mit dem Wettkampf zwar nichts zu tun haben sollte, ihn aber trotzdem und trotz Zurufens wiederholt und mehrfach beim Duell um die Krone gegen seinen schärfsten Rivalen der diesjährigen WM massiv behindert hat, fast a bisserl geschüttelt und auch sauer angeschaut und nix Nettes zu ihm gesagt soll er auch noch haben und so gehts ja nun wirklich nicht.

    Sein Kopf muß rollen, das ist unausweichlich!

    Im Zuge dieser Affäre denken wir auch schon über Arm abhacken bei Pumpen nach und über Kastration oder Zunge rausschneiden beim Schreien an der Tonne! Segeln soll ein sauberer und reiner Sport sein – Engelsgleich. Das sind wir unseren Sponsoren schuldig. 🙂

    _____________________________________________________________________–

    ja, man kann das echt alles nur noch ins Lächerliche ziehen.

    Eine durchaus verständliche, kurze Überreaktion, die alles in allem doch eher noch gefasst ausgefallen ist, wenn man überlegt, um was es da in Perth ging, mit der mutwilligen und vorsätzlichen Verwüstung eines Campingplatzes in einen Topf zu werfen ist schon echt witzig! Und wenn da in Perth die Tage schon vorher Gespräche und Unmut unter den Seglern vorhanden waren und das Thema schon länger hochkochte, ist es noch umso verständlicher, daß mal einem der Kragen platzt, wenn er wiederholt Opfer von diesen organisatiorischen Fehlverhalten wird. Sowas sollte man überhaupt nicht sanktionieren. Das auslösende Moment liegt hier nicht auf Ainslies Seite. Und wenn Dritte problemlos in eine WM-Entscheidung eingreifen können und man nicht mal das Feingefühl besitzt, eine echauffierte Reaktion darauf, richtig einzuordnen und zu handlen, kann man solche Events auch gleich bleiben lassen. Sowas braucht keiner. Regel hin, Regel her!

    So, und nu viel Spaß noch bei der Hexenjagd!

    Und Tschüss

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    • avatar Wilfried sagt:

      Ich finde es faszinierend diese Debatte zu verfolgen. Nur ein paar wenige Einlassungen. Ich habe keine Bilder gesehen die belegen was das Fehlverhalten des Mobofahrers gewesen sein sollen aber alle gehen davon aus, dass es eins gab (Feindbild stimmt-niemand protestiert). Ob es ihn in seiner Konzentration gestört hat oder tatsächlich behindert ????? Mehr behindert wurde als die anderen ??? Von Affekthandlung kann niemand reden, da er auf den Fotos klar zu erkennen erstmal hinsegeln muss um auf das Boot zu springen. Keine Agressive Überreaktion ??- ich möchte euch mal sehen wenn plötzlich jemand an euch vorbeifährt und aus voller Fahrt das Boot entert.
      Wer sich sein Sportlerleben von der Werbung und/oder dem Staat finanzieren lässt muss sich auch den Medienrummel und die Berichterstattung gefallen lassen. Ich hätte keine Lust Regatten unter Hubschraubern und von Mobos umzingelt zu segeln weil das mit dem Sport den ich ausübe nichts zu tun hat. Es gibt eben zwei Ebenen des Segelns wie in fast allen Sportarten, die sich massiv unterscheiden.

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    • avatar rodeo sagt:

      is recht, huber – und wenn man mal wieder genervt ist von der pumperei der mitstreiter oder von der wettfahrtleitung, dann klettern wir halt rüber und schaffen erstmal manuell ordnung. kann einem ja wohl keiner verdenken und sollte man dann auch nicht sanktionieren, regel hin oder her – oder wie?

      geh doch einfach segeln – aber achte bitte drauf, innerhalb deines eigenen bootes zu bleiben 😉

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Du bist krank, hattest du vorhin geschrieben, Huber. Was für Medikamente sind das denn, die du bekommst? Da möchte ich gerne einen großen Bogen drum herum machen. Ist ja voll gefährlich, das Zeug!

