Round the Island Race: Massenspektakel mit 1.550 Yachten – neuer Rekord für MOD 70 „Concise“

Fliegen vor den Needles

Die Regatta bringt seit den 30iger-Jahren Profis und Freizeitskipper gemeinsam an die Startlinie. Mit dabei: Die „fliegenden“ GC32 Foiling-Katamarane.

Das Prinzip der Regatta ist simpel, aber schon seit 84 Jahren erfolgreich: Start ist vor „Cowes“, im Norden gelegene Haupstadt der britischen Isle of Wight. Dann geht’s 50 Seemeilen rund um das landschaftliche Kleinod mit seinen spektakulären „Needles“-Küstenabschnitten, um schließlich erneut vor Cowes zu enden.

round isle, isle of wight

Alinghi vor den Kalksteinfelsen der Isle of Wight © round isle

Letztes Wochenende wurden über 1.550 Boote und Yachten aller Größen- und Altersklassen in elf Gruppen in Zehn-Minuten-Abständen über die Startlinie geschickt. Danach segelte die Flotte bei 12-15 Knoten Windstärke westwärts, Richtung Yarmouth, zu den berühmten „Needles“, zum südlichen Ende der Insel, St. Catherine’s Point, und schließlich entlang der östlichen Inselufer zurück nach Cowes. Den Startschuss feuerte übrigens die derzeit wohl berühmteste Seglerin der Isle of Wight ab: Die schwerbehinderte „Miss Isle“.

Die bunt gemischte Flotte – hier ist wirklich alles vertreten: vom Oldtimer über Fahrtenyachten bis zum GC32-Foiler und MOD70-Trimaran – segelte dieses Jahr bei wahrem Kaiserwetter. Egal ob Familien- oder elitäre Profi-Crew, alle waren von den hervorragenden Segelbedingungen gleichermaßen begeistert.

Die „Line Honors“ (erste Schiff über der Ziellinie) gingen erwartungsgemäß an den MOD70 Trimaran „Concise 10“, der schon nach 3:30:24 Stunden wieder zurück war. Und dabei mal ganz locker den vor zwei Jahren von Sir Ben Ainslie aufgestellten Multihull-Rekord um 38 Minuten einkassierte.

Die vier GC32-Foiling-Katamarane, die “Round Island” als fakultative Einlage in ihre “Bullit Racing Tour” vor Cowes integrierten,  kamen zwanzig Minuten später ins Ziel, nachdem sie sich während der gesamten Inselumrundung enge Positionskämpfe geliefert hatten. „Sultanate of Oman“ und „Alinghi“ führte die fliegenden Kats an, alle vier Boote kamen mit weniger als sechs Minuten Abstand ins Ziel.

40 Minuten länger die Rundung des 100-Fußers „Leopard“, der als erster Einrumpfer die magische Linie überquerte, jedoch von seinem Rekord, den er vor zwei Jahren aufgestellt hatte, weit entfernt war.

Ergebnisse

Event-Website

 

Spenden

Ein Kommentar „Round the Island Race: Massenspektakel mit 1.550 Yachten – neuer Rekord für MOD 70 „Concise““

  1. avatar RVK sagt:

    Ich hab mal ne doofe Frage. Kieler Woche schreibt ja mal wieder stolz, die größte Segelsportveranstaltung mit 3550 Seglern zu sein. Round the Island und Cowes Week sollten doch aber mehr haben, oder? Bei 1550 Booten kommen doch locker mehr zusammen. Oder sehe ich das falsch? Könnte Segelreporter.com mal investigativ nachforschen…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *