ISAF WM Perth Video: Das Duell im Bild. Kadelbach und Lutz vor der Kamera

"Das ist kein schöner Weg..."

Kathrin Kadelbach erklärt im STG-Video (ab 1:02) ihre Position zum Zweikampf mit Tina Lutz und Susann Beucke: “Wir haben eine schwierige Situation. Aber wir machen das, was von den Regeln her erlaubt ist und wovon ISAF, DSV und der Bundestrainer gesagt haben, das es den Regeln entspricht.

Match Race Szene. Kadelbach/Belcher (r.) hindern Lutz/Beucke an der linken Seite der Startlinie (mit Startboot) daran, mit einer Halse die Deckung zu durchbrechen.

Das ist kein schöner Weg aber wir haben gesagt, wir wollen alles tun, um unser Ziel zu erreichen. Ich weiß es ist super schwer und fühlt sich wahrscheinlich auch unfair an für die anderen Mädels.”

Im Video ist zu sehen, wie Kadelbach, die deutsche Match Race Meisterin 2009 und Vorschoterin von Ulrike Schümanns abgebrochener Match Race Olympiakampagne, die Gegnerinnen am leeseitigen Ende der Startlinie abstreift. Lutz ist in einer hoffnungslosen Position, weil sie nicht in Richtung Startlinie wenden kann.

Tina Lutz sagt dazu: “Man kann überhaupt nicht mehr seine eigene Taktik fahren, weil man die ganze Zeit gejagt wird von Kathrin. Das ist eigentlich nur die ganze Zeit ein Match Race vor dem Start.”

Die Situation wird in der Segelszene weiterhin heiß diskutiert. Bei einem Empfang der frischgebackenen 470er-Olympia-Qualifikanten Gerz/Follmann am Deutschen Touring Yacht-Club am Starnberger See erklärt der Vorschoter: “Das ist halt manchmal so, hätte bei uns theoretisch auch passieren können – zum Glück kam es nicht so…”

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Carsten Kemmling

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41 Kommentare zu „ISAF WM Perth Video: Das Duell im Bild. Kadelbach und Lutz vor der Kamera“

  1. avatar Marina sagt:

    Nee, sieht wirklich nicht schön aus… Man meint, man sehe eine heiße Szene aus ner Match Race Meisterschaft, wenn man nicht wüßte, daß ALLE anderen internationalen 470er-Teams gerade starten…
    Auch wenn es nicht regelwidrig sein soll – es bleibt ein bitterer Beigeschmack…

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  2. avatar Uwe sagt:

    Lutz hat sich selbst in die dumme Situation gebracht !

    Eine Unterscheidung zwischen einer normalen Rennsituation und einer gewollten Behinderung ist meistens unmöglich. Daher können die Wettsegelbestimmungen keine diesbezüglichen Regelungen enthalten. Man muss daher clever genug sein, und sich dem Gegner vor dem Start zu entziehen versuchen und sich nicht wie Lutz ohne Zwang in die Falle tapsen.

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  3. avatar Uwe sagt:

    Katrin Kadelbach macht genau das, was man von einer Olympiaaspirantin erwarten muss:

    Sie setzt sich in der Qualfikation mit der für sie wichtigsten Konkurrentin auseinander und deckt deren Schwächen auf.
    Ich fine es gut, wenn vor den Olympischen Spielen die Karten noch einmal neu gemischt werden !

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    • avatar Kiel sagt:

      Super.

      mein Excel zeigt:
      Nationen-Quali nicht geschafft.
      Tina/Sanni Olympia-Quali nicht geschafft.

      Super KK/FB
      Ich sehe mir sicher Eure Performance bei Olympia an – vom Mobo aus damit ich dann das erfreuliche Erlebnis eines persoenlichen Kontaktes a la Ben habe.

      Echt Klasse. Hoffentlich fragt Team Kadelbach / Belcher mal bei mir oder meiner Firma nach Sponsorengeldern an.

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      • avatar Afterguard sagt:

        Was hast Du denn fürn Excel?? Ergebnisliste von Perth und die daraus resultierenden Plätze für Weymouth 2012:
        ESP, ISR, (GBR), NZL, JPN, ITA, (GBR), BRA, AUS, NED, FRA, (JPN), USA, SWE, ARG, (GBR), SLO, GER over and out.
        Das Medalrace ist ohne Bedeutung, die Britinnen sind gesetzt!!!!

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        • avatar Afterguard sagt:

          Kleine Korrektur, aber das Resultat bleibt:
          ESP, ISR, (GBR), NZL, JPN, ITA, (GBR), BRA, AUS, NED – das sind die im Finale, können sich noch mischen aber sind 8 Plätze und die gesetzten GBR.

          Beleiben noch sechs Plätze (ab Platz 11, da ändert sich nix mehr):
          FRA, USA, (FRA), (JPN), (USA), SWE, ARG, SLO, GER

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        • avatar Kiel sagt:

          ok, Excel nicht so schlecht – leider GBR nicht in der Formel beruecksichtigt, dummer Fehler meinerseits.
          Liegt wohl daran, dass ich in England lebe.

          Auf jeden Fall danke fuer den Hinweis. Ich halte mich nun mit weiteren Kommentaren zurueck und freu mich schon auf das Super Abschneiden des ‘Quali geschafft Teams’ vor Weymouth.

          Nicht, dass es noch Karten geben wuerde oder ich welche haette, aber eine 470w Veranstaltung mit GER 21 werde ich mir sicher nicht antun, nichtmal wenn mir jemand einen Hubschrauber-Platz anbietet.

          Ich wuensche dem Team KB alles Gute auf seinem weiteren Weg und bin sicher, dass BL die Zukunft sind, wenn sie denn nochmal wieder in einen 470er steigen.

          Hoffentlich gibt es dann aber einen anderen DSV Kadertrainer

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  4. avatar Christian sagt:

    Versuch einer Zusammenfassung der bisher geäußerten Gesichtspunkte:

    Für das Zurücksegeln im Stile Kadelbach/ Belchers spricht:

    1) aus ihrer Sicht ist es nach dem verpatzten ersten 5 Wettfahrten die einzige regelkonforme Möglichkeit, sich die Aussicht auf die Olympiaqualifikation zu erhalten.

    2) Matchracetaktiken im Fleetrace sind ein legitimes Mittel in hochklassigen Feldern, sie addieren eine weitere taktische Ebene und werten den Sport dadurch auf. Wer siegen können will, muss Matchracetaktiken drauf haben.

    Gegen das Zurücksegeln spricht:

    1) Matchracetaktiken und insbesondere aktives Zurücksegeln sind bei Fleetracers ziemlich verpönt und gelten in der Segelwelt weithin als unfair (wie z.B. die meisten Kommentare hier erkennen lassen). Wer diese Taktiken anwendet, geht großes Risiko ein, sich unbeliebt zu machen. Da Erfolg im Segelsport nicht unwesentlich auch von positiven wie negativen Stimmungen und Gesamtumständen abhängt, ist dieser Faktor wichtig (Stichwort Sponsoren, Verband, Teamkollegen, etc., pp.)

    2) Durch das Zurücksegeln gerät die Nationenqualifikation für beiden Teams in Gefahr. Die WM in Perth wird dadurch zum race to the bottom, zu einer loose-loose-situation.

    3) der Zeitpunkt des Zurücksegelns (schon nach den ersten fünf Wettfahrten) ist zu früh; aggressives Zurücksegeln behält man sich besser für Finalwettfahrten vor. Dort werde sie auch eher akzeptiert.

    4) Wer einen Gegner zurücksegelt, darf sich nicht wundern, wenn dieser sich bei der nächsten Gelegenheit revanchiert. Man sieht sich immer zweimal, auch auf der Regattabahn. Unter Strich kann man teuer bezahlen, auch wenn Zurücksegeln im kurzfristigen Einzelfall zum Erfolg verhilft.

    Mein Fazit: die gewählte Strategie des frühen und aggressiven Zurücksegelns ist nach hinten losgegangen, insbesondere wegen der Gefährdung der Nationenquali. Das Team Kadenbach/ Belcher ist stark von Matchrace beeinflusst (auch durch die Trainerin Ulrike Schümann). Hinsichtlich dessen Akzeptanz im Fleetrace haben sie eine Fehleinschätzung vorgenommen, die Strategie ist falsch gewählt. Als “unfair”ist das Vorgehen meiner Meinung nach aber nicht einzuschätzen.