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  7. avatar Holger sagt:

    Hut ab vor Ben !! was meint ihr wie oft der schon in den letzten 15 Jahren von Pressebooten und Bildermachern genervt worden ist….. hoffe das führt endlich dazu das es auch Regeln für Fotografen gibt.
    Schon bei der Kieler Woche nervt das sehr
    Guter Pressemann kriegt seine Bilder auf dem Hin- und Rückweg zur Regatta in den Kasten und im Rennen von aussen an den Tonnen
    In der Bahn hat keiener was verloren ! darauf hätte die Jury mal lieber achten sollen
    Man muss auch mal die Sportler schützen, im Fußball läuft im Spiel auch kein Kameramann aufs Spielfeld

    Völlig unverständlich ist zudem 2x Rauswurf für Ben
    das war ja schliesslich nur nach 1 Rennen

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    • avatar skiff-segler sagt:

      dieses statement geht gar nicht!!! ich glaube es ist jetzt schon 1000 mal geschrieben worden:

      1. Hauen ist beim segln verboten! und das OHNE ausnahme…mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
      Das benehmen von pressebootfahrer vs. medialisierung des sports ist ein anderes kapitel und definitv für monatelange diskussionen gut, bildet aber auch keine ausnahme von dem verbot von selbstjustiz!!!

      Also merke den uralten spruch: Gewalt ist keine Lösung.

      2. bezüglich der höhe der strafe kann ich nur auf den verweis aus dem anderen artikel verweisen:

      http://www.rya.org.uk/SiteCollectionDocuments/Racing/RacingInformation/RaceOfficials/Resource%20Centre/Best%20Practice%20Guidelines%20Policies/Rule%2069%20Guidance%20for%20Race%20Officials.pdf

      In diesem absolut vorbildlichen leitfaden des britischen verbandes wird ein ganz klares und gut verständliches system für die anwendung von regel 69 vorgegeben.
      Der findige leser kommt dort zu dem schluss, dass ben ainlie sich nicht über die strafe zu beschweren hat.

      Gut finde ich an dieser stelle auch den verweis von christian, der auf die vorbildwirkung für junge sportler abzielt…ein derartiges verhalten ist nicht zu tolieren!

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    • avatar Pete sagt:

      Die Jury ist immer dazu da die Sportler zu schützen!
      Sei es den Regelbefolgenden vor dem er die Regeln bricht, oder um im Falle von Wiedergutmachungen neutral entscheiden zu können ob das RC Fehler gemacht hat.
      Daher weiss ich nicht ganz was das ‘auch mal die Sportler schützen’ soll – sofern das auf die Jury bezogen war.
      Die Jury ist kein Course Marshall, auch wenn sie manchmal nebenbei andere Boote darauf hinweist nicht durch den Kurs zu fahren.
      Bei der Tour de France hat auch noch kein Radfahrer einem TV-Moto Fahrer an den Kragen gefasst, obwohl die auch manchmal im Weg sind.

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    • avatar Kiel sagt:

      Letztes Wochenende (Sontag 11am UK) im GWSC (http://www.grafham.org/):

      >When you are sailing practicing and sailing races in your 29er who do you look up to?

      29er sailor, 14 years: Ben Ainsle

      >Did you hear what happened in Perth yesterday with Ben Ainsle?

      No.

      >Story… facts found …

      Guess I should look for another superstar then – [thinks] – Nah, it is definitely Ben Ainsle.

      Alles klar?

      Uebrigens – cooler Club da, der amtierende Weltmeister im Finn hat dort Oppi, Topper und Laser gesegelt!

      Gruss von der Insel

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  8. avatar Christian sagt:

    Holger, wie willst du eigentlich deinen 29er- und Optikids beim KYC noch glaubhaft faires Sportlerverhalten beibringen, wenn du Ainslie dafür sogar noch applaudierst, dass er physisch jemanden bedroht hat? Tss, tss.

    Dass klarer definierte und sanktionierbare Regeln her müssen für Kameraboote, steht auf dem vielzitierten anderen Blatt und ist weitgehend Konsens in der Segelwelt, habe ich den Eindruck.

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    • avatar Holger sagt:

      kann man nur hoffen, dass jetzt nun endlich mal was passiert im Hinblick auf freihalten des Regattagebietes von zu dreisten Presseheinis oder ahnungslosen Freizeitseglern die bei Kieler Woche zu gerne durch die Bahn fahren und es ncht mal peilen
      und dazu noach am Rande:
      gleiches gilt übrigens auch für Kommerztrainer im Kinderbootbereich – Sperrzone weit weit um das Regattagebiet und Opti Kinder alleine segeln und lernen lassen

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      • avatar skiff-segler sagt:

        Holger, dass das mit den “Kommerztrainern” noch kommen würde, war mir schon fast klar…

        Wo willst du bitte die Grenze ziehen? Dürfen in Zukunft nur noch die Trainer dabei sein, die ehrenamtlich arbeiten oder unter einer gewissen Gehaltsschwelle bleiben?

