Optimist WM Napier/NZ: Deutschland 9. vor Team Race WM

"Sparen zahlt sich nicht aus"

Bei sehr drehendem Wind, sind die einheimischen Neuseeländer gut in Fahrt. © Matías Capizzano

Bei der Optimist WM läuft es für das Audi Sailing Team Germany nach wie vor nicht wie erhofft. Am dritten Wettfahrttag im neuseeländischen Napier fielen die fünf Segler nach sieben Rennen weiter zurück auf die Plätze 35. (Henry Peters), 39. (Gwendal Lamay) ,  47. (Marvin Frisch),  84. (Daniel Hamann) und 124 (Ingmar Vieregge).

Trainer Thomas Läufer versucht sich bei seinem Bericht schon an der Gesamtanalyse zum Abschneiden auf dem schwierigen Revier, das Winddreher bis zu 40 Grad aufweist:

“… Hier zeigte sich aber auch, dass wir eindeutig zu spät in Napier waren. Uns fehlen mindestens drei Tage Wassertraining. Dafür übernehme ich die Verantwortung. Sparen wollen zahlt sich nicht immer aus. Bei der Analyse kam aber auch heraus, dass die nicht vermessbaren Segel bei Ingmar und Marvin eine Rolle spielen …”

Optisegler von den Cook Inseln. Drei Kids sind noch nie auf einem fremden Revier gesegelt. © Matías Capizzano

Jetzt konzentriert sich die Mannschaft erst einmal auf die Team Race WM, die traditionell während der Meisterschaft abgehalten wird. Deutschland liegt nach den ersten drei Renntagen in der Gesamtwertung der fünf Segler auf dem neunten Platz und wird im ersten Duell auf die Cook Islands treffen, die auf Platz 40 liegen.

Die Top Ten der Teamwertung: 1. USA, 2. Singapur, 3. Niederlande, 4. Brasilien, 5. Peru, 6. Neuseeland, 7. Argentinien, 8. Kroatien, 9. Deutschland, 10. Thailand

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Carsten Kemmling

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22 Kommentare zu „Optimist WM Napier/NZ: Deutschland 9. vor Team Race WM“

  1. avatar T.K. sagt:

    Ich finde einen 35 oder z.B. 39. Platz bei einer WM auf jeden Fall ein tolles Ergebnis. Mensch – die Kinners machen das super!

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    • avatar Marc sagt:

      zumal man mal das Niveau im Opti sehen muss, dort wird ja (dank der meist übereifrigen Eltern) heutzutage auch jede Menge Wasserarbeit, Theorie usw. mit privatem Trainer geleistet.

      Wobei ich diesen Zirkus, der bei uns ja auch zweimal Jährlich auftritt, immer sehr suspekt finde(ändert sich bestimmt wenn mein Nachwuchs im segelfähigem Alter ist).
      12m Wohnmobil mit Schlauchboot hinten dran, damit man auch ja nah bei den Kindern sein kann. Erlaubt man einem Elternpaar den Einsatz ihrer Gummiflitsche, hat man nachher fast mehr Motorboote als Optis auf dem See(die anderen durften doch auch einkranen).
      Weiter geht es mit Eltern die inkl. Fernglas um den See rennen, ihren Kindern Tips geben äh zubrüllen, an denen man sieht das sie keinen blassen Schimmer vom Regattasegeln haben.
      Und die Krönung sind dann die kaffeesegelnden Eltern, die ihr Kind schon bei Olympia(natürlich mit Goldmedalie) sehen, nur weil es eine A Regatta gewonnen hat…

      Aber was soll man sich aufregen, im Fußball rennen die Papis bei den Kleinen auch ums Feld und schreien auf den Platz: Gib ab! Schieß! usw.
      Wir sind also doch ein ganz normaler Sport 😉

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  2. avatar Thomas sagt:

    Setzt man die Platzierungen der deutschen Teilnehmer in Relation zu den vielen tausend Kindern, die sich im Opti auf Regatten tummeln, segeln unsere Kids auf Weltklasseniveau!!

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  3. avatar Wilfried sagt:

    nicht vermessbare Segel??? Was sind denn da für Dilettanten am Werk und wie sind die in Deutschland durch die Vermessung gekommen?

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    • avatar John sagt:

      Genau, was heißt das? Jedes Segel ist doch eigentlich vermessbar – einige sind dann klassenkonform, andere nicht.

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      • avatar Marc sagt:

        Haha, danke für einen super Lacher im Büro

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        • avatar Rolf Albert sagt:

          Ich denke mal , die waren neu. Aber, der Segelmacher ist bei allem Ausreizen der erlaubten Toleranzen noch immer verpflichtet, ein regelkonformes Segel abzuliefern. Eben darauf muß man sich als Segler – im Opti wie anderswo – auch verlassen können. Ergo : Der Segelmacher hat Mistt gebaut. Nicht tolerierbar eigentlich.