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  5. avatar Marc sagt:

    Verstehe nicht wieso sich so aufgeregt wird. 2008 fuhr auch Ulrike Schümann nach Qingdao und wurde dann für ihren 4. Platz gefeiert(nach den Peckholts das beste Ergebnis). Aber wer denkt heute noch an die Quali? Wer hat sie überhaupt mitbekommen?

    Damals war es genau so wie jetzt zwischen Lutz/Kadelbach, Kristina Wagner war mit ihrer Yngling Truppe dran an Schümann und konnte in Warnemünde mit einer Top5 Platzierung noch vorbeiziehen. Was von Schümann natürlich mit konsequentem Decken verhindert wurde. Damals meinte der DSV Sportdirektor noch: “wir sind sicher, dass im Verlauf dieser Auseinandersetzung ein starkes Team für die Olympischen Spiele gewachsen ist. ”

    http://www.svgverlag.de/svg-news/svg-news/artikel/team-schuemann-kann-die-yngling-olympiafahrkarte-loesen-team-wagner-nicht-mehr/?cHash=506e32b7f2690e321f9c0aad6bf05b9f

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    • avatar Decken sagt:

      “Decken” ist aber etwas anderes als gezielt über mehr als die Hälfte einer Veranstaltung ein anderes Team zu Behindern.

      Auch wenn es von den Regeln gedeckt ist, so ist es grundsätzlich unsportlich. Aber es wird kommen wie immer. Es wird das größte Ego zu Olympia fahren und wird dort wie immer verkacken.

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  6. avatar segler sagt:

    die Frage ist doch eine andere: hat Katrin überhaupt das Niveau an einer Olympiade erfolgreich teilzunehmen? Hat sie das Potential eine Medaille zu gewinnen? Ihre Leistungen in diesem Jahr lassen das bezweifeln. Kommt es am Ende zum Showdown, ist Matchen angebracht. Aber aufgrund der eigenen Changenlosigkeit seinen direkten Gegner gezielt nach hinten zu segeln, das ist nicht ok. Katrin sollte sich eingestehen, das sie einfach nicht gut genug für Olympia ist! Jedoch zeigt sich auch, dass man ohne Match Race Erfahrung in der Weltspitze nichts verloren ist. Im Medal Race , wenn es um die Medaillen geht, wird immer Boot gegen Boot gesegelt. Aber anscheinend hat sich das im STG noch nicht durchgesprochen.

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    • avatar Kiel sagt:

      >hat Katrin überhaupt das Niveau an einer Olympiade erfolgreich teilzunehmen?

      sehr gut… wer entscheidet darueber?

      und wenn es so weit kommt, wer drueckt KB bei den Spielen die Daumen?

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  7. avatar Lyr sagt:

    Vielleicht sollte die einfach Kadelbach fürs Frauen-Matchrace nach London schicken (da haben wir ja keine Vertretung) und Lutz dann fürs Fleetrace, dann wären alle glücklich! 😉

    mal im Ernst, wenn es die Regel erlaubt, dann kann man es machen, dass finde ich auch. Trotzdem finde ich, dass man da mal über eine Regeländerung nachdenken sollte. Schon in Kiel hat sich angedeutet (eigentlich sogar schon in Weymouth), dass Lutz eine stark steigene Form hat. Sie ist eindeutig die bessere Fleetracerin zur Zeit und 90% der gefragten Fähigkeiten bei den Olympischen Spiele sind nun mal die fürs Fleetrace und nur minimal Matchrace.

    Da bei einer Qualifikation am Ende fast immer nur noch zwei Kandidaten übrig bleiben, läuft es zwangsläufig auch immer auf Matchrace hinaus, wobei der hintere zusätzlich noch die Schwierigkeit hat, die Qualifikationskriterien zu fahren. Kann sich also nur zu 50% aufs Matchrace konzentrieren, während der vordere 100% geben kann. Es nützt nichts, wenn der/die hintere das Matchrace gewinnt, aber dann trotzdem nicht das Qualikriterium erreicht. Dies ist anders als bei den hier viel zitierten Vergleichen mit einigen Weltklassesegler (eines Jochen Hunger / Ben Ainsle / Paul Goodison). Ebenso sind bei der Qualifikation nur noch zwei im Rennen und die/der Führende hat sich nicht einen riesigen Abstand vor dem ganzen Feld (von vielleicht 100 Schiffen) erarbeitet, sondern eher einen kleinen Abstand bei 2-5 Schiffen.