        Wenn keine Trainer mehr da wäre, hätte das auch durchaus negative Konsequenzen für die Sicherheit der Aktiven…nur mal so ganz am Rande bemerkt.
        Bei jungen Opti-B Seglern passiert halt schneller was oder es fängt mal einer an zu heulen, der dann ans Mobo will. Ist kein Trainer da, hat sich das mit dem Segeln für diese Kinder auch ganz schnell erledigt.

        Ich bin selber definitiv kein Freund davon, Trainer zu beschäftigen, die die Kinder wie Affen dressieren, sodass sie zwar gut segeln, aber eigentlich nix verstehen und dann iwann aufhören, weil sie schon in jungen Jahren übersättigt sind.

        Letztlich muss jeder selber wissen, was er für sich und sein Kind will…die Quittung kommt eh früher oder später!!!

        Aber hör bitte auf mit verallgemeinernden Scheißhaus-Parolen, die eh nicht durchsetzbar sind und auch nur dein rein subjektives Empfinden widerspiegeln…es müssen nicht alle Leute die Dinge so sehen wie du!

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  9. avatar Christian sagt:

    Zitat Ben Ainslie: “I have certainly found that with more experience you’re more relaxed. When you’re in bad situations you take the time to think and make the right decisions rather than panicking and doing something stupid. As I get older, I’m more sensible, I suppose,” he smiles.
    “But perhaps that also means I take fewer risks than when I was younger. I’m possibly less aggressive. I think that’s a natural transition you go through in a sporting career.” (The Guardian vom 1.Dezember 2011)

    Er hat es also anders gewollt… aber dann nicht gekonnt. Das macht ihn irgendwie menschlich. Aber schützt auch vor (der relativ milden) Strafe nicht.

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  10. avatar Carsten Kemmling sagt:

    Bei der ISAF sollte Ben Ainslie in der folgenden Verhandlung keine so schlechte Karten haben. Der holländische ISAF Secretary General Jerome Pels ist immerhin sein Schwager. Er ist mit Ainslies Schwester verheiratet.

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    • avatar Christian sagt:

      nana Carsten, der ISAF kann man ja viel unterstellen, aber doch nicht Vetterleswirtschaft 😉 Obwohl, die vom IOC und der ISAF sind alle von Finnseglern unterwandert… wäre die Oldtimer-Klasse sonst noch olympisch??? 😉

      Es sieht aber eh alles sehr danach aus, dass Ainslie maximal eine dreimonatige Sperre bekommt und er in Weymouth dabei sein kann. Z.B. ist die Juryentscheidung aus Perth sehr maßvoll und gibt keine Empfehlungen zu hartem Durchgreifen.

      Übrigens zeigt das Videoreplay, dass Ainslie durch das Kameraboot keinen Platz verloren hat. Er war das ganze Rennen über deutlich hinter dem Holländer und wäre so oder so nur 2. geworden.

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      • avatar Carsten Kemmling sagt:

        herr pels ist natürlich über jeden zweifel erhaben. aber ich kann mir schon vorstellen, dass es diskussionen in der famiy gibt 🙂

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      • avatar rodeo sagt:

        persönlich glaube ich sogar, dass die isaf möglicherweise gar keine sperre verhängt und die angesprochenen 3 monate schon der worst case wären.
        immerhin wird die isaf berücksichtigen, dass eine sperre im olympischen jahr sich direkt auf die olympischen spiele auswirkt..
        wenn ich mir anschaue, wer in dem hearing panel gesessen hat und was in der entscheidung zu den “mitigating circumstances” geschrieben wurde, dann bin ich zuversichtlich für ainslie, was die entscheidung der isaf angeht.
        immerhin sind dgm in “nur” 2 rennen vergleichsweise erstaunlich wenig.

        allerdings hab ich keine ahnung, wie die disziplinarkommission der rya tickt und was die möglicherweise dazu noch sagen wird..

