Olympia 2012: Match Duelle in 470er Vorstarts – Kadelbach/Belcher 8. nach Finalrang 3

Finale Freude

Friederike Belcher gratuliert ihrem Mann Matthew nach dem Gewinn der Goldmedaille im 470er. Kurz danach wird sie im Medalrace 3. © Marina Könitzer

Friederike Belcher gratuliert ihrem Mann Matthew nach dem Gewinn der Goldmedaille im 470er. Kurz danach wird sie im Medalrace 3. © Marina Könitzer

Am Freitag haben die 470er Segler bei Olympia ihre Medaillen eingesammelt. Das Männer-Finale am Donnerstag war dem ersten Flautentag zum Opfer gefallen, so dass am Freitag beide 470er Medalraces ausgesegelt wurden.

Dabei holte Mathew Belcher mit Malcolm Page die dritte Goldmedaille für Australien. Sie glänzt ein wenig auch für Deutschland. Denn Belcher ist nicht nur mit Friederike verheiratet, ihr Vater Sebastian Ziegelmayer baute sein Boot, wie auch für vielen andere 470er Olympioniken.

Im flauen Medalrace mussten sich die Aussies den Vorstart-Attacken der Briten erwehren, die vier Punkte zurücklagen. Luke Patience und Stuart Bithell hätten vorne liegen und noch ein weiteres Boot zwischen sich und den Gegnern platzieren müssen.

Beim Start erwischt. Die Briten erzwingen nach dieser Kollision einen Penalty und verlieren trotzdem Gold.

Beim Start erwischt. Die Briten erzwingen nach dieser Kollision einen Penalty und verlieren trotzdem Gold.

So war es wohl ihre Absicht, die Australier im Vorstart maximal zu blockieren, um dann selber im Feld nach vorne zu segeln. Eigentlich ging der Plan optimal auf. Belcher/Page schienen bei der Annäherung zur Startlinie die bessere Position genau voraus zum Gegner zu haben, stoppten aber bei der Verteidigung eines schnellen Luvmanövers zu sehr, die Briten fielen hinter dem Heck ab, stellten mit ihrem Bug eine knappe Lee-Überlappung her, luvten (Lee vor Luv), die Aussies reagierten zu spät beim Ausweichen, berührten mit dem Heck den gegnerischen Bug und die Umpire erkannten einen Regelverstoß.

Penalty in der Vorstartphase

Nun ist es so, dass anders als beim Match Race, der Strafkreis vor dem Start absolviert werden darf. Also eigentlich kein Problem. Belcher/Page waren allerdings spät dran und starteten gut zehn Sekunden zu spät hinter dem Feld auf die rechte Seite. Die Briten folgten, konnten aber keine entscheidende Kontrollposition mehr einnehmen.

Die rechte Seite war stärker, und die beiden Gesamtführenden lagen an der Spitze des Feldes. Die Briten rundeten allerdings die Luvtonne zuerst und Belcher/Page auf Rang drei. Zu diesem Zeitpunkt wäre Gold an England gegangen. Vor dem Wind zogen aber die dreimaligen 470er Weltmeister vorbei. Dennoch konnten sie sich ihres Sieges nicht sicher sein.

Bei einer dramatische letzte Kreuz mit einem Wendeduell zwischen den Kontrahenten konnten die Aussies einen leichten Vorteil bewahren, aber sie gingen Heck an Bug um die Luvtonne und das Feld lag eng beisammen. Erst ein Regel 42 Penalty wegen Pumpens entschied die Goldmedaille sicher für die Australier. Silber holte England und das Duell um Platz drei entschied der ehemalige Opti-Weltmeister Lucas Calabrese mit Juan de la Fuente (ARG) für sich.

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