    Diese immer wieder in nationalen Qualifikationen auftretenen Situationen sollten meiner Meinung nach zu ein Umdenken in der besagten Q&A https://segelreporter.com/wp-content/uploads/2011/12/QA2011.022A001-11686-1.pdf und einer Unterscheidung zwischen Punkt (a) und (b), (c) führen.
    Also mM wäre es angebracht, dieses MR-segeln nur in der derzeit laufenden Wettkampfserie zu erlauben, weil dort die Situationen meist gerechter sind, wogegen bei (b),(c) das eigentliche Ziel, den derzeit Besten zu finden, verfälscht wird.

    weitere 5cent von mir 😉
    Glückwunsch zur ersten WM-Medaille an Stanjek/Kleen … Simon leg jetzt nach!! 🙂

    grüße

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  8. avatar Ernst Vadlau sagt:

    Aus Österreich !
    Wenn sich bei euch eine wie Kadlbach durchsetzt und mit den absolut unsportlichen Methoden von Deutschland zur Olympiade geschickt wird kann ich nur sagen armes Deutschland!
    Ihr habt dann wirklich nichts dazugelernt. Der Osten lässt grüßen .

    Hoffe doch noch dass bei Euch sich diese Widerlichkeiten des Sports unwürdigen Methoden nicht durchsetzen.
    Werde versuchen auch das IOC darauf aufmerksam zu machen dass solche Sportler nichts bei einer Olympiade verloren haben.
    Davon überzeugt, dass dies sehr viele so sehen wie wir, und der DSV nicht von gestern ist, die richtige Entscheidung treffen wird (69) und nur Sportler zu den olympischen Spielen geschickt werden. Der Rest muss es einfach lernen dass solche Methoden in unserer Zukunft keinen Platz haben dürfen .

    Mit seglerischen Grüssen von Eurem kleinen Nachbarn aus Österreich
    Die Vadlau’s

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    • avatar rodeo sagt:

      wollte nur mal kurz klugscheissen und erklären, dass die olympiade die zeit zwischen zwei olympischen spielen ist.. 😉

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      • avatar Decken sagt:

        …wenn schon klugscheissen, dann aber richtig: die Olympischen Spiele sind Teil der Olympiade, die ein vierjähriger Zeitraum ist, der mit den Olympischen Spielen beginnt.

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    • avatar Jon sagt:

      Was hat das mit dem Osten zu tun? Du merkst ja nun gar nichts.

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      • avatar Manfred sagt:

        @ Jon:
        ich halte mich hier wirklich zwanghaft zurück aber ein Hinweis muss doch sein. Denk noch mal drüber nach, was das mit dem “Osten” zu tun hat. Dann ein bißchen Recherche oder in der erfahreneren Szene umhören.

        @ Kiel: Deine Bemerkung von 11.30h. Danke.

        @ all: Ein bißchen Ächtung schadet jetzt nicht und der DSV müsste diese Art der Angriffe über klare Traineransage verbieten. Man will doch bei den Ausscheidungen sehen, wer am besten segelt, wer sich im Feld durchsetzen kann, oder habe ich das falsch verstanden. Wieso haben die unterschiedliche Trainer (mit in AUS) und die bringen dann unterschiedliche Konzepte???

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    • avatar Uschi sagt:

      mit diesen sognennaten unsportlichen Methoden haben es Spitzauer/Nehammer in Miami auch geschafft den Nationenplatz für Peking 2008 zu holen…

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    • avatar Fliegender Holländer sagt:

      Na, na, na… im Osten, resp. dem Osten Deutschlands, also den neuen Ländern, hätte es derlei früher nicht gegeben. Knallharte Quali ja, nicht unbedingt unter den Augen der Öffentlichkeit, sondern im stillen Kämmerlein in Warnemünde. Aber eins ist sicher : Der / die beste wäre nach Wymouth gefahren, nicht die konsequente Anwenderin unzureichender Regeln. Ich zähle ja ein Stück weit auf den DOSB, der ja, weil in Sachen “Endkampfchance” vom DSV diesmal gründlich über den Tisch gezogen, dort noch ein letztes Wort sprechen könnte u. sollte. Lieber ohne weibl. 470er auf der Insel als mit diesen beiden…

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  9. avatar Florian sagt:

    Es ist bestimmt sinnvoll sich gegenseitig zu behindern, bevor man die Länderqualifikation hat.