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  11. avatar Uwe sagt:

    Meine Symphatien hat Ainslie bereits nach dem Monsuun-Cup verloren, wo er den Gegner angiftete.

    https://segelreporter.com/blog/2010/12/05/duell-konig-per-vollkontakt/

    Ainslies Benehmen (unerlaubte Zurufe ?) ist auch dort unerträglich !

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    • avatar Friedrich sagt:

      Schönes Beispiel, Uwe.

      Senna, Schumacher, McEnroe, Zidane, Tiger Woods, you name it. Sobald sie sog. Superstars werden, wird der innere Druck, der innere Zwang zum Erfolg so groß, dass jeder (angebliche) Fehler der anderen als unverzeihlicher Angriff auf das gottgleiche Ich empfunden, der der Fass zum Überlaufen bringen kann. Die o.g. Beispiele zeigen auch, dass die Strafe als Reaktion kommen muss, sie meistens aber nichts hilft. Man denke an die hübschen Aktionen Senna/Prost in der Formel 1, die man kürzlich im Senna-Film nochmal wieder sehen konnte. Ich denke, wir werden auch von Ainslie noch das ein oder andere Mal unterhalten werden, denn der innere Druck wird noch steigen, sicher…

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  12. avatar Huber A. sagt:

    Na, ich seh schon. Hier im seglerischern Schrebergärtnerparadies über ne durchaus verständliche Reaktion zu debattieren war wohl nicht die Idee des Tages von mir, wenn auch recht amüsant! *g

    Meine Meinung steht, Freunde!

    Der Mobofahrer is ein Armleuchter, der Veranstalter hats vermasselt und Ben hat durchaus verständlich kurz überreagiert und man sollte ihm einfach generös verzeihen, weil er ansonsten ein patenter Kerl ist und sicher kein Opfer seiner Staralüren, wie es der ein oder andere Hobbypsychologe hier so sieht. ………….Also, was euch alles so einfällt und wieviel man in so lne ächerliche Sache hinein interpretieren kann ……….einfach faszinierend.

    Er war einfach nur sauer wegen eines wiederholt auftretenden Problems, daß eine Weltmeisterschaftsentscheidung stark beeintrtächtigt hat. Is zwar wohl für die Meisten nicht leicht verständlich, aber wenn ihr euch konzentriert, könnts klappen. Is menschlich, wißt ihr. Er hats eingesehen, daß es ein Fehler war, hat sich entschuldigt und damit ist gut. Is ne ganz normale, menschliche, durchaus verständliche Sache gewesen. Dem Mobofahrer gehts auch gut und bis auf, daß er sich ein Leben lang die Stelle, wo ihn Ben berührt hat, nicht mehr waschen wird, ist ihm auch nix Schlimmes passiert! 🙂

    Und meine Meinung, daß es nach dem Wettkampf stattgefunden hat und von daher das Regelwerk keine Anwendung finden sollte, ist einfach meine Meinung, ok? Die kann man gut finden, muß man aber nicht. Lächerlich ist sie sicherlich nicht, sondern eher überdenkenswert.

    Ich hab auch durchaus Verständnis, daß der ein oder andere, der die Olympiaquali selber nicht geschafft hat, so nem Star mal gern ans Bein pinkelt und ihn auch gern mal straucheln sieht, aber irgendwann muß es mit der Hetze auch wieder genug sein. 🙂

    In diesem Sinnne – Ein schönes WE und locker bleiben und nicht verkrampfen! 🙂

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  13. avatar Huber A. sagt:

    Ich denke, es ist immer noch nicht ganz verständlich, drum nochmal kurz abschließend…….

    Natürlich muß es Regeln geben und diese auch eingehalten werden.

    ABER, es sollte darüber hinaus auch natürlich immer ein Ermessensspielraum bleiben und auch eine richtige Einschätzung von Sachverhalten.

    Man kann nicht aus jedem kleinen Handgemenge gleich eine Gewalttriebtätergeschichte konstruieren und auch an sich glimpfliche Sachen, anderen nicht als Amoklauf verkaufen.

    Das hier ist einfach ein dummer Jungen Vorfall gewesen, nicht mehr und nicht weniger, der noch dazu herauf beschworen wurde, wie auch der Mobofahrer im Nachhinein selber eingestand und was andere Segler, die selber angenervt waren, auch so bestätigten.