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          • avatar John sagt:

            Nö, der Segelmacher muss das abliefern, was bestellt war. Alles andere ist doch Kristallkugelleserei.

            Ob der Segelmacher das Segel zu groß gemacht hat oder der Segler es zu groß gewollt hat, weiß man nicht. Jogi Löw ist ja auch verantwortlich dafür, dass nur 11 Spieler auf dem Platz stehen – auch wenn der Zeugwart 12 Trikots verteilt hat.

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  4. avatar Rolf Albert sagt:

    Schmarrn ! Er soll, weil von nem hirnlosen Regattenti bestellt, ein Segel abliefern, von dem er weiß, das kommt nicht annähernd durch die Vermessung ? Da wäre er wohl schnell out in der betreffenden Klasse. Wird dies also nicht tun. Scheinst keinen soliden Segelmacher zu kennen… Oder Fahrtensegeln mit Regattasport zu verwechseln.

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    • avatar John sagt:

      Jetzt widersprichst Du Dir. Du hältst es also für möglich, dass ein Segelmacher ein zu großes Segel macht ohne den Auftrag des Seglers, aber nicht im Auftrag des Seglers, weil er dann ja seinen Ruf verlieren könnte? Die Logik verstehe ich nicht.

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      • avatar Rolf Albert sagt:

        Ich versteh dich nicht. überhaupt nicht, um genau zu sein…ein Segelmacher wird nicht bewußt ein Segel bauen, das nicht vermessungsfähig ist. Sofern es für Regatten verwendet werden wird u. der Besteller entsprechendes kundtat bzw. einschlägig bekannt ist.
        Ist dem anders – wie hier – hat er schlicht Mist gebaut , aus welchen Gründen auch immer.

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        • avatar John sagt:

          Richtig. Ich gehe auch davon aus, dass kein Segelmacher (bei dem Top-Opti-Segler kaufen würden),
          a) aus Versehen ein falsches Segel baut.
          b) ein grob unzulässiges Segel baut.
          c) ein grob unzulässiges Segel baut, nur weil der Kunde es will.

          Ich glaube, dass also sowohl Segler als auch der Segelmacher gemeinsam die Grenzen ausloten wollten und diesmal halt um ein “Mü” überzockt haben. Shit happens. Das war sicherlich kein Versehen sondern ein bewusster Versuch, ob man damit durchkommt. Ist man nicht, also bei nächsten mal ein Micrometer kürzer…

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          • avatar Marc sagt:

            Vielleicht war es aber auch nur eine Abweichung, bei uns in der Klasse sind oft im Großsegel die Segellattentaschen zu hoch oder zu tief. Meist nur 1-2 cm aber auch das muss geändert werden. Da noch viel per Hand gemacht wird, können die Segel schonmal abweichen, dafür gibt es ja auch Toleranzen in den Vermessungsvorschriften.

            Leider passiert es immer wieder das Segel nicht in die Klassenvorschriften passen und das durch die Bank, auch bei namhaften Herstellern die schon etliche Segel für die selbe Klasse gebaut haben. Dafür ist ja auch der Vermesser da um dies zu kontrollieren.

            Unverständlich ist nur für mich warum so ein Segel entweder fabrikneu und unvermessen oder falsch vermessen mit nach NZL genommen wird. Vielleicht war man dort aber auch einfach penibler. Hier dem Segler oder dem Segelmacher Vorsatz zu unterstellen halte ich für gewagt.

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          • avatar Wilfried sagt:

            glaubst du wirklich das bei Segeln deren Wölbung durch das aneindersetzen von kurvig geschnitten Bahnen entsteht jemand in der Lage ist schnelles Regattasegel zu bauen obwohl er sich per Hand um 1-2 Zentimeter verschneidet. Wir segeln ja nicht mehr mit Rahseglern. Schau mal beim Segelmacher deines Vertrauens vorbei und insbesondere bei den großen die für die Massenklasse Opti schneidern

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  5. avatar John sagt:

    Nicht Vorsatz im Sinne von “Bescheissen” sondern Vorsatz im Sinne von “an die Grenze” gehen. Und wenn man an die Grenze geht, dann kann man halt mal übers Ziel hinausschießen.

    Macht ja nix, schließlich hatten die ja anscheinend noch mehr Segel mit.

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    • avatar Wilfried sagt:

      Trotzdem ist es ja nicht zuviel verlangt beim ausreizen mal nachzumessen, denn wie funktioniert ausreizen wenn man nicht misst. Wenn du den Kommentar des Betreuers liest weißt du auch was falsch war.
      Und wenn der Segelmacher nicht misst dann sollte es vielleicht der Vermesser machen oder wofür bezahlt man den Stempel?? Ich glaube kaum das die Deutschen riskiert haben mit einem unvermessenen Segel nach Neuseeland zu reisen um dort die Erstvermessung zu machen.

