Route du Rhum Start: Herrmanns erste Meilen im Einhand-Vergleich – Skipper schwer verletzt

Drama beim Massenstart

Was für eine Machtdemonstration. Charlie Dalin startete im Windschatten von Boris Herrmann, segelte dann einfach durch das Feld an die Spitze. Der deutsche Skipper beginnt das Rennen verhalten.

Boris Herrmann (roter Kreis) mit gutem Start in der Spitzengruppe. Apvia genau achteraus, LinkedOut (u.l.) mit bestem Start.

Boris Herrmann hat die Route du Rhum mit einem sauberen Start eröffnet. Er wählte nicht gerade die Pole-Position in Luv der schiefen Linie, die mit Wind von Backbord überquert wurde, fand aber eine schöne Lücke und konnte das Rennen mit einigermaßen freiem Wind beginnen. In seinen Abwinden: Top-Favorit Charlie Dalin.

Herrmann kurz nach dem Start in Luv von Frühstarter “Kattan”, dem 18 Jahre alten Schiff, mit dem er selbst 2010-11 unter dem Namen Neutrogena das Barcelona World Race bestritten hat. © Pierre Bouras

Den besten Start erwischte Thomas Ruyant, der damit seine Ansprüche als Mitfavorit eindrucksvoll unterstrich. Mit seiner LinkedOut hat er Dalin vor einem Jahr bei der Transat Jacques Vabre die einzige Niederlage seit der Vendée Globe zufügen können. Aber seitdem ist Dalin noch schneller geworden. Er darf die längsten Flügel benutzen, weil diese noch vor der Vendée Globe gebaut worden waren und einer Bestandschutz-Regel unterliegen. Sein Team hat die neuen Vorgaben für den nächsten VG -Zyklus (unter anderem limitierte Foil-Längen) bestens interpretiert.

Der Start:

Dennoch ist seine Überlegenheit erschreckend. Dalin musste nicht beim Start glänzen. Er kennt seine Stärken, arbeitete sich nahezu mühelos aus der unvorteilhaften Startposition hinter Herrmann heraus. Als wenn er eine andere Klasse segeln würde.

Die IMOCA beim Start. Boris Herrmann (grau) kam gut in Fahrt, hat aber dann Probleme Sam Davies (rot) zu halten. Dalin (gelb) zieht aus schwieriger Startposition problemlos an die Spitze.

Herrmann hatte schon im Vorfeld erklärt, dass beide Skipper ihre IMOCAs, mit denen sie auch die vergangene Vendée Globe bestritten, zu 99 Prozent ausgereizt und vier Jahre lang optimiert haben. Dalin hält er aber darüber hinaus für “den eindrucksvollsten Segler auf dem Planeten”.

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Carsten Kemmling

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