    Man muß deshalb nicht jemanden so hinstellen, wie man es mit Ben macht. Es genügt hier vollkommen, daß man sich mit der reumütigen Entschuldigung und Einsicht Ben Ainslies zufrieden gibt, da auch vom Veranstalter Fehler gemacht wurden, daß es soweit gekommen ist. Man hätte es einfach angemessen handhaben sollen und nicht so aufblasen und auch die Sanktionen, die sofort im Raum standen, gingen bei diesem Vorfall viel zu weit. Man hätte ihn locker als reumütigen Sündenbock der Öffentlichkeit präsentieren können und fertig. Ohne so ein TamTam und auch ohne jede Sanktion. Das wäre eher angemessen gewesen, in Anbetracht aller Umstände.

    Wenn wir wegen sowas, ansonsten über Jahre faire Sportler, schon aufs Schaffot führen, ist das aus meiner Sicht ein gesellschaftliches Armutszeugnis!

    Nicht mehr und nicht weniger wollte ich auch hier zum Ausdruck. 😉

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    • avatar rodeo sagt:

      wieso denn schaffott? so ein quatsch.
      es geht nicht darum, hier irgendwen zu dämonisieren.
      andererseits sollte man hier wohl auch niemanden künstlich zum heiligen stilisieren.

      nochmals:
      ja, der mobofahrer hat mist gebaut – ist, denke ich, unstrittig.
      ainslies frustration bzw empörung ist nachvollziehbar und verständlich – ging wohl jedem von uns schonmal so.
      unstrittig ist wohl auch, dass du nicht einfach ein boot entern und am fahrer wackeln kannst.
      das geht einfach nicht, da sind die regeln eindeutig.
      so halbwegs scheint das auch ben ainslie einzusehen – und du ja wohl auch.

      der entschuldigung ainslies und dem mitverschulden des mobofahrers als mitglied der oa wurde bereits, wie von dir gefordert, rechnung getragen – ainslie wurde nämlich lediglich in den beiden tagesrennen mit dgm gescored und kann daher vermutlich an den olympischen spielen teilnehmen.
      normalerweise gibts bei sowas durchaus ein dgm in allen rennen und noch ne sperre vom verband hinterher.
      das ist auch richtig so.

      wer mist baut, muss dazu stehen – und das gilt auch, wenns einem nachher leid tut und man sich entschuldigt hat.
      das bedeutet dann eben, dass die wm futsch ist, richtig.
      dann soll er beim nächsten mal zum moppern halt auf seinem eigenen kahn hocken bleiben.

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  14. avatar Huber A. sagt:

    Herr, schick Hirn! *g Paß auf, es interessiert mich nicht, was es in der Regel da gibt. Es ist absolut übertrieben und in keiner Weise angemessen, was da abläuft und hat für mich nichts mehr mit adäquatem Handeln zu tun. Aber gut, lassen wir das.

    Genießen wir lieber, wie Kadelbach, Tina Lutz in jedem Rennen in dem schönen, sauberen Segelsport nach hinten fährt und somit nicht nur die Chancen bei Olympia für Deutschland verringert, da Tina besser ist, sondern auch noch den Nationenplatz gefährdet. *g

    Hey, aber wir sind da ja innerhalb der Regeln. Ja, und is das nicht schön! 🙂

    Und überhaupt….war echt total blödsinnig, Regeln in Frage zu stellen und sowas wie normales Denken zu verlangen. Sorry, ich tus auch nie wieder!

    Hahaha

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  15. avatar rodeo sagt:

    dass dich nicht allzu sehr interessiert, was irgendwelche regeln besagen, merkt man.

    ob man eine regel aber nun mag oder nicht, oder ob man sie für gut befindet oder nicht, ist leider nachrangig.
    respektieren muss man sie ja doch.
    lutz/kadelbach ist ein schönes beispiel. weder schön, noch fein, aber regelkonform, sofern sie sich an die wr halten. persönlich kann man davon halten, was man will, aber so sind die regeln.
    spätestens ein schiedsgericht sollte sich wohl bitte an die regeln halten.

    du wirst auch in deutschland keinen richter finden, der dich mit den worten “ja, laut gesetz darf mans nicht, aber das ignorieren wir jetzt mal” freispricht 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  16. avatar Christian sagt:

    @Huber: Darf man wissen, in welcher Klasse du segelst? Wenn es dich nämlich nicht interessiert, welche Regeln es gibt, möchte lieber nicht mit dir die Bahn teilen…

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