Opti-Meisterschaft: Starke Bilder vom Ammersee – Daniela Bartelheimer gewinnt

Die Jungs geschlagen

Schöner TV Bericht vom Bayerischen Rundfunk

Eine Segel-Meisterschaft im Sommer am Ammersee? Da haben sich die 211 Optisegler auf Badespaß eingerichtet. Von wegen. Bei Starkwind zeigt die Einheimische Daniela Bartelheimer den 210 Konkurrenten das Heck.

Zwei Tage Starkwind reichten für die neue deutsche Meisterin, um überlegen den Titel gegen die überwiegend männliche Konkurrenz aus 13 Nationen inklusive Indien, Kanada und Tansania zu gewinnen. Daniela Bartelheimer (13) vom Segelclub Inning am Ammersee hat auf ihrem Heimatrevier mit der Serie 1,1,1,1,2,1,(17),4 einen Vorsprung von neun Punkten auf Cecimo M.O. Zahn und den punktgleichen Slowenen Klemen Semelbauer herausgesegelt.

Der Vorsprung reichte aus, weil am Ende dann doch wieder die Flaute nach Bayern kam. Die letzten vier Finalrennen mussten ausfallen, aber niemand zweifelt, das mit Bartelheimer eine würdige Siegerin ganz oben auf dem Treppchen steht. Sie ist eine bekennende Starkwind-Liebhaberin. Die Ranglisten Siebte des vergangenen Berechnungszeitraums dominierte bei Wind und Welle.

Daniela Bartelheimer

Daniela Bartelheimer ist die neue Deutsche Jüngstenmeisterin im Optimist auf ihrem Hausrevier am Ammersee. © Birgitt Müller-Genrich/DODV

“18-20 Knoten wehte es ständig. Starke Böen und kurze Wellen waren die Herausforderung des Tages. Kenterungen gab es viele”, berichtet Birgitt Müller-Genrich für die Klassenvereinigung DODV.

Als besonders spektakulär empfand sie den Flug von Mic Mohr,11 Jahre, 28 kg schwer, im 3. Rennen am Leetor. “Unter den TOP TEN kam er an diesem Tor an, mit sehr viel Speed. Alles wäre perfekt gelaufen, wenn beim Tonnenmanöver nicht gerade eine Hammerböe über ihn hergefallen wäre. In hohem Bogen, über drei Meter, meinten Beobachter, flog er aus seinem Boot. Aber ziemlich schnell und gut, ohne viel Wasser im Boot, richtete er seine Kiste wieder auf, und saß nach dieser Badepause wieder an der Pinne. Im Ziel wurde es immer noch Platz 28.”

Der Ranglistenerste Valentin Müller aus Tutzing (Bayerischer Yacht-Club) kam nur auf Rang acht. „Ich bin nicht so gut in den Rhythmus reingekommen“, sagte der Top-Favorit über die ersten Tage. „Ja, ich bin schon ein bisschen enttäuscht“, gab der 13-Jährige zu. „Aber der Fokus lag nicht so auf der Deutschen, sondern auf der WM.“ Die wird in der zweiten Augusthälfte stattfinden. Vorjahres-Vizemeister Roko Mohr (Plauer WSV) musste sich mit Rang neun zufrieden geben.

Deutscher U13-Meister wurde Kristian Lenkmann vom Bayerischen Yacht-Club, der insgesamt auf Rang 25 segelte. „Du musst einfach gut starten“, sagte der 12-jährige, der seit einigen Jahren in München lebt. Dass beide Meistertitel in Bayern blieben, freute auch den neuen Landestrainer Michael Fellmann.

Vier der besten sechs in der U13-Wertung kommen aus dem weißblauen Landesverband. „Das zeigt, dass wir mit unseren Trainingslagern und -inhalten auf dem richtigen Weg sind.“

Insbesondere die Wettkampfvorbereitung auf dem Ammersee habe sich bewährt. Ein „sehr gutes Miteinander“ habe er in der Regattawoche zwischen Seglern, Eltern, Betreuern und den Verantwortlichen des Augsburger Segler-Club, der mit rund 50 ehrenamtlichen Helfern engagiert war, beobachtet. „Rund und reibungslos“ habe von der Campingwiese bis zum Ein- und Auswassern alles funktioniert.

Ergebnisse Deutsche Optimist Meisterschaft 2015

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