    Als Bundestrainer hat man dabei bestimmt ein gute Gefühl, wenn sich das “Team Germany” probiert selbst zu “versenkt”.

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    • avatar Kiel sagt:

      ist der Bundestrainer – der sowas wenigstens billigt – nicht eigentlich dem DSV verpflichtet?

      Wer zahlt sein Honorar? Woran wird er gemessen?
      Sieht so aus, als ob der Bundestrainer 470w viellicht besser den WMR trainerposten angenommen haette?

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  10. avatar Lyr sagt:

    Und im 10. Rennen segelt das Lutz/Beucke-Team dann eben mal so trotzdem noch einen 9. Schon stark, oder?

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  11. avatar peterc sagt:

    Super gemacht. So bleibt Deutschland weiter in der zweiten Liga des Segelsports. Hoffentlich fahren alle anderen schon qualifizierten Damen die Deutschen mit Matchracetechniken bei der nächsten WM aus den Qualiplätzen. Das wäre genauso fair und auch sinnvoll, weil dann kommen noch schwächere zu den Spielen und die Chancen der schon qualifizierten steigen.
    Und wir Österreicher bringen unser junges Nachwuchsteam zu den Spielen 😉

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  12. avatar Florian sagt:

    Wenn dieses Verhalten nach den Regeln korrekt ist, verstehe ich nicht warum die Nationen mit vielen Teilnehmern sich nicht vor den Wettfahrten absprechen und die vermeidlich starken Gegener (in der Nationenquali) durch ein schwächeres Team in “Match-Races” verwickeln. Von den Regel dürfte dieses Vorgehen immer noch nicht explizit verboten sein.

    Ich glaube diese Taktik stammt aus der Finn Klasse und wurde in Deutsch-Deutschen Duellen schon angewendet.

    Für mich gehört bewußtes Behindern von Booten als Ergänzung zur WR 23 in den Regelkatalog aufgenommen.

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    • avatar Alfred E. sagt:

      Dann verstehst Du von Regeln wirklich gar nichts, denn genau das wäre nach der Regelinterpretation im Q&A – steht unter Punkt d) – nicht erlaubt. Könnte man außerdem z.B auch nach WR 41 ahnden, steht auch im Q&A.

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  13. avatar huber a. sagt:

    Schuld sind im Grunde ja nicht die Segler an sich. Schuld ist halt, ich weiß, ich wiederhole mich, daß Bewußtsein, daß im Segelsport vorherrscht.

    Einerseits verursacht durch den Erfolgsdruck, der durch das immer weiter ausufernde Profitum aufgebaut wird. Und des weiteren, was sicher den Großteil ausmacht, das Einbläuen solchen Gebahrens, von Seiten derer, die sich im Segelsport für die Spitze der Nahrungskette halten und an Kinder und Jugendliche keine Werte weitergeben, sondern den Grundgedanken, daß man mit allen Mitteln zum Erfolg kommen muß. Das so der Sportsgeist oft auf der Strecke bleibt, kann man den Aktiven, die nur Produkte ihrer Trainer, Ratgeber, Förderer sind, nicht wirklich vorwerfen. Problem ist halt auch, daß man so einen absoluten breitenuntauglichen Käse, wie Matchrace, als tolles seglerisches Format hinstellt, so wie es hier bei Segelreporter ja auch ausschließlich der Fall ist. Der Segelsport in seiner Ursprünglichkeit bleibt halt mehr und mehr auf der Strecke und daß ist die Kehrseite dieser ganzen Entwicklung. Es gibt ja auch fast keine florierenden Klassen mehr, wo noch ne ordentliche Schnittstelle zwischen gutem Leistungssport und Hobbysport vorhanden ist, wo noch jung und alt zusammentreffen, wo Gesellschaft, Sport und Hobby eine Einheit bilden. Und ich meine hierbei den Erwachsenenbereich, der einfach die Basis für alles andere ist. Hier ist fast alles stark rückläufig, weil die einfachen Klassen komplett wegbrechen, wo man früher auch als Hobbysegler noch gut sportlich und ohne imensen Kostenaufwand, toll segeln konnte, gegen gute Leute. Zum Einen liegts daran, daß in solchen Klassen die guten Segler aufhören, weil die sportliche oder finanzielle Perspektive fehlt und sie dahin gehen, wo gerade besser gezahlt wird oder die sportliche Herausforderung größer ist. Zum Anderen sind so Faktoren, wie immer neue Klassen, in welche die Segler ständig gelockt werden, für diese Entwicklung verantwortlich. Und ohne sportliche Herausforderung und die Möglichkeit gegen gute Segler anzutreten, bricht halt auch dann der Hobbybereich in diesen Klassen in der Regel nach und nach zusammen. Und wenn die Eltern im Regattasport ständig in den einfachen Klassen wegbrechen, gehen auch die Kinder immer mehr verloren. Was früher oder später seglerisch bleiben wird, ist wohl nur noch Leistungsport als Regattageschehen. Alles Andere wird sich nach und nach in nichts auflösen. Diese Entwicklung und diese Abwärtspirale läuft bereits. Segeln war halt von jeher ein Sport, der überwiegend an die nächste Generation oder an Freunde weitergegeben wurde. Die Zahl derer, die zum Segeln anfangen, weil es so eine Webseite wie den Segelreporter gibt oder weil Segeln mal 2 Minuten im Fernsehen läuft, ist verschwindend gering und das wird es auch immer bleiben. Man muß die Leute da in der Regel persönlich heranführen und dazu brauchts Segler und die gehen nach und nach verloren, weil sich die Verantwortlichen und auch die Segelmedien komplett auf einem Holzweg befinden, was sie glauben, was den Sport ausmacht und wie es mit Segeln weitergehen müßte.

    Liegt wohl daran, weil hier überwiegend Leute was zu melden haben, die das selber alle profimäßig betrieben haben und denen die Ursprünglichkeit einfach zu langweilig ist und die ständig was besseres Neues suchen, und auch leider suchen müssen, für Gelder (Sponsoren), Fernsehen und das IOC. Aber das was den Altgedienten langweilig ist, könnten Andere halt für sich neu entdecken. Das vergessen fast alle dabei. Und Segeln war gut, wie es war. Ich wünschte, wir könnten dieser schlechten Entwicklung langsam wieder entgegen wirken. Denn leider ist das Klientel für den Sport einfach begrenzt. Man kann hier nicht ständig versuchen neue Klassen zu etablieren, den Sport immer noch professioneller und noch schwieriger und kostenaufwendiger gestalten, den Profisport mehr oder weniger vom Hobbysport nach und nach total abkoppeln und auch nicht so ne charkterlose Sache wie hier, als völlig in Ordnung hinstellen. Das versteht keiner mehr. Nur ein paar Profis.

    Die Proffesionalisierung und die Wege, die Segeln geht, schadet dem Sport leider in der Breite oftmals sehr. Bei Sportarten, die einfach und günstig zu betreiben sind und über ein großes Klientel verfügen, ist das kein Problem und funktioniert, aber beim Segeln funktionierts nunmal nicht und das was ihr oft so glaubt, was begeistert, begeistert wirklich nur die Spitze der seglerischen Nahrungskette.

    Danke für eure Aufmerksamkeit! 🙂

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    • avatar Hobby-Regatteur sagt:

      Der sicher nicht unparteiische Bayerischen Seglerverband äußert sich auch:

      Michael Marcour, Wettsegel-Obmann beim Bayerischen Segler-Verband: “Mit seinem Verhalten hat das zweite deutsche Team eine Grauzone verlassen. Als es nach vier Rennen merkte, dass ihre eigene Leistung diesmal nicht ausreichte, setzten sie ganz offensichtlich alles daran, das Team Lutz/Beucke bei ihren Manövern zu behindern, wo es nur ging. Das mag zwar im Rahmen der Regeln geblieben sein, ist jedoch in diesem Maße nur unfair und absolut nicht zielführend.”

      Marcour hatte selbst an Olympischen Spielen teil genommen und 1984 für Deutschland die Silbermedaille im Starboot geholt. Übrigens auch bei der WM in Perth wieder einmal die erfolgreichste Klasse aus deutscher Sicht – vier Teams in den Top-20. “Der verantwortliche Trainer oder das STG hätten bei den 470er-Frauen”, so Marcour weiter, “bereits am Freitag und zwar vor der 7. Wettfahrt ‘konstruktiv’ eingreifen müssen.” Das Verhalten der internen Konkurrenz blieb leider destruktiv.
      [http://www.bayernsail.de/index.php?id=261]

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  14. avatar icke sagt:

    ich gönne ja niemanden etwas schlechtes….
    aber in diesem fall schon….

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  15. avatar Rüdiger sagt:

    Hier gehts ja zu wie beim Fußball. Da gibt es auch 80 Mio. Bundestrainer. Zum Glüch haben die nichts zu sagen.
    Ist auch leicht Urteile abzugeben wenn man niemals in so eine Situation kommen kann. Ich empfehle ALLEN sich mal stark zurück zu halten.
    Übrigens es waren Regatten, Mehrzahl.
    Was wären die beiden für schlechte Sportler wenn Sie sich einfach ergeben hätten, nur weil es mal nicht so läuft. Das kann doch keiner verlangen und erwarten. So eine Chance bekommt man nur einmal oder vielleicht nie.

    Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, was eure Kommentare noch wert sind wenn die beiden 2012 Bronze gewinnen.
    Wäre echt doof, oder?

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    • avatar Torsten sagt:

      Genau das ist eines meiner Probleme. Ich könnte mich nicht wirklich freuen. Und nach dem letzten Statement von Kathrin Kadelbach scheint mir: Sie auch nicht 🙁
      Traurig für alle. Der Fehler liegt aber in erster Linie im Zusammenspiel Regel und Qualifikationsmodus. Durch die Wertung von ausschließlich der ersten 20 Plätze kam es dazu. Fehler im Modus, nicht in der Regel.
      Vielleicht sollte man deshalb als Kompromiss über ein abschließendes Qualiduell in 2012 nachdenken. Kadelbach/Belcher würden Größe beweisen, wenn sie dies forcierten. Dann könnten sich am Ende vielleicht doch alle über eine Medaille freuen. Und die Fairness…

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    • avatar Frank sagt:

      Bronze :))

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  16. avatar hanseatic sagt:

    Meines Erachtens beziehen hier die Falschen Prügel. Ziele der Attacken sollten vielmehr DSV und DOSB sein und nicht die Sportler. Heftiges wedeln mit der Moralfahne ist angesagt? Ja – ich stimme zu! Aber ich möchte auch mal sagen: …. der werfe den ersten Stein…. Für die Sportler geht es hier um sehr viel mehr als für die Verbände oder Nationen. Die Verbände treiben die Sportler durch Regeln und Kriterien doch erst in solche Situationen. Wen wundert es also, dass solche moralisch fragwürdigen Zweikämpfe dabei herauskommen können? Der Sportler ist zum Produkt degradiert der den “Profit” des Verbandes oder der Nation erhöhen soll. Ein austauschbares Rädchen also, dass diese Aufgabe zu erfüllen hat. Nichts anderes wird von Seiten der “Sportpolitik” von ihm erwartet – und dabei spielt Moral leider keine Rolle. Fazit: Das Ganze kehrt und geschlossen gegen DSV und DOSB statt gegen die Opfer dieser Politik!

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    • avatar Zoe sagt:

      Falsch! Funktionärsschelte ist genauso unredlich wie Politikerschelte. Wenn die Sportler (die Wähler) einen sportlich – moralischen Kanon wählen, werden es die Funktionäre schwer haben, sich dagegen zu stemmen. Aber wie allgemein üblich wedelt auch hier der Schwanz mit dem Hund….. Armer Sport

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  17. avatar Marcus Baur sagt:

    Matchrace ist, wenn sich der Gewinner freut und der Verlierer ihn respektiert. Fleetrace ist genauso. Aber wenn Matchrace mit Fleetrace vermischt wird, dann gibt es keinen Respekt und keine Freude – es fühlt sich nur falsch an. Es wird Zeit dass die ISAF und der DSV das begreifen und beide Sportarten voneinander trennen.

