Kite- vs Windsurfen: Spanierin Blanca Manchon klagt an

Korruption?

Blanca Manchon, eine der besten Windsurferinnen der Welt. © FADV

Das überraschende Aus für die Windsurfer bei den Olympischen Spielen 2016 sorgt immer noch für Diskussionen. Insbesondere nachdem der spanische Verband einen schwer nachvollziehbaren Abstimmungsfehler eingeräumt hat. So bezichtigt Blanca Manchón, ISAF Weltseglerin des Jahres und Surf-Weltmeisterin, ihren Verband offen der Korruption.

Sie sagte im spanischen Fernsehen (Youtube Video Spanisch), dass die Delegierten wohl einen Briefumschlag mit Geld erhalten haben müssen, um gegen ihren Sport zu stimmen. Sie legte keine Beweise vor, gibt aber zu bedenken, dass der spanische Vertreter vor der Abstimmung eine 25-minütige Rede gehalten haben soll, in der er erklärte, warum die Windsurfer den Kitern weichen sollen.

Damit gerät die Version des spanischen Verbandes ins Wanken, es habe sich nur um einen technischen Abstimmungsfehler im “Durcheinander” gehalten. vsail.com übersetzt das Statement von Manchón wie folgt: “Ich glaube nicht, dass es ein Fehler war. Das ist unmöglich…Es ist wie in einer Seifenoper…Sie haben den Umschlag bekommen, denke ich, und sich um nichts weiteres mehr gekümmert.”

In Spanien existiere Kiteboarding nicht. Adererseits seien viele Kids in das Windsurf-Zentrum nach Puerto de Santa Maria gezogen. Sie hätten die Schule gewechselt und ihre Eltern die Jobs. Alles umsonst.

Inzwischen haben sich auch die Seglerverbände von Israel und Venezuela in einer offiziellen Stellungnahme von der Abstimmung ihrer Delegierten distanziert. Der Präsident von Venezuela kritisiert seine Repräsentantin Teresa Lara Anzola, die auch eine von sieben ISAF Vize-Präsidenten ist. Diese Entscheidung sei niemals eine Option gewesen. Die Regierung von Venezuela habe viel Zeit und Geld investiert, um die Klasse und ihren Athleten für 2012 vorzubereiten.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://northsails.com/sailing/de/byt-til-nyt-dag

4 Kommentare zu „Kite- vs Windsurfen: Spanierin Blanca Manchon klagt an“

  1. avatar Manfred sagt:

    Der Drops scheint mir noch nicht gelutscht zu sein…

    Wie man kürzlich lesen musste: 115 Tote bisher beim kiten. Ne ziemlich gefährliche Sportart aber faszinierend anzuschauen. Von Olympia noch genau acht Jahre entfernt, imho. Alleine als ich kürzlich die ersten Fotos von den Kite- Kursrennboards gesehen hatte, richtige Schlachtschiffe das, wer will denn so etwas an den Füssen hängen haben.

    Grundsätzlich läuft da was falsch mit den “Segel” Klassen bei Olympia. Da wird nicht nur ein Umschlag gereicht worden sein. Wie kann es sonst sein, dass wir 2 x den Laser, 2 x den 470er und 2 x den 49er Rumpf bei Olympia dabei haben. Wo es doch so eine grosse Auswahl an Sportgeräten für den Segelsport gibt. Wo doch auch eine gewisse sozial-und marktwirtschaftliche Verantwortung bei der ISAF gepflegt werden sollte. Bootsbau möglich machen auch in Schwellenländern durch Lizenzvergaben relativ einfach zu bauender Skiffs….oder so…Vielfältigkeit statt Einfältigkeit.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

    • avatar Bernd sagt:

      na ja kann man auch anders rum sehen, wenn es mehr Boot gleichen Typ’s gibt, müsste es doch auch einfacher und preiswerte sein an ein Boot neu/gebraucht ran zu kommen.

      Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

  2. avatar Heini sagt:

    http://segelreporter.com/wp-content/uploads/2012/06/Blanca-Manchon.jpg

    Ich find vor allem, die hat nen schönen Pulli an. 😀

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *