12mR “Jenetta”: Robbe & Berking lässt neuen, alten Zwölfer vom Stapel laufen

Wiedergeburt im Schottenrock

Zwölfer, Neubau

Das 2009 in Kanada geborgene Wrack der ‘Jenetta’ © Kay Enno Brink/Robbe&Berking

In Flensburg ist bei der Robbe & Berking-Werft der über 70 Jahre alte Zwölfer “Jenetta” vom Stapel gelaufen. 63 Prozent sollen erhalten worden sein. Die Bilder vom Wrack sagen etwas anderes.

“Jenetta” beim Stapellauf. Bild Klicken für NDR-Video

Die Geschichte der Wiedergeburt des Zwölfers “Jenetta” (Porträt)  startet auf dem Grund eines kanadischen Sees. Oliver Berking ließ 2010 das Wrack der 12mR-Yacht bergen. Das inzwischen mehr als 70 Jahre alte Schiff war so marode, dass es in zwei Hälften brach. Die Einzelteile wurden in einem Container nach Deutschland verschifft. Und dort machten sich die Spezialisten der Robbe & Berking Werft daran, der Yacht wieder Leben einzuhauchen. Die Hoffnung: Einer der längsten Zwölfer der Geschichte könnte auch einer der schnellsten sein.

Das Wrack der 1939 gebauten ‘Jenetta’ 70 Jahre später nach dem sanften Absetzen auf dem Ponton in Kanada © Kay Enno Brink/Robbe&Berking

Für die Restaurierung konnte nicht viel von dem Original-Material benutzt werden. Außer dem Bleikiel ist alles so gut wie neu. Dennoch sagt Berking gegenüber dem NDR auf die Frage, wie viel an der Yacht original sei, mit einem Augenzwinkern: “Wenn man nach dem Gewicht geht, sind es genau 63 Prozent des Bootes. 17 Tonnen Bleikiel sind noch original, der Rest ist so gut wie komplett neu.“

Jenetta, Zwölfer,

Zu diesem Bleikiel des Alfred Mylne Zwölfers ‘Jenetta’ von 1939 bauen die Flensburger in den kommenden beiden Jahren ein Boot © Robbe&Berking

In 20.000 Arbeitsstunden haben die Flensburger einen über dem Kiel komplett neu aufgebauten Zwölfer geschaffen. Der präsentiert die sich im vorerst im Schottenrock. Mit der Karo-Beklebung will Berking dem schottischen Konstrukteur Alfred Mylne huldigen. Die Folie soll aber wieder entfernt und später den klassischen Holz-Look freilegen.

Jenetta beim Stapellauf © Alfred Mylne

Ein besonderes Boot erwartet auch eine besondere Feier. So präsentierte Berking den “Jenetta”-Stapellauf zu den Tönen schottischer Dudelsack-Musik. Was die Wiedergeburt der Yacht gekostet hat, wird nicht verraten. Veranschlagt waren einmal rund 1,5 Millionen Euro.

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