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      • avatar Christian sagt:

        Mit vollmundigen Urteilen wäre ich mal etwas vorsichtig, solange keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.

        Das Segel von Ingmar Vieregge war laut Angaben des Betreuers 6 mm im Achterliek zu konkav geschnitten, dh. kleiner als maximal möglich. Das Ausreizen wurde also nicht in Richtung “immer größer” betrieben.

        Wer bei einer Segelvermessung schon mal dabei war, weiß dass auch viel von der Messtechnik bzw. -Methode abhängt.

        Es ist im übrigen bezeichnend, dass ausgerechnet bei einer Opti-WM solch ein Ärger auftritt. Es ist verheerend, dass ausgerechnet bei einer Kinderklasse die Vermessungsvorschriften saukompliziert sind und eine wahre Materialschlacht beim Ausreizen der Toleranzen stattfindet. Und das auch noch bei einem Boot, das eine lahme Ente ist, kompliziert ist (Spriet!), unsicher ist (da es volläuft), und auch noch empfindlich wie ein rohes Ei ist (ständig GFK- und Gelcoat-Schäden).

        Es wird höchste Zeit, dass der Odtimer Opti endlich abgelöst wird von einem zeitgemäßen, selbstlenzenden Design für Kinder. Es muss nicht unbedingt der O’pen Bic sein, aber in diese Richtung sollte es gehen.

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        • avatar Wilfried sagt:

          lies Dir mal die Vermessungsregeln für das Segel durch dann erkennst du das es kein Hexenwerk ist da es hier eindeutig um die Ausstellung des Achterlieks geht. Ob jeder richtig zwischen konvex und konkav unterscheiden kann wage ich zu bezweifeln. Insofern sind die Maße von -10 bis +5 mm eindeutig. Im Bericht schreibt der Betreuer von 5 mm sind erlaubt 11 mm waren ist. Das bedeutet das die Ausstellung im Achterliek deutlich zu groß war.
          Nebenbei ist mir noch der Satz aufgefallen, dass das Segel zum Zeitpunkt der Erstvermessung den Klassenregeln entsprechen muss. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass die Segel wenn sie bereits erstvermessen waren nicht mehr nach einer Nachvermesssung korrigiert werden dürfen. Meiner Ansicht nach eine vernünftige Regel, da dann die Segelmacher nicht mehr darauf hoffen können das man über die Grenzen geht und wenn dann der Betrug auffällt mal eben ein “Abnäher” gemacht wird.
          Mir sind aus vielen Jollenklassen Fälle bekannt bei denen Segel serienweise nicht durch die Vermessung gekommen sind. Grund fast immer die Achterliekkurve mal mit zu großem Kopfbrett, mal zu langen Latten und eben wie hier zuviel Überrundung. Die Schuld dann auf die zu pingeligen Vermesser zu schieben ist einfach aber meist falsch. Und da in den Regeln (auch beim Opti) eben steht,”was nicht erlaubt ist ist verboten” …

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          • avatar Christian sagt:

            quote: “lies Dir mal die Vermessungsregeln für das Segel durch dann erkennst du das es kein Hexenwerk ist da es hier eindeutig um die Ausstellung des Achterlieks geht. Ob jeder richtig zwischen konvex und konkav unterscheiden kann wage ich zu bezweifeln. Insofern sind die Maße von -10 bis +5 mm eindeutig. Im Bericht schreibt der Betreuer von 5 mm sind erlaubt 11 mm waren ist. Das bedeutet das die Ausstellung im Achterliek deutlich zu groß war.”

            wenn ich das lese, kommt es mir schon wie ein Hexenwerk vor… ich nix kapieren 😉

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          • avatar Wilfried sagt:

            ist ganz simpel. Die Linien zwischen dem Kopf ( an der Spriet) der oberen Latte, der unteren Latte und dem Schothorn sind gerade. Die + – Werte sind die maximal zulässigen Abweichungen von der jeweiligen Gerade. Zusätzlich gibt es eine Linie obere Latte Schothorn. Segel platt auf den Tisch und Lineal drauf. + Werte sind Ausstellung des Lieks.

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  6. avatar Florian sagt:

    Die Érstvermessung macht doch meistens der Segelmacher selbst, oder? Dieser kann beim DSV eine Vermesserlizenz für Segel beantragen. Jeder gute SEgelmacher wird bis an die Grenze des erlaubten das Segel für einen Wettkampf herstellen, sonst wäre er in einer Klasse wie dem Opti nie die erste Wahl.

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    • avatar Wilfried sagt:

      wenn man auf die Seite von Eiermann geht sieht man dort das Segel von Landenberger das mit Ingmar und Marvin beworben wird. Peinlich …. Ich war allerdings auch über die Preise geschockt. 460 Ocken für ein Opti-Segel !!!!!

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