Olympiaklassen: Offshore-Kielboot nimmt letzte Hürde – Protest der Finnklasse

Eine Ära ist beendet

Die Disziplin Mixed Offshore Keelboat ist bei der abschließenden World-Sailing-Versammlung AGM offiziell als zehnte Medaillen-Möglichkeit bestätigt worden. Damit ist die olympische Finn-Dinghy-Geschichte vorerst beendet.

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Olympiaklassen: Offshore-Kielboot nimmt letzte Hürde – Protest der Finnklasse“

  1. avatar jollysegler sagt:

    Und wieder einmal Kommerz vor Sport, die olympischen Athleten ziehen den kürzeren.

  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Das Finn ist eine Legende. Etwas für Hengste, Könner und Tiere. Aber Legende alleine reicht nicht. Es ist auf der Nachteilsseite nämlich maßlos überteuert (!) und insbesondere im Pump-Modus vorm Wind tatsächlich albern. So gesehen ist das Ende schmerzhaft aber logisch. Stattdessen z.B. Pogo 3 zu segeln ist aber m.E.n. viel zu teuer für Olympia. Irgendwie scheint sich die verfasste Funktionärs-Schar da auch vom Grundgefühl vieler Aktiver wegzuentwickeln. Wir wäre es mit:

    Laser Std für die Jungs
    Laser Rad für die Mädels
    49er für die Jungs
    49FX für die Mädels
    2.4 für beide (ggf. mit Ausgleichsblei)
    Eine foilendes Surfbrett für Jungs
    Das gleiche Brett für Mädchen

    Was ist mit dem Star?

    Raus gehört der 470er
    Katamarane (gehören an den Strand)
    Zu teueres Material

    • avatar Patrese sagt:

      Wie wäre es denn mit einer ferngesteuerten Bootsklasse als Mixed …

      Da können dann die Mädchen gegen die Jungs Segeln und das Material wird auch billig sofern One Design.
      Befriedigt alle Randbedingungen und die Zuschauer können auf den Tribünen um das Olympische Freiluftschwimmbecken Platz nehmen mit Onboardkameras auch voll Internet Tauglich.

      Wenn die Jungs den Mädels dann aber immer noch davon segeln haben einige Zweibeiner aber ein Argumentationsproblem…..

      Und die Stunden im Gym können wir uns auch sparen…..

      Oder wollen wir doch RICHTIGEN SPORT treiben????

    • avatar Lars Hückstädt sagt:

      Nur eine Stunde Laser für die Jungs? Wieso nicht mehr?

  3. avatar jorgo sagt:

    Folkeboot Mixed. Damit könnte man alle Fliegen mit nur einer Patsche erschlagen:
    Offshore- und Inshore-tauglich und preiswert. Die Aktiven könnten/müssten an Bord (zusammen) schlafen. Mit Onboard Kamera sehr medienwirksam! Für Nachwuchs wäre gesorgt und Spaß macht das natürlich auch noch.
    Preiswert: Das olympische Komitee kauft einfach über Ebay genug “Kerteminde”-Schüsseln …. und ab geht die gelbe Post!
    Ausserdem hätten die Traditionalisten einfach aber auch sowas von gar keinem Grund mehr zu meckern!

  4. avatar Ballbreaker sagt:

    Finn raus, naja, kann man irgendwie nach der Entwicklung in den letzten Jahren (z.B..Starboot-Aus) nachvollziehen. Aber jetzt Offshoresegeln???

    Ich hab nix gegen Offshoresegeln aber das hat bei Olympia in etwa soviel verloren wie Bergsteigen mit Reinhold Messner, ADAC-24h-Rennen oder Pferderennen aus Ascot…..

    Das IOC hat Segeln schon lange auf dem Kieker. Zu teuer, unattraktiv, zu weit weg vom eigentlichen Olympiaort und und und

    Solche “geistreichen” Entscheidungen mögen die Lobbyisten, die sich durchgesetzt haben freuen, für das olympische Segeln insgesamt kann sowas der Sargnagel werden……

    • avatar Ballbreaker sagt:

      Für alle die sich fragen, wie man ünerhaupt auf so Ideen kommen kann, empfehle ich das von Carsten verlinkte 8h Video der Konferenz.

      Einfach irgendwo hin vorspulen und ihr habt keine Fragen mehr!

  5. avatar Niels sagt:

    Verwunderlich. Einfach verwunderlich.

    Aber wohl auch hier das Problem, dass eben alles sich ums Geld dreht.

    Alle vier Jahre wird zu Olympia viel Geld in die Kassen der IYRU (achja World Sailing. Völlig bescheuerter Name.) gespült und davon kann man die nächsten drei Jahre zu Kongressen fahren und so.

    Kein Wunder, dass man sich dann an das IOC klammert und bloß versucht, etwas Medienfreundlches zu gestalten.

    Ungeachtet des Materials ist nun mal Segeln der wahrscheinlichst komplexeste Sport, den es gibt und das sieht eben so aus, dass über fünf Tage auf der Bahn alles abgefragt wird und der Beste die wenigsten Punkte hat. Oder es eben im letzten Race ausgebattelt wird.
    So sieht das eben aus und da muss man auch nicht versuchen, ständig neue Boote und neue Formate zu erfinden.
    Und wenn das Joe aus Alabama nicht kapiert, dann braucht man eben eine bessere Vermittlung in der Übertragung. Da hat sich doch die letzten Jahre richtig viel getan.

    Verwunderlich ist auch, dass es mal Damen-Matchrace gab, das Finale damals Spanien gegen Neuseeland unglaublich spannend war und es dann auf einmal nicht mehr im Programm war. Die Teilnehmerinnen von damals haben sich gefühlt in alle Winde zerstreut.
    Beständigkeit und strategische Entwicklung tut dem Segelsport eben gut.
    Was macht denn ISAF (achja, World Sailing. Völlig bescheuerter Name.), damit es gesunde Strukturen überall auf der Welt gibt?

    Für die Offshore-Segler ist die Anerkennung natürlich erfreutlich. Nur damit es richtig in Fähigkeiten wie Wetternavigation und Schlafmanagement geht, muss man eben auch länger als 24h fahren. Was dann wieder langweilig für den Zuschauer werden kann.

    Finn ist tatsächlich ein vorsintflutliches Boot, dass eben so lange Olympische Klasse war, weil sich die Lobbyisten aus der Klasse geschickt positioniert haben. Bzw. es eben vor 20 Jahren auch nur wenig Alternativen gab.
    Dennoch anerkennenswert, dass da lange toller Sport geboten wurde und die Klasse nach wie vor sehr aktiv ist.
    Wäre schön, wenn sich der RS Aero mal anständig entwickelt, weil wirklich ein ausgezeichnetes Schiffchen.
    Und eine gewisse Modernisierung hin zu foilenden Booten ist doch wünschenswert. Aber nicht um jeden Preis.

    Für einige Ausnahmesegler wie Burling oder Ashby scheint der Untersatz relativ egal zu sein. Aber für viele andere wird es schwierig mit der Aufbauarbeit aus, wenn alle vier Jahre alles durcheinander gewirbelt wird.

    Trotzdem bleibt Offshore-Segeln im Olympischen Rahmen irgendwie sehr gewöhnungsbedürtig. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Vielleicht befeuert es doch ein paar Entwicklungen.

    Und welche Schlüsse zieht unser DSV daraus? Sich in German Sailing unbenennen?

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