Olympia Weltcup Hyères Videos: Zweimal Gold, einmal Bronze für Deutschland

Respekt für Deutschland

Philipp Buhl gewinnt dramatisches Laser Medalrace
 
Moana Delle surft zum Sieg im RSX Medalrace:
 

Philipp Buhl mit Urschrei nach dem Sieg beim Weltcup in Hyères. © JM Liot / DPPI / FFvoile

Philipp Buhl hat mit einem Sieg im Medalrace den Olympia Weltcup in Hyères gewonnen. Moana Delle folgte ihm kurze Zeit später auf das oberste Treppchen und Toni Wilhelm surfte noch auf den Bronzeplatz vor. Damit konnte das Audi Sailing Team Germany mit drei Medaillen glänzen.

Moana Delle freut sich über den Sieg in Hyères. © JM Liot / DPPI / FFvoile

Buhl segelte mit einem Urschrei ins Ziel bei heftigen Windbedingungen, die die finalen Rennen bei den 49ern, im Match Race und den Paralympischen Klassen ausfallen ließen.

“Klar bin ich happy”, sagt der Bayer vom Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) nach dem Zieldurchgang. “Ich wusste zwar, dass ich schnell bin bei Wind, aber das konnte ich nicht erwarten. Es war hart, aber eigentlich trainieren wir das ganze Jahr für solche Bedingungen. Um ehrlich zu sein tut mir jetzt der Rücken etwas weh. Ich kann nichts schlechtes über diese Woche sagen. Es war eine große Herausforderung.”

Moana Delle hat in Hyères extreme Starkwind-Bedingungen gemeistert, die sonst nicht ihr Spezialgebiet waren. © Marina Könitzer

Buhl gelang eine herausragende Regattawoche mit fün Siegen in zehn Rennen bei 106 Teilnehmern. Aber besonders die Serie von 1/2/1 in den finalen Rennen der Goldfleet gegen die direkten Gegner ISAF Weltsegler Tom Slingsby (AUS) und den Neuseeländer Andrew Murdoch, Bronze-Gewinner bei der WM in Perth, sowie Tonci Stipanović aus Kroatien (WM 5.) waren beeindruckend.

Eurphorisch äußert sich Buhl allerdings nach dem Medalrace nicht. Eigentlich sei es erst gar nicht so gut gelaufen. Beim Start hatte ihn Slingsby unter Kontrolle und Buhl segelte den Großteil des Finales auf Platz fünf. “Aber dann konnte ich gut aufholen”.

“Um ehrlich zu sein habe ich aber nur Gold geholt, weil sich Tom den Mast abbrach. Er lag in Führung und diese definitiv nicht mehr hergegeben. Deshalb wäre ich auch mit Silber sehr zufrieden gewesen. Denn Gold zu gewinnen, weil ein anderer den Mast bricht, das ist nicht so schön.”

Die Surferin vom Segelklub Bayer Uerdingen hat hart an ihrer Physis gearbeitet. © Marina Könitzer

Moana Delle konnte sich dagegen ungeschränkt über die Dramaturgie ihres Sieges freuen. Im letzten Lauf brachte sie mit einem Sieg das beste Ergebnis über die Ziellinie und machte dadurch einen letztendlich überzeugenden Gesamtsieg mit acht Punkten Vorsprung perfekt.

Vielleicht noch höher ist der dritte Platz von Toni Wilhelm einzuschätzen. Mit Rang drei im Medalrace konnte er immerhin den Weltranglisten ersten Piotr Myszka aus Polen in Schach halten, der allerdings mit einem Frühstart das Medalrace verpatzte.

„Es ist ein schönes Gefühl, dass Deutschland durch die Erfolge im Segelsport auf internationaler Ebene wieder an Respekt gewinnt“, sagt Joachim Hellmich, Verantwortlicher der STG Academy.

Moana Delle hart sich besonders im Starkwindbereich verbessert. © JM Liot / DPPI / FFvoile

Deutschland ist in Abwesenheit des Großteils der britischen Mannschaft hinter Frankreich und Australien mit je zweimal Gold und einmal Silber die drittbeste Nation. Schadewaldt/Baumann verblieben auf ihrem starken 5. Platz im 49er. Polgar/Koy fielen mit Platz acht im Star Medalrace auch auf diesen Gesamtplatz zurück.

Ergebnisse RSX Männer
Ergebnisse RSX Frauen
Ergebnisse Laser Männer

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Carsten Kemmling

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