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  18. avatar Dibagiano sagt:

    Hi Leute,
    ich verstehe die Aufregung nicht. Olympiaquali (und wenn es um Titel geht) war noch nie “einfach” und Fairness liegt im Auge des Betrachters. Schaut in die Geschichte – da gibt’s unzählige Beispiele. Neben den bereits aufgeführten, jüngst die 505er-EM am Gardasee. Wir erinnern uns an das wütende (ich zitiere) “YOU are a f***ing liar!” nach der Protestverhandlung und an das damit verbundene fehlende Handshake des Vizes an den frisch gebackenen Meister. Nicht schön, fader Beigeschmack bleibt und wen kümmert’s? Also.
    Fakt bleibt, das Team K/B verhält sich regelkonform – was sagt Ulli immer? Richtig, mit den Regeln segeln und nicht dagegen. Wenn sie nichts drauf hätten, könnte sie L/B nicht so kontrollieren. Gebt ihnen doch die Chance zu ihrer wohl guten Bootsbeherrschung in den Manövern eine Schippe beim Trimm/Speed draufzulegen.
    Sail fast.

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  19. avatar Pedro sagt:

    Wer eine Regatta gewinnt und dabei den Respekt seiner Gegner verliert hat in Wirklichkeit alles verloren…
    P.E. still the greatest

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  20. avatar Lars sagt:

    Peinliche Bilder. Traurige Einstellung. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

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  21. avatar Alstergucker sagt:

    Vielen Dank für den Thriller! Die Visiere waren offen, wirklich spannend.
    Die Regeln ausgenutzt, richtig. Das Risiko war allerdings hoch. Glück gehabt Segel-Deutschland!
    Respektvolle Glückwünsche an die Qualifikanten für die Spiele. Mehr Motivation kann man ja kaum haben, es den moralischen Zweiflern jetzt erst Recht bei den Spielen zu zeigen, denn da wird die Luft noch dünner, und es wird ein schlaues ‘Kampfverhalten’ gebraucht. Schach auf dem Wasser …

    Dem unterlegenen Team gebührt größter Dank, ganz besonders für den 9ten Platz im letzten Rennen, welcher doch erst die Nationenquali ermöglichte, oder?

    Man wird darüber lange sprechen … Und vielleicht/hoffentlich fahren in 2016 die diesmal Unterlegenen nach Rio.

    SPORTTLICHE GRUESSE GO GO GO 🙂

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 5

  22. avatar Armchairadmiral #1009 sagt:

    Wie schön, daß das junge Belcher-Glück nun zusammen “Olympia feiern” kann.
    Und wie schön für uns, nach dem 11. (oder so) Platz der deutschen 470er Damen in England dann unsere Häme über sie ausgiessen zu können.
    Die Starboot- und die Laser- Segler haben gezeigt, wie es kollegial nach vorne geht.
    DAS ist Segeln auch auf diesem Level für mich!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 6

  23. avatar Blu sagt:

    Also mir tuen die Mädels Kadelbach jetzt schon leid, bis zum August nächsten Jahres keine Nacht ruhig schlafen, wie groß wäre die Schmach in London nicht Gold zu holen, denn die Vorwürfe wie ” wären Doch sie anderen gefahren, die nur durch Euren Scheiß jetzt zugucken dürfen” sind ansonsten das schlimmste.

    Das DSV Auswahlverfahren ist unglücklich gelaufen, nicht zuletzt der ” Schein-World-Cup” in Kiel mit schwachem Feld und untypischen Bedingungen hat die Ausscheidung extrem verzerrt. Das konnte keiner wissen werden die einen sagen – “doch; konnte man, wenn man sich das DSV Brett mal von der Stirn schraubt und ein bischen in die Welt schaut, – denn gegen die messen die Segler sich bei den OSpielen”

    Andererseits fährt Kollege Ainsle in Trainings seinen Sparringpartnern auch schon mal das Ruder ab, nur weil sie ( zu knapp) vor Ihm durchgehen, “das Leben ist kein Ponyhof”.

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